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Ist ein Leben ohne Werte, Normen und Gesetze möglich?

Title: Ist ein Leben ohne Werte, Normen und Gesetze möglich?

Seminar Paper , 2006 , 24 Pages

Autor:in: Nicole Wegmann (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Im Zusammenhang mit der Pädagogik, besonders mit der Sonderpädagogik treffen wir immer dann auf den Begriff der Normen, wenn es darum geht zu beurteilen ob etwas normal oder abnormal ist. Hier dient der Normbegriff der Klassifizierung von Handlungen und Personen. Normen definieren Normalität. Im Endeffekt ist der Mensch stets am urteilen, in jeglicher seiner Handlungen oder Gedankenvorgänge und Emotionen steht er wertend da. Er handelt, indem er ein Werturteil fällt. Es kann sich später als irrational oder unpassend zur eigenen Person herausstellen, doch in dem Moment, wo er handelt, ist jener Handlungsweg für ihn „richtig“, akzeptabel, für ein bestimmtes Ziel ausschlaggebend oder unumgänglich. Jegliche „freie“ Handlung ist also bedingt durch das vorherige Werten. „Jede Art von Entscheidung ist eine Entscheidung zwischen Achtung und Verachtung! “ Wie verhält es sich aber mit der objektiven Wertschätzung? Wer bestimmt jene Werte, die Allgemeingültigkeit besitzen? Muss eine Sache einen allgemeingültigen positiven Wert haben, wenn sie von der Mehrheit gewollt und begehrt wird? Gibt es international gültige Werte? Die Entnormierung der Gesellschaft, alte und neue Werte. Dies sind nur einige Begriffe, mit denen man in jeder Zeitepoche konfrontiert wird. Aufgrund von Pluralisierung und Individualisierung, der Entstrukturierung der Lebensverhältnisse und der Zunahme unterschiedlicher Lebensstile ist eine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und individuellen Werten und Normen unvermeidlich geworden.
Durch die aus der Pisa-Studie gewonnenen Erkenntnisse hat der Wertebegriff auf dem Gebiet von Pädagogik und Sozialpädagogik wieder an Bedeutung gewonnen. Die europaweit durchgeführte Studie hat gezeigt, dass eine Rückkehr zu alten Werten wie beispielsweise Höflichkeit, Pünktlichkeit und Ordnung, wichtige Bedingungsfaktoren für einen optimalen Lernerfolg sind. Neben der Sozialen Arbeit setzen sich zahlreiche Wissenschaften, wie beispielsweise die Soziologie, die Politologie und die Psychologie mit der Werteproblematik auseinander. Zwischen der Gesellschaft und deren Werten besteht ein direkter Zusammenhang. Veränderungen in der Gesellschaft haben Veränderungen von Werten und Normen zur Folge. Ebenso bedeuten Modifikationen von Werten und Normen eine Veränderung der Gesellschaft.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1. Definition eines Wertes

2.2. Definition einer Norm

2.2.1. Normung

2.2.2. Rechtsnorm

2.2.3. Soziale Norm

2.2.4. Normen in den Sozialwissenschaften

2.3. Definition von Moral

2.4. Definition von Sozialisation

2.5. Definition von Nihilismus

3. Unterschiede zwischen Norm und Wert

4. Normen und Werte einer Gesellschaft

5. Brauchen Menschen Gesetze?

5.1. Was alles für eine Rechtsordnung spricht

5.2. Recht und Unrecht

5.2.1. Die Rechtsordnung

6. Geschichte

6.1. Politische Wertorientierungen und ihr Wandel

6.2. Wichtige Vertreter der Ethik und Moralphilosophie

7. Was sind Menschenrechte?

8. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Bedeutung von Werten, Normen und Gesetzen für das zwischenmenschliche Zusammenleben. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob eine menschliche Gesellschaft ohne diese ordnungsstiftenden Strukturen überhaupt existieren kann.

  • Begrifflichkeiten und theoretische Definitionen von Werten, Normen und Moral
  • Der Zusammenhang zwischen individueller Freiheit und gesetzlicher Ordnung
  • Historische Entwicklung von Wertorientierungen und der Einfluss gesellschaftlichen Wandels
  • Bedeutung der Sozialisation für die Einhaltung gesellschaftlicher Regeln

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Normung

„Musizieren beflügelt das Denken“, – befand Albert Einstein. Und für Nietzsche wäre ein „Leben ohne Musik ein Irrtum“ gewesen. Die Frage, inwieweit ein Leben ohne Normen ebenfalls ein Irrtum bliebe, mag zu hypothetischen Gedankenspielen anregen...

Die reale Antwort lautet: Ein Leben ohne Normen ist nicht existent. Nicht auf dieser Welt. Normung ist ein von Menschen geschaffenes Kulturgut. Wie die Musik. [...] Normen werden immer und überall gebraucht.

Normen machen das Leben einfacher. Jede Norm ist das Ergebnis eines Ausgleichs zwischen technischer Tauglichkeit und wirtschaftlichem Nutzen. Normen dienen stets dem Wohl der Allgemeinheit. Die Normung ist die Wiege der Wirtschaftlichkeit. Normen bilden wesentliche Elemente der Betriebswirtschaft wie der Volkswirtschaft. Die technischen Innovationen von morgen wachsen auf den gesicherten Erkenntnissen der Normung von heute. Wissenstransfer und weltweiter Handel vollziehen sich in den durch Normen vorgezeichneten Bahnen.

