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Trauerbegleitung bei Kindern. Rolle von Erzieher/-innen im Trauerprozess

Titel: Trauerbegleitung bei Kindern. Rolle von Erzieher/-innen im Trauerprozess

Bachelorarbeit , 2020 , 61 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ines Schulz (Autor:in)

Pädagogik - Sozialpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Trauer jüngerer Kinder, speziell aber mit Kindern, die einen Elternteil verloren haben. Dieser Verlust stellt ein erschütterndes Erlebnis dar und ist eine Überforderung ihrer Gefühle. Es soll aufgezeigt werden, wie Kinder der Altersstufe von etwa 3-6 Jahren trauern, welches Todeskonzept und welche Vorstellung vom Tod sie haben, welche Trauerphasen sie durchlaufen und vor allem auch, wie sie sie durchlaufen. Und es soll aufgezeigt werden, dass die Begleitung von Kindern, die trauern, essentiell wichtig ist, um die Folgen nicht bewältigter Trauer zu vermeiden. Hierfür wird zunächst auf die Bedeutung der Eltern-Kind-Bindung eingegangen.

Im weiteren Verlauf wird aufgezeigt, wie entscheidend die Art der Kommunikation mit dem trauernden Kind ist und dass es absolut notwendig ist, die zu bewältigenden Traueraufgaben der kognitiven, personalen, sozialen und emotionalen Entwicklung des Kindes gemäß zu sehen und dahingehend zu modifizieren. Die Bachelorarbeit wird durch Literaturanalyse aufzeigen, dass bei Kindern die Trauerprozesse nicht kontinuierlich ablaufen, die Trauer sozusagen in Schüben kommt, sie „auf Raten „ trauern. Erzieher – darauf geht die Bachelorarbeit des Weiteren ein - müssen eine Art Spagat leisten – auf der einen Seite dem trauernden Kind (und auch den anderen Kindern der Einrichtung) Normalität und Alltag bieten und auf der anderen Seite die Trauerreaktionen des Kindes rechtzeitig erkennen und das Kind pädagogisch begleiten.

Kinder trauern anders als Erwachsene – können dann die gängigen Trauermodelle angewendet werden? Auch hierauf geht die Bachelorarbeit ein. Gleichzeitig werden Wege aufgezeigt, wie gute pädagogische Unterstützung dennoch gelingen kann. Die Bachelorarbeit wird deutlich machen, dass berufliches Handeln nur dann professionell gestaltet und reflektiert werden kann, wenn eine persönliche Auseinandersetzung mit Tod und Trauer stattgefunden hat. Dies gilt sowohl für den verbliebenen Elternteil des Kindes (bzw. seine familiären Bezugspersonen) als auch für die pädagogischen Fachkräfte der Einrichtung die das Kind besucht. Hier nun wieder stellt die Bachelorarbeit die Frage, ob ein Erzieher bereits in seiner Ausbildung genügend Hintergrundwissen erlangen kann für einen einfühlsamen Umgang in der Begleitung von trauernden Kindern. Um dies etwas genauer beurteilen zu können, wird am Ende der Bachelorarbeit eine Umfrage unter Erziehern ausgewertet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Motivation zur Themenauswahl

2. Einführung

2.1. Definition Trauer

3. Trauer von Kindern

3.1. Bindungstheorie

3.2. Das Todeskonzept des Kindes in verschiedenen Alters- und Entwicklungsstufen

3.3. Phasen der Trauer

3.4. Trauerprozess von Kindern

3.5. Komplizierte Trauer

3.6. Begleitung trauernder Kinder

3.7. Angebote für betroffene Kinder

4. Umfrage unter Erziehern zum Thema „Trauer bei Kindern“

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht die Rolle von Erziehern bei der Trauerbegleitung von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren, die einen Elternteil verloren haben, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte Kinder in dieser Ausnahmesituation professionell unterstützen können.

  • Die kindliche Trauer im Alter von 3 bis 6 Jahren und deren Besonderheiten im Vergleich zu Erwachsenen
  • Der Einfluss der Bindungstheorie auf die kindliche Trauerbewältigung
  • Die notwendige Auseinandersetzung des pädagogischen Personals mit dem Thema Tod und Trauer
  • Herausforderungen im pädagogischen Alltag bei der Begleitung trauernder Kinder
  • Analyse der Ausbildungssituation von Erziehern hinsichtlich der Vorbereitung auf das Thema Trauer

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Kinder im Alter von 2 bis 4 Jahren

