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Gesundheitspolitik heute - warum nicht viel effizienter für die Versicherten?

Title: Gesundheitspolitik heute - warum nicht viel effizienter für die Versicherten?

Essay , 2008 , 8 Pages

Autor:in: Günter Steffen (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Einleitend möchte ich kurz vor Einführung des Gesundheitsfonds 2009 in Erinnerung bringen, welchen Zweck und warum es nunmehr dazu kommt, einen Einheitsprozentsatz der Mitglieder als Erlösgrundlage für die über 200 Krankenkassen gesetzlich einzuführen. Mit dem Prozentsatz von 15,5% müssen nun die komplizierten Leistungsansprüche der gesetzlich Versicherten abgegolten werden. Die Arbeitgeber bzw. Rentenversicherungsträger zahlen davon 7,3% und die Arbeitnehmer und Rentner 8,2%. Zu den ambulanten und stationären Leistungen und zu den Gegebenheiten, denen die Versicherten ausgesetzt sind, werde ich in meinem Artikel noch ausführlich eingehen. Vor Bildung der großen Koalition standen sich in den beiden jetzigen Regierungsparteien ideologisch die Kopfpauschale (CDU/CSU) und die Bürgerversicherung (SPD) als Ziel zukünftiger Beitragsregelungen im Gesundheitswesen gegenüber.
Bevor die CDU-Vorsitzende als Bundeskanzlerin in die heute bestehende Bundesregierung eintrat, hatte sie die Kopfpauschale in den eiligst einberufenen Regionalkonferenzen durchgepaukt, wobei die Parteidelegierten die wirklichen Zusammenhänge überhaupt nicht verstanden. In den Koalitionsverhandlungen wurde Frau Dr. Merkel sehr schnell klar, dass sie die Kopfpauschale - identische Beitragshöhe ohne Unterschiede der Einkommensverhältnisse - nicht durchsetzen konnte. So wurde daraus der Kompromiss im Koalitionsvertrag zwischen den beiden großen Volksparteien geschlossen. Aus dem Einheitsbeitrag (Kopfpauschale) bzw. der Einkommensabhängigkeit mit einer höheren Beitragsbemessungsgrenze (Bürgerversicherung) entstand der Einheitsprozentsatz. Beide Seiten hatten damit ihr “Gesicht” gewahrt!

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Inhaltsverzeichnis

1. Gesundheitspolitik heute - warum nicht viel effizienter für die Versicherten?

1.1 Einleitende Betrachtung zum Gesundheitsfonds 2009

1.2 Politische Ausgangslage und Koalitionskompromiss

1.3 Kritik an der Umsetzung und statistische Grundlagen

2. Die Situation aus Sicht der Versicherten

2.1 Herausforderungen in der hausärztlichen Versorgung

2.2 Abrechnungssystematik und ärztliche Selbstverwaltung

2.3 Spannungsfelder in der ambulanten Versorgung

3. Verhältnisse in der Krankenhausversorgung

3.1 Patientenerfahrungen in staatlichen Einrichtungen

3.2 Auswirkungen der Fallpauschalen und Wirtschaftlichkeit

3.3 Strukturelle Probleme und Föderalismus

4. Änderungsvorschläge und Reformansätze

4.1 Vorschläge zur ambulanten medizinischen Versorgung

4.2 Vorschläge zur stationären Versorgung (Akutbehandlungen)

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Effizienz des deutschen Gesundheitssystems vor dem Hintergrund des Gesundheitsfonds 2009 und identifiziert strukturelle Missstände in der ambulanten sowie stationären Versorgung. Ziel ist es, unter Beibehaltung des Wettbewerbs Wege zu einer moderneren und gerechteren Krankenversicherung aufzuzeigen, die primär die Bedürfnisse der Versicherten in den Fokus rückt.

  • Analyse der gesundheitspolitischen Reformen und des Kompromissmodells zum Gesundheitsfonds.
  • Kritische Beleuchtung der Patientenversorgung in Hausarztpraxen und dem Krankenhaussektor.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Fallpauschalen und ökonomischen Anreizsystemen.
  • Diskussion über ärztliche Selbstverwaltung, Abrechnungssysteme und Lobbyeinflüsse.
  • Erarbeitung von konkreten Reformvorschlägen für eine effizientere medizinische Infrastruktur.

Auszug aus dem Buch

Die Situation aus Sicht der Versicherten

Was findet nun aus der Sicht des Versicherten an Gegebenheiten statt, wenn dieser den Arzt aufsucht, um diagnostische und therapeutische Leistungen abfordern zu müssen, oder ins Krankenhaus zu einer Behandlung/Operation eingewiesen wird. Politiker aus der Koalition haben die Jahr für Jahr steigenden Krankenkassenbeiträge und den jetzt fälligen Einheitsbeitrag damit begründet, ich zitiere:” Gesundheitliche Topleistungen für die Bürger haben nun eben einmal ihren Preis!!” Ich denke, dass viele Volksvertreter überhaupt nicht mehr erkennen, wie es tatsächlich in unserem Gesundheitswesen aussieht.

