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Mögliche Probleme und Modifikationen einer Alkoholprävention bei Jugendlichen mit Verhaltensstörungen

Am Beispiel des Bundesmodellprojekts Hart am LimiT (HaLT)

Title: Mögliche Probleme und Modifikationen einer Alkoholprävention bei Jugendlichen mit Verhaltensstörungen

Bachelor Thesis , 2008 , 67 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Fabian Scholz (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Auf dem Titelblatt der Dortmunder Ausgabe der Ruhr-Nachrichten konnte am
18. Juni 2008, mit Hinweis auf einen Artikel im Lokalteil, folgender Titel gefunden werden „Selbst vergiftet – Mindestens ein alkoholvergifteter Jugendlicher wacht in der Kinderklinik auf. Wochenende für Wochenende.“ (unbekannter Autor, S.1). Wie aus dem darauf folgenden kurzen Artikel hervorgeht, der sich mit dem Problem von Jugendlichen mit Alkoholvergiftung auseinandersetzt, ist trotz der in den letzten Jahren zurückgehenden Berichterstattung der Medien über den missbräuchlichen bzw. riskanten Alkoholkonsum von Jugendlichen dieses Problem nach wie vor von
hoher Relevanz. Doch Hilfen gibt es. Das vom Gesundheitsministerium geförderte
Bundesmodellprojekt „Hart am LimiT“ (HaLT), hat es sich zum Ziel gesetzt,
Jugendliche durch ein pädagogisches Angebot in Form einer indizierten Kurzintervention zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu bewegen, ihre Konsumgewohnheiten zu reflektieren und zu verändern. Ungeklärt ist, inwieweit HaLT mit Jugendlichen durchgeführt werden kann, die bereits durch schwerwiegende, langanhaltende und umfassende Probleme in der sozialen Interaktion mit ihrer Umwelt aufgrund von aggressivem oder hyperkinetisch-impulsivem bzw. unaufmerksamen Verhalten auffallen. Gerade diese Gruppe der Jugendlichen mit externalisierenden Verhaltensstörungen bedarf aufgrund ihrer sozial eingeschränkten Funktionalität einer Hilfe zur Reflexion und Veränderung ihres Alkoholkonsums, zwecks Vorbeugung weitergehenden Alkoholmissbrauchs bzw. der Alkoholsucht und der damit verbundenen negativen Konsequenzen für Psyche, Körper sowie soziale Beziehungen. Die enthemmende Wirkung von Alkohol kann insbesondere bei dieser Gruppe von Jugendlichen zu weiteren Problemen führen und bestehende, wie z.B. ein hohes Aggressionspotenzial, verstärken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Alkoholkonsum Jugendlicher in Deutschland