Kinder von zwei bis vier Jahren verfügen noch nicht über die Fähigkeit empathisch auf ihre Umwelt zu reagieren und können eigene Vorstellungen noch nicht klar von der äußeren Realität abgrenzen. Kinder in diesem Alter sind komplett ichbezogen, erleben sich selbst als den Mittelpunkt ihres Lebens. Diese Phase wird als „Egozentrismus“ bezeichnet. Kinder in diesem Alter haben die Erwartung, dass ein jeder das gleiche denkt, hört, fühlt, liebt und ablehnt wie sie selbst. Die weitreichenden Folgen des Todes können Sie noch nicht erfassen, für sie bleibt demnach der Tod reversibel. Mit der Herausbildung des magischen Denkens und der Allmachtsfantasien versuchen die Kinder nun auf die Wirklichkeit, die Realität einzuwirken. Mit Hilfe von Gespenstern, Hexen und Zauberern erhoffen sie sich den Tod zu besiegen, und geliebte Menschen oder Dinge zurück zu bekommen. Diese Fantasien geben dem Kind ein Gefühl von Macht und Stärke können aber gleichzeitig Angst und Schuldgefühle hervorrufen, da sie sich als Verantwortlicher des Geschehens sehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas angesichts der hohen Zahl an Waisenkindern in Deutschland und begründet die Notwendigkeit professioneller Begleitung durch Erzieher.

2. Einführung: Dieses Kapitel definiert den Trauerbegriff, beleuchtet den aktuellen gesellschaftlichen Umgang mit Tod und Trauer sowie die Unterscheidung zwischen gesunder und gestörter Trauer.

3. Trauer von Kindern: Hier werden die theoretischen Grundlagen der kindlichen Trauer, insbesondere Todeskonzepte und Phasenmodelle, auf die Altersstufe von drei bis sechs Jahren bezogen.

4. Umfrage unter Erziehern zum Thema „Trauer bei Kindern“: Dieses Kapitel wertet die Ergebnisse einer Umfrage unter 50 Erziehern aus, die zeigt, dass sich die Mehrheit durch die Ausbildung nicht ausreichend auf das Thema vorbereitet fühlt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont erneut die Dringlichkeit, das Thema Tod und Trauer stärker in die pädagogische Ausbildung zu integrieren.

Schlüsselwörter

Trauerbegleitung, Kindheit, Erzieher, Todeskonzept, Bindungstheorie, Trauerphasen, Kindertagesstätte, Trauerarbeit, kindliche Entwicklung, Pädagogik, Verlust, Sterben, Ressourcenorientierung, Professionalität, Ausbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit der Rolle von Erziehern bei der Trauerbegleitung von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren, die einen Elternteil verloren haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören das kindliche Verständnis von Tod und Sterben, die Bindungstheorie, verschiedene Trauermodelle, die Rolle der pädagogischen Fachkraft sowie die Ausbildungssituation von Erziehern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Erzieher trotz eigener Betroffenheit oder Unsicherheit professionell und ressourcenorientiert mit trauernden Kindern arbeiten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zum Thema kindliche Trauer sowie einer empirischen Erhebung in Form einer Befragung von Erziehern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Aspekte zur kindlichen Trauer, die verschiedenen Traueraufgaben von Kindern, die Unterstützungsmöglichkeiten im Kindergarten sowie die Auswertung der Umfrage zur Ausbildungsvorbereitung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind: Trauerbegleitung, Kindheit, Erzieher, Todeskonzept, Bindungstheorie, Trauerphasen, kindliche Entwicklung und Trauerarbeit.

Warum ist das Thema gerade für Erzieher so relevant?

Da Kinder in Deutschland tagsüber viele Stunden in Kindertagesstätten betreut werden, sind Erzieher oft die primären Begleiter in Krisensituationen, für die sie laut Umfrageergebnissen kaum ausgebildet wurden.

Welche Rolle spielt die persönliche Auseinandersetzung des Erziehers mit dem Tod?

Die Autorin betont, dass eine professionelle Trauerbegleitung nur möglich ist, wenn der Erzieher sich persönlich mit Tod und Trauer auseinandergesetzt hat, um nicht die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.

Ende der Leseprobe aus 61 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Trauerbegleitung bei Kindern. Rolle von Erzieher/-innen im Trauerprozess
Hochschule
Fachhochschule des Mittelstands  (staatlich anerkannte, private FHM)
Note
2,0
Autor
Ines Schulz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
61
Katalognummer
V1181200
ISBN (eBook)
9783346605603
ISBN (Buch)
9783346605610
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erzieher Rolle Trauer Tod Kita Begleitung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ines Schulz (Autor:in), 2020, Trauerbegleitung bei Kindern. Rolle von Erzieher/-innen im Trauerprozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1181200
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Leseprobe aus  61  Seiten
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