Jeder Leser, der keine Privilegien hat und einen Haus- oder Facharzt als normaler Kassenpatient aufsuchen muss, weiß, welche Tatsachen man vorfindet. Ob mit oder ohne Anmeldung sitzt der Patient beim Hausarzt in einer größeren Stadt durchschnittlich 2 Stunden im Wartezimmer. Es gibt nur wenige Arztpraxen, die effizienter im Sinne der Patienten organisiert sind. Das “Vieraugen-Gespräch” dauert dann in der Regel ca. 8 maximal 10 Minuten. In dieser Zeit wird der Patient seine Beschwerden darstellen und der Hausarzt wird ihm seine diagnostischen und gegebenenfalls therapeutischen Maßnahmen erläutern. Aber nur dann, wenn die “Zeit” dafür vorhanden ist. In aller Regel werden Medikamente verschrieben und der Arzt wird nebenbei seine Patienten-Kartei oder PC-Fenster aufgrund der von ihm getroffenen Feststellungen bearbeiten.

Zusammenfassung der Kapitel

Gesundheitspolitik heute - warum nicht viel effizienter für die Versicherten?: Dieses Kapitel beleuchtet die Einführung des Gesundheitsfonds 2009 und die politische Entstehungsgeschichte des Einheitsprozentsatzes als Kompromiss der großen Koalition.

Die Situation aus Sicht der Versicherten: Der Autor schildert die tägliche Realität von Kassenpatienten in überlasteten Hausarztpraxen und kritisiert die ökonomischen Fehlanreize der ärztlichen Abrechnungssysteme.

Verhältnisse in der Krankenhausversorgung: Dieses Kapitel thematisiert die unzureichende Patientenbetreuung in staatlichen Kliniken sowie die problematischen Auswirkungen von Fallpauschalen und strukturellen Ineffizienzen.

Änderungsvorschläge und Reformansätze: Der Autor präsentiert konkrete Empfehlungen zur Neustrukturierung der ambulanten und stationären Versorgung, um die Qualität der medizinischen Leistungen und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen.

Schlüsselwörter

Gesundheitsfonds, Gesundheitspolitik, Kassenpatienten, Fallpauschalen, ambulante Versorgung, stationäre Versorgung, ärztliche Selbstverwaltung, Krankenhausplanung, Patientenversorgung, Leistungskriterien, Effizienz, Reformansätze, Sozialversicherung, Gesundheitssystem, Wirtschaftlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Effizienz und der Qualität des deutschen Gesundheitssystems, insbesondere nach der Einführung des Gesundheitsfonds 2009, und hinterfragt, ob das aktuelle System den Bedürfnissen der Versicherten gerecht wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die politische Gestaltung der Krankenversicherung, der Alltag von Patienten in Praxen und Kliniken sowie die strukturellen Defizite in der medizinischen Versorgung und Abrechnung.

Welches Ziel verfolgt der Autor?

Das primäre Ziel ist es, Missstände im Gesundheitssystem aufzuzeigen und durch fundierte Änderungsvorschläge Wege zu einer effizienteren und patientenorientierten Versorgung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, der ökonomischen Anreizstrukturen (wie Fallpauschalen) und vergleicht diese mit den realen Erfahrungen der Patienten und Leistungserbringer.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Probleme der ambulanten und stationären Versorgung, die Rolle der ärztlichen Selbstverwaltung und die negativen Auswirkungen von Lobbyismus und Kirchturmpolitik auf das Gesundheitswesen analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gesundheitsfonds, Fallpauschalen, Patientenorientierung, Reformbedarf, Abrechnungssysteme und Strukturqualität.

Warum hält der Autor die Fallpauschalen im Krankenhauswesen für problematisch?

Er argumentiert, dass dieses System primär unter dem Einfluss von Lobbyisten entstanden ist und zu einer Abkehr von der fachgerechten Patientenbetreuung hin zu einer rein ökonomisch getriebenen "Durchschleusung" von Patienten führt.

Welche Rolle weist der Autor dem Hausarzt in seinem Reformmodell zu?

Der Hausarzt soll als "Lotse" fungieren, der durch festgelegte Leistungskriterien und eine stärkere Erstversorgungsfunktion die Steuerung der fachärztlichen und stationären Behandlung übernimmt.

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Details

Title
Gesundheitspolitik heute - warum nicht viel effizienter für die Versicherten?
Course
-
Author
Günter Steffen (Author)
Publication Year
2008
Pages
8
Catalog Number
V119080
ISBN (eBook)
9783640231782
Language
German
Tags
Gesundheitspolitik Versicherten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Günter Steffen (Author), 2008, Gesundheitspolitik heute - warum nicht viel effizienter für die Versicherten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119080
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