The seminar paper „Challenges of international governance – Chances and limits of nongovernmental
actors (NGOs) in democratizing international politics” deals with the role of
NGOs in international politics. Based on the assumption that the possibilities for NGOs to
influence international politics have increased since the 1990s, the paper aims at providing an
overview of chances and limits of the abilities of NGOs to democratize the global system of
governance.
Due to the phenomenom of political globalization and the changes it brings in international
politics, the transformation of national sovereignity presents new challenges for democratic
participation in transnational political organizations. NGOs play an ambivalent role in
possible solutions to the democratic deficit of international politics: on the one hand, they are
perceived as being a guarantor of democratization in international relations; on the other hand,
NGOs suffer from numerous democratic weaknesses themselves and are subject to various
scientific doubts and criticisms.
By giving an overview over the most prominent voices in the ongoing debate about the role of
NGOs in international politics, the paper concludes with a critical stock-taking of present
NGO activity and a positive outlook on the future.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsdefinitionen
- Globalisierung
- Non-Governmental Organisation (NGO)
- Politik der Globalisierung und internationales Regieren
- Politische Globalisierung
- Spezifika des internationalen Regierens
- Demokratisierung internationalen Regierens
- Neue globale Demokratiemodelle
- Möglichkeiten und Grenzen internationaler NGOs
- Global Governance, deliberative Demokratie und die Rolle der Zivilgesellschaft
- Potenziale und Limits der NGOs
- Bestandsaufnahme
- Einflussmöglichkeiten von NGOs anhand eines Fallbeispiels
- Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit untersucht die Rolle von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in der internationalen Politik und analysiert, ob sie eine plausible Möglichkeit zur Demokratisierung internationalen Regierens darstellen. Die Arbeit geht davon aus, dass NGOs aufgrund ihrer Repräsentationsfunktion der Bevölkerung und ihrer öffentlichkeitswirksamen Kontrolle der staatlichen Akteure in der internationalen Politik zu einer Demokratisierung der Internationalen Beziehungen beitragen können.
- Politische Globalisierung und ihre Auswirkungen auf die parlamentarische Demokratie
- Möglichkeiten und Grenzen von NGOs in der internationalen Politik
- Einfluss von NGOs auf politische Prozesse
- Demokratisierung des internationalen Regierens
- Bedeutung von NGOs für die Zivilgesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problematik der Demokratisierung internationaler Politik im Kontext des Modells der deliberativen Demokratie vor. Sie zeigt die wachsende Bedeutung von NGOs als Akteure in der internationalen Politik und die Notwendigkeit einer kritischen Betrachtung ihrer Rolle in der Demokratisierung. Kapitel 2 definiert die Begriffe Globalisierung und NGO und erläutert ihre Bedeutung im Kontext der Arbeit.
Kapitel 3 beschäftigt sich mit der Politik der Globalisierung und den Spezifika des internationalen Regierens. Es untersucht die Herausforderungen, die sich durch die politische Globalisierung für die Demokratisierung ergeben. Kapitel 4 analysiert die Möglichkeiten und Grenzen von NGOs in der Demokratisierung internationalen Regierens. Es setzt sich mit verschiedenen Modellen der globalen Demokratie und den Potenzialen und Limits von NGOs auseinander.
Kapitel 5 stellt eine Bestandsaufnahme der Einflussmöglichkeiten von NGOs anhand eines Fallbeispiels dar. Es beleuchtet die konkreten Möglichkeiten von NGOs, politische Prozesse im internationalen Rahmen zu beeinflussen. Das Kapitel 6 fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und zieht ein Fazit.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen politische Globalisierung, internationale Politik, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Demokratisierung, deliberative Demokratie, Global Governance, Zivilgesellschaft, Einflussmöglichkeiten, Fallbeispiel.
Häufig gestellte Fragen
Welche Rolle spielen NGOs in der internationalen Politik?
Nichtregierungsorganisationen (NGOs) fungieren als Repräsentanten der Zivilgesellschaft und üben eine Kontrollfunktion gegenüber staatlichen Akteuren in globalen Entscheidungsprozessen aus.
Können NGOs das internationale Regieren demokratisieren?
Ja, indem sie Transparenz schaffen, marginalisierte Interessen vertreten und die öffentliche Debatte fördern, was dem 'Demokratiedefizit' internationaler Organisationen entgegenwirkt.
Was sind die demokratischen Schwächen von NGOs?
Kritiker bemängeln oft eine fehlende formale Legitimation, Intransparenz in der Finanzierung und die Tatsache, dass NGOs gegenüber niemandem rechenschaftspflichtig sind (außer ihren Spendern).
Was bedeutet 'deliberative Demokratie' im globalen Kontext?
Es ist ein Modell, bei dem politische Entscheidungen durch öffentlichen Diskurs und Argumentation statt nur durch Machtverhältnisse legitimiert werden – ein Prozess, an dem NGOs aktiv teilnehmen.
Wie beeinflusst die politische Globalisierung die nationale Souveränität?
Entscheidungen werden zunehmend in transnationalen Organisationen getroffen, wodurch nationale Parlamente an Einfluss verlieren, was neue Formen der Bürgerbeteiligung erforderlich macht.
Bieten NGOs eine Lösung für das Demokratiedefizit?
Die Arbeit sieht NGOs als ambivalent: Sie sind Garanten für Demokratisierung, müssen aber selbst ihre eigenen Strukturen demokratischer gestalten, um glaubwürdig zu bleiben.
- Quote paper
- Mirjam Rohloff (Author), 2008, Herausforderungen des internationalen Regierens - Möglichkeiten und Grenzen einer Demokratisierung internationaler Politik durch nichtsstaatliche Akteure (NGOs), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118523