2.1 Häufigkeit regelmäßigen Alkoholkonsums bei Jugendlichen

2.2 Menge des konsumierten Alkohols bei Jugendlichen

2.3 Prävalenz von Binge Drinking bei Jugendlichen

2.4 Schlussfolgerung zum Alkoholkonsum Jugendlicher in Deutschland

3 Alkoholmissbrauch

3.1 Schädlicher Gebrauch

3.2 Abhängigkeitssyndrom

4 Jugendliche mit externalisierenden Verhaltensstörungen

4.1 Externalisierende Verhaltensstörungen

4.1.1 Hyperkinetische Störungen

4.1.2 Aggressive Verhaltensstörungen

4.2 Epidemiologie

4.3 Komorbidität externalisierender Verhaltensstörungen mit Störungen durch Alkoholkonsum/Konsum psychotroper Substanzen

5 Das Bundesmodellprojekt Hart am LimiT

5.1 Das Konzept von HaLT

5.2 Zeitlich-struktureller Ablauf

5.3 Der HaLT-Risiko-Check

5.3.1 Theoretische Grundlagen

5.3.2 Materialien und Methoden

5.3.3 Aufbau und Ablauf

6 Probleme und Modifikationen des HaLT-Risiko-Checks

6.1 Mögliche Probleme

6.2 Mögliche Modifikationen

6.2.1 Zeitlich-strukturelle Modifikation

6.2.2 Methodische Modifikation – Förderung der Selbstkontrolle durch Selbstinstruktionstraining

6.2.3 Inhaltliche Modifikation

6.2.4 Modifikation personeller Aspekte und der Rahmenbedingungen

7 Abschließende Bemerkungen und kritische Reflektion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht exemplarisch, welche Probleme bei der Durchführung des Bundesmodellprojekts "Hart am LimiT" (HaLT) bei Jugendlichen mit externalisierenden Verhaltensstörungen auftreten können und entwickelt dazu passende Modifikationsansätze. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie eine indizierte Kurzintervention gestaltet werden muss, um dieser spezifischen Zielgruppe gerecht zu werden und die Nachhaltigkeit der Verhaltensänderung zu fördern.

  • Analyse des Alkoholkonsumverhaltens und der Prävalenz von Binge Drinking bei Jugendlichen
  • Definition und epidemiologische Einordnung externalisierender Verhaltensstörungen (ADHS, Störung des Sozialverhaltens, oppositionelles Trotzverhalten)
  • Theoretische Fundierung und Ablauf des HaLT-Risiko-Checks
  • Entwicklung von Modifikationen (zeitlich, methodisch, inhaltlich und personell) zur Unterstützung der Zielgruppe

Auszug aus dem Buch

(1.) Analyse des fehlerhaften Verhaltens durch den Jugendlichen

Ziel ist es, dass der entsprechende Jugendliche erkennt, dass sein Konsumverhalten unangemessen und schädlich ist und seine damit verbundenen Verhaltensweisen genau benennen kann. Er muss dazu die entsprechende Verhaltensweise, z.B. Binge Drinking, genau benennen können. Exemplarische Vorkommnisse aus der näheren Vergangenheit werden dazu ausgewertet und die sie begleitenden Empfindungen genannt. Zudem werden durch den Pädagogen entsprechende Fragen gestellt, die zu einer Vertiefung der Auseinandersetzung mit dem problematischen Verhalten beitragen sollen. Im Falle des Risiko-Checks lassen sich die Impulsfragen durch Modifikation bzw. Ergänzung zu diesem Zweck nutzen (s. Kap.6.2.3). Ziel ist es, den Jugendlichen zu einem inneren Dialog anzuregen, der eine konkrete Problemsituation in Bezug auf den persönlichen Alkoholkonsum in seinen Einzelheiten darstellt. Dabei wird das entsprechende Ereignis zunächst gedanklich durchdrungen und verbal nachgespielt. Wichtig ist, dass das gesamte Ereignis durch den Jugendlichen möglichst genau auf der Grundlage seiner individuellen Wahrnehmungen, Emotionen und gedanklichen Anteile durchgespielt wird. Ziel ist es herauszufinden, welche Reize, Gedanken, eigenen Verhaltensweisen und Verhaltensweisen der sozialen Umwelt bzw. Umstände der materiellen Umwelt dazu beitragen, dass der Jugendliche riskanten Alkoholkonsum in einer konkreten Situation betreibt. Hier kann auf die Ergebnisse zurückgegriffen werden, die im ersten Terminblock erarbeitet wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die hohe Relevanz der Alkoholprävention bei Jugendlichen dar und definiert das Ziel der Arbeit, Modifikationen für das Projekt HaLT bei Jugendlichen mit externalisierenden Verhaltensstörungen zu untersuchen.

2 Alkoholkonsum Jugendlicher in Deutschland: Das Kapitel liefert statistische Daten zur Häufigkeit und Menge des Alkoholkonsums sowie zur Prävalenz von Binge Drinking bei Jugendlichen und unterstreicht die Notwendigkeit von Präventionsmaßnahmen.

3 Alkoholmissbrauch: Hier werden die diagnostischen Kriterien für den schädlichen Gebrauch und das Abhängigkeitssyndrom nach ICD-10 und DSM-IV erläutert und voneinander abgegrenzt.

4 Jugendliche mit externalisierenden Verhaltensstörungen: Dieses Kapitel definiert und beschreibt Störungsbilder wie hyperkinetische Störungen und Störungen des Sozialverhaltens sowie deren Epidemiologie und Komorbiditäten.

