Ein aus den Primärquellen resultierendes Problem in Sekundärquellen zu verlagern und dort letztlich bis heute noch ungeklärt beziehungsweise nicht erörtert zu lassen, trifft auf die Frage nach der Problematik beziehungsweise Unstimmigkeit beim Auftrag zur Ausmalung der Sixtinischen Decke zu. Wenn man verschiedene Forschungsmeinungen, Viten, Michelangelos persönliche Tagebucheinträge sowie seine ricordi betrachtet und versucht, anhand dieser Sekundär- und Primärquellen sich ein quellenkritisches und doch konzises Forschungsurteil zu bilden stellt sich dies als schwierig heraus. Ob dies in Anbetracht der Vielzahl und antagonistischen Aussagen mancher Quellen möglich ist und ob überhaupt ein roter Faden erkennbar wird, der bei der Auftragsvergabe und der Durchführung auf gewisse unmissverständlichen Problematiken hinweist, soll in dieser Ausarbeitung erarbeitet werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zur Auftragsvergabe: Michelangelo und sein Auftrag zur Ausmalung der Decke der Sixtinischen Kapelle
- Der Auftrag
- Quellenforschung und -kritik am Beispiel von Frank Zöllner und Robin Richmond: Michelangelos Deckenbemalung der Sixtina
- Michelangelo: eine Skizze des Künstlers als der Auftragnehmer
- Papst Julius II: eine Skizze des Papsts als der Auftraggeber
- Im Spannungsverhältnis: Michelangelo und Julius II – Zumutung oder Wohlgefallen des Auftrags?
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Auftragsvergabe zur Ausmalung der Decke der Sixtinischen Kapelle durch Papst Julius II an Michelangelo. Sie beleuchtet die Problematik des Spannungsverhältnisses zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer, die durch die vielfältigen Quellen des frühen 16. Jahrhunderts deutlich werden.
- Die Auftragsvergabe und ihre Hintergründe
- Michelangelos Rolle als Künstler und Auftragnehmer
- Papst Julius II als Auftraggeber und sein Einfluss auf das Projekt
- Die Herausforderungen und Konflikte im Entstehungsprozess
- Die Quellenlage und die kritische Auseinandersetzung mit Primär- und Sekundärquellen
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung stellt das Problem der Auftragsvergabe zur Ausmalung der Sixtinischen Decke als ein ungeklärtes Thema in der Sekundärliteratur vor. Sie führt wichtige Primärquellen wie Briefe und Tagebucheinträge Michelangelos sowie die Vita von Ascanio Condivi an, die für die Analyse des Spannungsverhältnisses zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer relevant sind.
Zur Auftragsvergabe: Michelangelo und sein Auftrag zur Ausmalung der Decke der Sixtinischen Kapelle
Der Auftrag
Dieser Abschnitt beleuchtet die Auftragsvergabe im Kontext der Werkchronologie Michelangelos und der Biografie von Papst Julius II. Es werden verschiedene Etappen der Auftragsvergabe und Ausführung der Decke, sowie das Spannungsverhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer dargestellt.
Quellenforschung und -kritik am Beispiel von Frank Zöllner und Robin Richmond: Michelangelos Deckenbemalung der Sixtina
Dieser Abschnitt beleuchtet die Bedeutung von Quellenkritik und zeigt am Beispiel von Frank Zöllner und Robin Richmond, wie Primärquellen unterschiedlich interpretiert werden können. Es wird deutlich, wie wichtig die kritische Auseinandersetzung mit den Quellen ist, um zu einer objektiven Beurteilung der Auftragsvergabe zu gelangen.
Häufig gestellte Fragen
Wer gab Michelangelo den Auftrag zur Ausmalung der Sixtinischen Kapelle?
Der Auftrag wurde von Papst Julius II. erteilt, der für seine ambitionierten künstlerischen Projekte im frühen 16. Jahrhundert bekannt war.
Warum gilt das Verhältnis zwischen Michelangelo und Julius II. als spannungsreich?
Die Quellen zeigen ein Spannungsverhältnis zwischen dem eigenwilligen Künstler, der sich primär als Bildhauer sah, und dem machtbewussten Papst, der das Projekt forcierte.
Welche Primärquellen wurden für diese Untersuchung herangezogen?
Die Arbeit nutzt Michelangelos Tagebucheinträge, Briefe (ricordi) sowie zeitgenössische Biografien wie die Vita von Ascanio Condivi.
Wie bewertete Michelangelo selbst den Auftrag zur Deckenmalerei?
Es wird untersucht, ob Michelangelo den Auftrag als Zumutung empfand, da er zu dieser Zeit eigentlich am monumentalen Grabmal für Julius II. arbeiten wollte.
Welche Rolle spielt die moderne Quellenkritik in dieser Arbeit?
Am Beispiel von Forschern wie Frank Zöllner wird gezeigt, wie unterschiedlich historische Dokumente interpretiert werden können, um die Unstimmigkeiten bei der Auftragsvergabe zu klären.
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- Anonym (Autor), 2021, Michelangelo und Julius II. Auftragsvergabe der Deckenausmalung der Sixtinischen Kapelle, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1191283