Wenn wir von der Beschaffenheit des Menschen reden, dann geht es um die alte Streitfrage: Besteht der Mensch aus zwei (Dichotomie) oder drei (Trichotomie) Teilen? Bevor ich aber auf diese Frage und somit auf die biblische Anthropologie näher eingehe, macht es zunächst einmal Sinn die Anthropologie anhand einer allgemeinen Begriffserklärung zu definieren.
Die Arbeit gliedert sich in drei große Abschnitte. Der erste große Abschnitt ist die biblische Sicht von Menschen. Zum besseren Verständnis ist es notwendig, dass wir den Menschen in den folgenden drei Zuständen betrachten: Der Mensch vor dem Sündenfall, der Mensch nach dem Sündenfall und zuletzt den erlösten Menschen. Erst nach diesem Überblick können wir besser beurteilen, wie der Mensch aus seiner Schöpfung heraus geschaffen ist. Darüber hinaus werde ich auch auf die einzelnen Positionen und Argumente der Dichotomie sowie Trichotomie eingehen und diese näher erläutern.
Ich möchte aber nochmal deutlich machen, dass der Schwerpunkt der Heiligen Schrift auf der umfassenden Einheit des Menschen als von Gott geschaffenem Wesen liegt. Die Bibel sieht demnach nicht vor, den Menschen in zwei oder drei Teilen zu gliedern, sondern sieht ihn ganzheitlich an.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- DIE BIBLISCHE SICHT VON MENSCHEN
- DER MENSCH VOR DEM SÜNDENFALL
- Die Darstellung des Menschenbildes nach Genesis
- Betrachtung biblischer Begriffe für Seele, Geist und Leib im AT und NT
- DER MENSCH NACH DEM SÜNDENFALL
- Der Sündenfall
- Die Darstellung des Menschen nach dem Sündenfall
- Die Erbsünde
- Die sündige Natur
- DER ERLÖSTE MENSCH
- DAS DICHOTOME MENSCHENBILD
- DAS TRICHOTOME MENSCHENBILD
- SCHLUSS/ FAZIT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der biblischen Anthropologie, insbesondere mit der Frage, ob der Mensch aus zwei (Dichotomie) oder drei (Trichotomie) Teilen besteht. Sie analysiert die biblische Sicht des Menschen in drei Zuständen: vor dem Sündenfall, nach dem Sündenfall und als erlöster Mensch. Die Arbeit untersucht auch die Positionen und Argumente der Dichotomie und Trichotomie.
- Die biblische Sicht des Menschen in seiner Ganzheit
- Das Menschenbild in der Genesis und die Bedeutung von Leib und Seele
- Die Auswirkungen des Sündenfalls auf das menschliche Wesen
- Die unterschiedlichen Ansätze der Dichotomie und Trichotomie
- Die Erlösung des Menschen und die Wiederherstellung seiner Beziehung zu Gott
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel beleuchtet das Menschenbild in der Genesis und untersucht, wie der Mensch vor dem Sündenfall als Einheit aus Leib und Seele erschaffen wurde. Es analysiert die verschiedenen biblischen Begriffe für Seele, Geist und Leib im Alten und Neuen Testament. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Menschen nach dem Sündenfall und untersucht die Auswirkungen des Sündenfalls auf das menschliche Wesen. Es betrachtet die Lehre von der Erbsünde und der sündigen Natur. Das dritte Kapitel diskutiert das dichotome Menschenbild, das den Menschen in Leib und Seele unterteilt. Das vierte Kapitel analysiert das trichotome Menschenbild, welches den Menschen in Körper, Geist und Seele gliedert.
Schlüsselwörter
Biblische Anthropologie, Menschenbild, Dichotomie, Trichotomie, Seele, Geist, Leib, Sündenfall, Erbsünde, Erlösung, Ganzheit, Einheit
- Arbeit zitieren
- Elton Richardson (Autor:in), 2021, Trichotomie vs. Dichotomie. Welches Menschenbild vertritt die Bibel?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1190521