Die Zeiten, in denen ein Wirtschaftsunternehmen sich seines Kundenstamms in einem relativ abgeschotteten Markt sicher sein konnte, scheinen der Vergangenheit anzugehören. Die Marktführer von einst mit ihren unverkennbaren Profilen sind in der Zeit der wachsenden, globalisierten Märkte austauschbar, vergleichbar und beliebig geworden. Eine Vielzahl von immer schwerer zu unterscheidenden Unternehmen konkurriert um die Gunst der Konsumenten. So reicht es heute nicht mehr aus der modernen Hausfrau zum Jahresende den praktischen Küchenkalender mit den neuesten Backtrends in die Einkaufstasche zu stecken und darauf zu hoffen, dass dies die Grundlage dafür schaffe, dass sie auch im nächsten Jahr zu den zufriedenen wiederkehrenden Kunden gehört. Der Konsument von heute ist den unterschiedlichsten Reizen ausgesetzt und Unternehmen, so scheint es, verschwinden heute ebenso schnell wieder vom Markt, wie sie erschienen sind. Beklagte man in den 70er Jahren noch das Aussterben der so genannten Tante-Emma-Läden, so erreicht dieser Trend in der Zwischenzeit auch die damals favorisierten Fach- und Supermärkte. Als das Sterben der kleinen Händler begann, wurde es modern den mündigen Kunden in die Unabhängigkeit zu entlassen und ihn für die großflächigen Waren- und Konsumtempel mit der größeren und vielfältigeren Auswahl zu begeistern. Die vermeintlichen Stärken von damals reichen heute jedoch nicht mehr aus, um mit den unzähligen Anbietern aus anderen Märkten mitzuhalten.
Der Kunde hat erneut begonnen sich anderweitig zu orientieren. Jetzt, da Handlungsbeziehungen immer austauschbarer geworden sind, wird es für die Anbieter von Waren und/oder Dienstleistungen umso wichtiger den Kunden von den eigenen Leistungen zu überzeugen. Um dies zu erreichen, muss er jedoch Mittel und Wege finden den Kunden an sein Unternehmen zu binden, damit dieser sich auch bei künftigen Kaufentscheidungen immer wieder für sein Unternehmen entscheidet. Die Kundenzufriedenheit, die sich darin ausdrückt, dass ein Kunde wiederkehrt, zeigt letztlich, ob das gewählte Mittel zur Kundenbindung erfolgreich war.
In dieser Hausarbeit möchte ich aus der Vielzahl von Rabattkarten, Mitgliedschaften und Bonusprogrammen zwei Ideen zur Kundenbindung vorstellen und versuchen aufzuzeigen, wie diese zu einer Kundenzufriedenheit führen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Darstellung verschiedener Ideen zur Kundenbindung
- "PAYBACK"
- Studie von stern TrendProfile
- Club Bertelsmann
- Studie von Focus online Communications Network
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit dem Thema der Kundenbindung im Kontext des modernen, globalisierten Marktes. Sie analysiert ausgewählte Ideen zur Kundenbindung, insbesondere Rabattkarten und Bonusprogramme, und untersucht deren Beitrag zur Kundenzufriedenheit.
- Entwicklung der Kundenbindung im Wandel des Marktes
- Analyse von Rabattkarten und Bonusprogrammen als Mittel zur Kundenbindung
- Beurteilung des Einflusses von Kundenbindungsprogrammen auf die Kundenzufriedenheit
- Vergleich verschiedener Ansätze zur Kundenbindung
- Bewertung der Nachhaltigkeit und Effektivität von Kundenbindungsstrategien
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Kundenbindung in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt und stellt die Relevanz von Kundenzufriedenheit heraus. Die Arbeit stellt anschließend zwei Ideen zur Kundenbindung vor: "PAYBACK" und die Ergebnisse einer Studie von stern TrendProfile. Im Fokus stehen dabei die Funktionsweise, die Zielsetzung und die Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit. Weitere Ansätze wie der Club Bertelsmann und eine Studie von Focus online Communications Network werden ebenfalls kurz vorgestellt. Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beleuchtet die Bedeutung von Kundenbindung für den Unternehmenserfolg.
Schlüsselwörter
Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Rabattkarten, Bonusprogramme, "PAYBACK", stern TrendProfile, Club Bertelsmann, Focus online Communications Network, Marktforschung, Konsumentenverhalten, Marketingstrategien
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Kundenbindung heute wichtiger als früher?
In globalisierten Märkten sind Produkte und Dienstleistungen austauschbarer geworden. Unternehmen müssen aktiv um die Gunst der Konsumenten werben, um in der Vielzahl der Anbieter zu bestehen.
Was ist das Ziel von Bonusprogrammen wie PAYBACK?
Ziel ist es, den Kunden durch Anreize wie Rabatte oder Punkte an das Unternehmen zu binden, sodass dieser bei künftigen Kaufentscheidungen erneut das gleiche Unternehmen wählt.
Wie hängen Kundenzufriedenheit und Kundenbindung zusammen?
Kundenzufriedenheit ist die Voraussetzung für Kundenbindung. Ein zufriedener Kunde kehrt eher zurück, was den Erfolg der gewählten Bindungsmaßnahme bestätigt.
Welche Beispiele für Kundenbindungssysteme werden in der Arbeit genannt?
Die Arbeit stellt unter anderem das PAYBACK-System, den Club Bertelsmann sowie Studien von stern TrendProfile und Focus online vor.
Was versteht man unter dem Trend des "Händlersterbens"?
Der Text beschreibt, dass nach den Tante-Emma-Läden nun auch Fach- und Supermärkte unter Druck geraten, da sie allein durch Größe und Auswahl nicht mehr gegen die globale Konkurrenz bestehen können.
Reicht ein einfacher Küchenkalender heute noch zur Kundenbindung aus?
Nein, die Arbeit argumentiert, dass traditionelle Aufmerksamkeiten in der modernen Reizüberflutung nicht mehr genügen, um eine langfristige Bindung aufzubauen.
- Quote paper
- Marcus Grän (Author), 2004, Aktionen zur Kundenbindung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118059