In seinem Roman ‚Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten‘ entwirft Christian Kracht eine alternative Weltgeschichte. Die fiktive SSR vereint Elemente sowohl der real existierenden Sozialismen als auch der imperialistischen westlichen Staaten Europas. Unter Bezugnahme auf postkoloniale und marxistische Theoretiker*innen werden Ideologie und Geschichte in ‚Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten‘ analysiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung: Reale und fiktive Geschichte
- Ideologische Geschichtsschreibung und Fetischisierung des Krieges
- Rassismus und das koloniale Subjekt des kommunistischen Imperialismus
- Fazit: Antikolonialer Widerstand und Geschichte machen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht Christian Krachts Roman Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten. Sie analysiert die Konstruktion einer alternativen Weltgeschichte in Krachts Werk und beleuchtet dabei die Rolle von Ideologie, Krieg und Rassismus in der Gestaltung der fiktiven Realität.
- Die Konstruktion einer dystopischen Weltgeschichte
- Die Rolle des Krieges in der sowjetschweizerischen Ideologie
- Die Fetischisierung des Krieges als konstitutives Element der Ideologie
- Die Darstellung von Rassismus und Kolonialismus im Kontext des kommunistischen Imperialismus
- Die Kritik an der ideologischen Indoktrinierung des Erzählers und seiner Wahrnehmung der Welt
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Reale und fiktive Geschichte
Die Einleitung stellt den Roman Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten vor und beschreibt die Konstruktion einer alternativen Weltgeschichte. Sie analysiert die narrative Perspektive des Ich-Erzählers und betont die Bedeutung von Ideologie für die Wahrnehmung der Geschichte.
Ideologische Geschichtsschreibung und Fetischisierung des Krieges
Dieses Kapitel untersucht die Rolle des Krieges in Krachts dystopischer Welt. Der Krieg ist nicht nur ein historisches Ereignis, sondern ein zentraler Bestandteil der sowjetschweizerischen Ideologie. Der Text analysiert die Fetischisierung des Krieges und dessen Bedeutung für das Selbstverständnis der Protagonisten.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter des Romans sind: Ideologie, Krieg, Rassismus, Kolonialismus, Geschichte, dystopische Literatur, alternative Weltgeschichte, Propaganda, Fetischisierung, kommunistischer Imperialismus, Schweizerische Sowjetrepublik (SSR), Ich-Erzähler, Indoktrinierung.
Häufig gestellte Fragen
Wovon handelt der Roman „Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten“?
Christian Krachts Roman entwirft eine alternative Weltgeschichte, in der eine fiktive Schweizerische Sowjetrepublik (SSR) existiert, die Elemente des Sozialismus und des Imperialismus vereint.
Welche Rolle spielt der Krieg in der Ideologie der SSR?
Der Krieg wird im Roman fetischisiert und als konstitutives Element der sowjetschweizerischen Ideologie dargestellt. Er dient nicht nur als historischer Hintergrund, sondern prägt das gesamte Selbstverständnis der Gesellschaft.
Wie wird Rassismus im Buch thematisiert?
Die Arbeit analysiert das „koloniale Subjekt des kommunistischen Imperialismus“ und untersucht, wie Rassismus und koloniale Strukturen innerhalb der fiktiven sozialistischen Weltordnung fortbestehen.
Welche theoretischen Ansätze nutzt die Hausarbeit zur Analyse?
Die Analyse stützt sich auf postkoloniale und marxistische Theorien, um die Mechanismen von Propaganda, Indoktrinierung und Macht in Krachts dystopischem Werk zu dekonstruieren.
Ist das Buch eine Dystopie?
Ja, der Roman wird als dystopische Literatur eingeordnet, da er eine düstere, alternative Realität entwirft, die durch permanente Kriegszustände und ideologische Unterdrückung gekennzeichnet ist.
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- Leon Maack (Author), 2021, Ideologie und Geschichte in Christian Krachts "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1192412