Die Zahl und der Umfang internationaler Klimaschutzpläner steigen spätestens seit dem 21. Jahrhundert stetig. Diese Entwicklung korreliert mit dem Zunehmen der immer stärker auftretenden Auswirkungen des Klimawandels. Der Weltklimarat "Intergovernmental Panel on Climate Change“ (IPCC) betont dabei, dass der Klimawandel vor allem auf den menschlichen Einfluss auf das Klimasystem zurückzuführen ist und multidimensionale Schäden hervorrufen wird, sollte das 1,5 °C Ziel nicht eingehalten werden. Auch das Wirtschaftssystem steht aufgrund von volkswirtschaftlichen Schäden von bis zu 20 Prozent des Bruttosozialprodukts, vor großen Herausforderungen. Auf politischer Ebene gilt es außerdem Strategien zu erarbeiten, um Entwicklungspfade in eine nachhaltige Richtung zu lenken. Um sowohl die ökonomische, als auch die ökologische Krise zu überwinden, hat die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den "European Green Deal" als Wegweiser und als Maßnahmenplan für eine nachhaltige Europäische Wirtschaft initiiert. Der EGD hat dabei vor allem das Ziel ökonomische Wachstumsstrategien und Klimaschutzmaßnahmen in einen, sich gegenseitig verstärkenden, Einklang zu bringen.
Im Rahmen dieser Arbeit soll analysiert werden, inwieweit die Maßnahmen des European Green Deal wirklich umsetzbar sind und wie wirksam sie sein können. Dazu wird der EGD zunächst in einer historischen Kontextualisierung mit anderen internationalen Klimaschutzplänen verglichen. Daraufhin werden Unterschiede und die daraus resultierenden Chancen und Risiken des EGD für die Europäische Union, als auch für die globale Weltgemeinschaft, beleuchtet. Anschließend können erste Bewertungen der Maßnahmen anhand des EGD als Post-Corona Konjunkturprogramm vorgenommen werden. Die Ergebnisse dieser Analyse werden in policy conclusions zusammengefasst und für einen Ausblick für weitere Klimaschutzpläne verwendet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der „European Green Deal"
- Der EGD in einer historischen Kontextualisierung
- Die Kyoto-Protokolle
- Das Pariser Klimaabkommen
- Die Komplexität supranationaler Klimaschutzverträge
- Eine Grüne Wachstumstheorie
- Der EGD als Wirtschaftsstrategie des Grünes Wachstums
- Abschließende Gesamtbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem "European Green Deal" (EGD) und analysiert seine Zielsetzung, Umsetzungsmöglichkeiten und Herausforderungen.
- Der EGD als strategisches Instrument für nachhaltiges Wachstum und Klimaschutz
- Die historische Einordnung des EGD im Kontext internationaler Klimaschutzabkommen
- Die komplexen Herausforderungen der Umsetzung des EGD auf supranationaler Ebene
- Die Rolle des EGD als Wirtschaftsstrategie des "Grünen Wachstums"
- Die Chancen und Risiken des EGD für die Europäische Union
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung stellt den "European Green Deal" (EGD) vor und beschreibt die Relevanz des Themas.
- Der „European Green Deal": Dieses Kapitel erläutert die Ziele und Eckpunkte des EGD, der als ambitioniertes Programm zur nachhaltigen Transformation der EU-Wirtschaft dient.
- Der EGD in einer historischen Kontextualisierung: Dieses Kapitel setzt den EGD in den Kontext der internationalen Klimaschutzpolitik, indem es die Kyoto-Protokolle und das Pariser Klimaabkommen analysiert.
- Die Komplexität supranationaler Klimaschutzverträge: Dieses Kapitel beleuchtet die Herausforderungen bei der Umsetzung von supranationalen Klimaschutzverträgen und die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit.
- Eine Grüne Wachstumstheorie: Dieses Kapitel erörtert die konzeptionellen Grundlagen einer "Grünen Wachstumstheorie" und deren Bedeutung für die Umsetzung des EGD.
- Der EGD als Wirtschaftsstrategie des Grünes Wachstums: Dieses Kapitel betrachtet den EGD als Wirtschaftsstrategie, die auf nachhaltiges Wachstum und eine ökologische Transformation der Wirtschaft abzielt.
Schlüsselwörter
European Green Deal, Klimaschutz, nachhaltiges Wachstum, Grüne Wachstumstheorie, Wirtschaftsstrategie, supranationale Zusammenarbeit, Kyoto-Protokolle, Pariser Klimaabkommen, EU-Politik.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptziel des European Green Deal (EGD)?
Der EGD strebt an, die EU bis 2050 klimaneutral zu machen und wirtschaftliches Wachstum von der Ressourcennutzung zu entkoppeln.
Wie unterscheidet sich der EGD vom Pariser Klimaabkommen?
Während das Pariser Abkommen globale Ziele setzt, ist der EGD ein konkreter Maßnahmenplan der EU, der Klimaschutz direkt mit einer neuen Wirtschaftsstrategie verknüpft.
Was versteht man unter "Grünem Wachstum"?
Es ist die Theorie, dass ökologische Transformation und wirtschaftlicher Wohlstand kein Widerspruch sind, sondern sich durch Innovationen gegenseitig verstärken können.
Welche Risiken birgt der European Green Deal?
Herausforderungen liegen in der sozialen Verträglichkeit des Wandels, der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und der komplexen Umsetzung auf supranationaler Ebene.
Welche Rolle spielt der EGD als Post-Corona-Konjunkturprogramm?
Die EU nutzt die Wiederaufbaumittel nach der Pandemie gezielt, um Investitionen in grüne Technologien und nachhaltige Infrastruktur zu lenken.
- Quote paper
- Virginia Pillmann (Author), 2021, Inhalt, Chance und Risiko des "European Green Deal". Inwiefern lassen sich die Ziele des EGD umfassend umsetzen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1183214