5 Das Bundesmodellprojekt Hart am LimiT: Es erfolgt eine Vorstellung des Konzepts HaLT, seines Ablaufs und der theoretischen Grundlagen wie der Risikokompetenz und dem Transtheoretischen Modell.

6 Probleme und Modifikationen des HaLT-Risiko-Checks: Der Kernteil der Arbeit identifiziert Defizite des Standard-Projekts bei der Arbeit mit der Zielgruppe und erarbeitet Modifikationsvorschläge für zeitliche, methodische, inhaltliche und personelle Aspekte.

7 Abschließende Bemerkungen und kritische Reflektion: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über das untersuchte Trainermanual und benennt Grenzen sowie Perspektiven für die praktische Umsetzung und Evaluation.

Schlüsselwörter

Alkoholprävention, HaLT, Jugendliche, externalisierende Verhaltensstörungen, Binge Drinking, Risikokompetenz, Selbstkontrolle, Selbstinstruktionstraining, Komorbidität, Sozialverhalten, ADHS, pädagogische Intervention, Verhaltensänderung, Kurzintervention, Suchtvorbeugung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Eignung des präventiven Suchthilfeprojekts "Hart am LimiT" (HaLT) für Jugendliche, die aufgrund externalisierender Verhaltensstörungen (wie ADHS oder Störungen des Sozialverhaltens) einen besonderen Unterstützungsbedarf im Umgang mit riskantem Alkoholkonsum haben.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Epidemiologie des jugendlichen Alkoholkonsums, der Definition relevanter Störungsbilder, den theoretischen Grundlagen der Suchtprävention und der praktischen Modifikation pädagogischer Interventionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Modifikationsansätze zu entwickeln, die es Pädagogen ermöglichen, den HaLT-Risiko-Check effektiver an die spezifischen Bedürfnisse von Jugendlichen mit externalisierenden Störungen anzupassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf Basis einer Literaturanalyse zu aktuellen Klassifikationssystemen (ICD-10, DSM-IV) und pädagogischen Konzepten (wie dem Selbstinstruktionstraining) Handlungsempfehlungen für die Praxis ableitet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Störungsbild und das HaLT-Programm analysiert. Anschließend werden spezifische Problembereiche (zeitliche, methodische, inhaltliche und personelle Aspekte) identifiziert und konkrete Modifikationsvorschläge unterbreitet.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den Kernbegriffen zählen: Alkoholprävention, externalisierende Verhaltensstörungen, HaLT-Risiko-Check, Selbstkontrolle, Verhaltensänderung und Risikokompetenz.

Warum ist eine zeitlich-strukturelle Modifikation von HaLT für diese Zielgruppe notwendig?

Die ursprüngliche Dauer von eineinhalb Tagen reicht bei dieser Zielgruppe oft nicht aus, um Verhaltensänderungen nachhaltig zu etablieren. Eine Erweiterung und Flexibilisierung in drei Terminblöcke soll eine pädagogische Begleitung bis in die Handlungsphase des Transtheoretischen Modells ermöglichen.

Welche Rolle spielt das Selbstinstruktionstraining in diesem modifizierten Konzept?

Das Training fungiert als methodische Ergänzung, um den Jugendlichen Techniken an die Hand zu geben, ihr eigenes Verhalten in Risikosituationen bewusst zu planen, zu kontrollieren und die Impulsivität zu reduzieren.

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Details

Title
Mögliche Probleme und Modifikationen einer Alkoholprävention bei Jugendlichen mit Verhaltensstörungen
Subtitle
Am Beispiel des Bundesmodellprojekts Hart am LimiT (HaLT)
College
University of Dortmund  (Rehabilitation und Pädagogik bei psychischen und Verhaltensstörungen)
Grade
1,7
Author
Fabian Scholz (Author)
Publication Year
2008
Pages
67
Catalog Number
V119210
ISBN (eBook)
9783640222223
ISBN (Book)
9783640223909
Language
German
Tags
Mögliche Probleme Modifikationen Alkoholprävention Jugendlichen Verhaltensstörungen Beispiel Bundesmodellprojekts Hart LimiT
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Fabian Scholz (Author), 2008, Mögliche Probleme und Modifikationen einer Alkoholprävention bei Jugendlichen mit Verhaltensstörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119210
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