Normen entstehen im Konsens, daher gibt es keine Dissonanzen. Normen spiegeln den Stand der Technik. [...] Normung ist die Harmonielehre von Wirtschaft, Wissenschaft und Technik, für Handel, Handwerk und Industrie. Selbst die Normung unterliegt gewissen Trends. In erster Linie ist dies eine Frage technischer und wirtschaftlicher Entwicklungen: Normung ist integraler Bestandteil des Wirtschaftslebens und des technischen Fortschritts. Normung lebt. Normen entwickeln sich weiter wie die sie umgebenden Lebensbedingungen auch. Und sie wirken auf diese zurück. Normen schützen und geben Sicherheit. Und sie erleichtern das tägliche Leben: zu Hause, bei der Arbeit, unterwegs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung beleuchtet die Unvermeidbarkeit von Werten und Normen im menschlichen Zusammenleben und den daraus resultierenden Zusammenhang mit gesellschaftlichem Wandel.

2. Definitionen: In diesem Kapitel werden zentrale Begriffe wie Wert, Norm, Moral, Sozialisation und Nihilismus soziologisch fundiert erläutert und voneinander abgegrenzt.

3. Unterschiede zwischen Norm und Wert: Die Ausführungen verdeutlichen den differenzierten Wirkungskreis von Werten als zentrale Zielvorstellungen und Normen als verhaltensleitende, situative Kriterien.

4. Normen und Werte einer Gesellschaft: Hier wird die Bedeutung von Wertesystemen für die Integrität von Sozialsystemen sowie die Herausforderung durch Inklusion und Exklusion in multikulturellen Gesellschaften diskutiert.

5. Brauchen Menschen Gesetze?: Dieses Kapitel analysiert die Notwendigkeit einer Rechtsordnung als Bedingung für ein friedliches Zusammenleben und unterscheidet dabei zwischen verschiedenen Arten von Recht.

6. Geschichte: Eine Betrachtung des Wandels von Wertorientierungen und der Einfluss einflussreicher Denker auf die Moralphilosophie, unter Berücksichtigung historischer Epochen.

7. Was sind Menschenrechte?: Das Kapitel definiert den universellen Anspruch von Menschenrechten als Schutzraum für das Individuum gegenüber staatlichen Eingriffen.

8. Schlussbemerkung: Die Zusammenfassung betont erneut, dass eine Gesellschaft ohne normative Leitplanken unmöglich ist und die Soziale Arbeit als normative Wissenschaft hier eine besondere Verantwortung trägt.

Schlüsselwörter

Werte, Normen, Gesetze, Gesellschaft, Sozialisation, Moral, Recht, Rechtsordnung, Wertewandel, Sozialkontrolle, Menschenrechte, Ethik, Soziologie, Inklusion, Gemeinschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob und warum ein Leben ohne Werte, Normen und Gesetze in einer menschlichen Gesellschaft nicht möglich ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den soziologischen Definitionen von Norm und Wert, der rechtlichen Bedeutung von Gesetzen, dem historischen Wertewandel sowie der Rolle der Menschenrechte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Notwendigkeit ordnungsstiftender Strukturen für das menschliche Zusammenleben darzulegen und den Zusammenhang zwischen individuellem Handeln und gesellschaftlicher Stabilität aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer und pädagogischer Grundlagen sowie Literaturanalysen ethischer Ansätze und historischer Entwicklungen.

Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Begriffsbestimmung, die Analyse von Rechtssystemen, die historische Entwicklung von Wertesystemen sowie die philosophische Einordnung durch Denker wie Kant oder Kohlberg.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Wert, Norm, Gesetz, Sozialisation, Moral, Rechtssicherheit und Gesellschaftsordnung geprägt.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen Recht und Gesetz?

Das Werk verdeutlicht, dass Gesetze lediglich eine Teilmenge des Rechts darstellen und dass eine Rechtsordnung gerechte, nützliche und verlässliche Strukturen schaffen soll, statt nur formalen Vorschriften zu folgen.

Welche Bedeutung hat der historische Kontext für die Werte der Gesellschaft?

Die Autorin zeigt auf, dass Werte kein statisches Konstrukt sind, sondern sich durch soziale, ökonomische und politische Veränderungen – etwa durch die Industrialisierung oder die Studentenbewegung der 68er – kontinuierlich wandeln.

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Details

Title
Ist ein Leben ohne Werte, Normen und Gesetze möglich?
College
University of Education Weingarten
Course
Recht in der Gesellschaft
Author
Nicole Wegmann (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V118764
ISBN (eBook)
9783640221134
ISBN (Book)
9783640223183
Language
German
Tags
Leben Werte Normen Gesetze Recht Gesellschaft Soziale Arbeit Sozialpädagogik Individuum Gruppe Soziologie Sozialarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Wegmann (Author), 2006, Ist ein Leben ohne Werte, Normen und Gesetze möglich?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118764
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