Diese Arbeit erklärt dem Leser, welche Auswirkungen rationales Verhalten Einzelner auf eine ganze Gruppe,
beziehungsweise auf eine gesamte Wirtschaft haben kann.
Theoretische Erklärung in Fachsprache werden durch leicht verständliche und alltägliche Beispiele verständlich dargestellt.
Außerdem werden verwendete Fachbegriffe geklärt, Olsons Theorie nahstehende Denkmuster ebenfalls erläutert
und schlussendlich die Lehre Olsons kritisch betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung:
- Klärung wichtiger Begriffe:
- empirisch
- Verhaltensmaxime
- Rationalität
- Kollektiv-/ Gemein-/ öffentliches Gut
- latent
- Partikularinteresse
- Makroebene
- Mikroebene
- Trittbrettfahrer
- Die Logik des kollektiven Handelns- das Problem der Gruppengröße
- Grundtypen der Gruppen
- Privilegierte Gruppen
- Mittelgroße Gruppen
- Latente Gruppen
- Selektive Anreize
- Theorie des Nebenprodukts
- Kritik an der Theorie
- Fazit
- Quellen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit erläutert die „Logik des kollektiven Handelns“ von Mancur Olson. Sie geht auf den Zusammenhang zwischen Gruppengröße und dem Durchsetzungsgrad von Gruppen ein und zeigt Möglichkeiten auf, „Trittbrettfahrer“ in einer Gruppe zu vermeiden und neue Mitglieder anzuwerben. Außerdem wird Kritik an Olsons Theorie diskutiert.
- Die Theorie des kollektiven Handelns und die Bedeutung der Gruppengröße
- Das Problem der „Trittbrettfahrer“ und die Rolle von selektiven Anreizen
- Die Anwendung des Rational-Choice Modells auf die Gruppenbildung
- Kritik an der Theorie des kollektiven Handelns
- Zusammenhang zwischen Individual- und Gruppeninteressen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in die „Traditionelle Theorie der Gruppen“ ein, die den Menschen als Herdenwesen mit „Beitrittsinstinkt“ beschreibt. Im Gegensatz dazu entwickelt Olson die „Logik des kollektiven Handelns“, die auf Basis des Rational-Choice Modells und des homo oeconomicus die Beziehung zwischen Gruppengröße und dem Durchsetzungsgrad einer Gruppe untersucht.
- Klärung wichtiger Begriffe: Dieses Kapitel definiert wichtige Begriffe wie „empirisch“, „Verhaltensmaxime“, „Rationalität“, „Kollektivgut“, „latent“, „Partikularinteresse“ und erläutert die Analyseebenen „Makroebene“, „Mesoebene“ und „Mikroebene“.
- Trittbrettfahrer: Hier wird das Konzept des „Trittbrettfahrers“ eingeführt. Dieser profitiert von Kollektivgütern, ohne selbst etwas beizutragen. Das Rational-Choice Modell erklärt das Verhalten des „Trittbrettfahrers“ durch die Maximierung des Nutzens und die Minimierung der Kosten.
- Die Logik des kollektiven Handelns- das Problem der Gruppengröße: Dieses Kapitel behandelt die Gruppengröße als entscheidenden Faktor für das kollektive Handeln. Olson unterscheidet zwischen exklusiven und inklusiven Gruppen. Exklusive Gruppen sind marktorientiert und halten die Mitgliederzahl klein, während inklusive Gruppen nicht marktorientiert sind und viele Mitglieder anstreben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt zentrale Themen wie kollektives Handeln, Gruppengröße, „Trittbrettfahrer“, Rational-Choice Modell, homo oeconomicus, selektive Anreize, Kollektivgüter, Partikularinteressen und die unterschiedlichen Analyseebenen der Sozialwissenschaften.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Kernproblem der Gruppengröße laut Mancur Olson?
Laut Olson ist die Gruppengröße entscheidend für die Fähigkeit zum kollektiven Handeln. In großen Gruppen ist der Anreiz für den Einzelnen geringer, zum Gemeingut beizutragen, da sein individueller Beitrag kaum ins Gewicht fällt.
Was versteht man unter dem Trittbrettfahrer-Problem?
Trittbrettfahrer sind Individuen, die von einem Kollektivgut profitieren, ohne sich an den Kosten oder der Bereitstellung zu beteiligen. Das Rational-Choice-Modell erklärt dies durch die Maximierung des persönlichen Nutzens.
Welche Rolle spielen selektive Anreize in Olsons Theorie?
Selektive Anreize sind Belohnungen oder Bestrafungen, die nur denjenigen Mitgliedern einer Gruppe zuteilwerden, die zum kollektiven Handeln beitragen. Sie dienen dazu, das Trittbrettfahrer-Problem in latenten Gruppen zu überwinden.
Was ist der Unterschied zwischen privilegierten und latenten Gruppen?
In privilegierten Gruppen hat mindestens ein Mitglied einen so hohen Nutzen am Kollektivgut, dass es dieses auch allein bereitstellt. Latente Gruppen sind so groß, dass ohne selektive Anreize kein kollektives Handeln zustande kommt.
Was besagt die Theorie des Nebenprodukts?
Diese Theorie besagt, dass große Organisationen oft kollektive Güter als "Nebenprodukt" bereitstellen, während ihr eigentlicher Zweck die Bereitstellung privater Güter für ihre Mitglieder ist, um deren Teilnahme zu sichern.
Wie wird Olsons Theorie des kollektiven Handelns kritisiert?
Kritiker bemängeln oft die rein ökonomische Sichtweise des Menschen (homo oeconomicus) und weisen darauf hin, dass auch soziale Normen, Moral und Altruismus das Handeln in Gruppen beeinflussen können.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Die Logik des kollektiven Handelns, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1184695