Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Filmproduktion. Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die politischen Rahmenbedingungen für deutsch-internationale Koproduktionen zu geben und herauszuarbeiten, wie sich diese gegenseitig beeinflussen. Dafür werden zunächst organisatorische, juristische und inhaltliche Aspekte internationaler Koproduktionen aufgezeigt und im Folgenden durch die Darstellung der gesetzlichen Maßnahmen und Vorgaben ergänzt. Im Hinblick auf aktuelle Entwicklungen im Bereich der deutschen Filmwirtschaft werden abschließend die so genannten filmpolitischen Anreizsysteme Großbritanniens, Frankreichs, Ungarns sowie Kanadas vorgestellt und mit dem Deutschen Filmförderfonds verglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Fragestellung
1.2. Inhaltliche und methodische Vorgehensweise
2. Internationale Koproduktionen
2.1. Begriffsbestimmung und Analyserahmen
2.2. System und Akteure der Filmwirtschaft
2.3. Begriffsbestimmung Filmproduktion
2.4. Begriffsbestimmung internationale Koproduktion
2.5. Historische Entwicklung deutsch-internationaler Koproduktionen
2.6. Gründe für internationale Koproduktionen
2.7. Organisatorische Aspekte internationaler Koproduktionen
2.8. Juristische Aspekte internationaler Koproduktionen
2.8.1 Koproduktionsgesellschaft
2.8.2. Koproduktionsgemeinschaft
2.8.3. Bruchteilsgemeinschaft
2.8.4. Joint Venture
2.8.5. Der Koproduktionsvertrag
2.9. Inhaltliche Aspekte internationaler Koproduktionen
2.10. Vor- und Nachteile internationaler Koproduktionen
2.10.1. Vorteile internationaler Koproduktionen
2.10.2. Nachteile internationaler Koproduktionen
2.11. Abgrenzung von Kinofilm-Koproduktionen und Fernseh-Koproduktionen
2.11.1. Koproduktionen mit öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten
2.11.2. Koproduktionen mit privaten Fernsehsendern
2.12. Zwischenergebnis: internationale Koproduktion
3. Politische Rahmenbedingungen in Deutschland
3.1. Filmförderung
3.1.1. Nationale Förderinstrumente
3.1.2. Internationale Förderinstrumente
3.2. Staatliche Abkommen
3.2.1. Allgemeine Ausrichtung von bilateralen Abkommen
3.2.2. Bilaterale Abkommen der deutschen Bundesregierung
3.2.3. Das Europäische Übereinkommen über die Gemeinschaftsproduktion von Kinofilmen
3.3. Der Medienerlass
3.3.1. Die Hintergründe des Medienerlasses
3.3.2. Steuerliche Annäherung an den Medienerlass
3.3.3. Die Behandlung internationaler Koproduktionen nach dem Erscheinen des Medienerlasses
3.3.4. Die Folgen für die internationale Koproduktion mit deutscher Beteiligung
3.4. Der Deutsche Filmförderfonds (DFFF)
3.4.1. Bestimmungen des Deutschen Filmförderfonds
3.4.2. Der DFFF und internationale Koproduktionen
3.5. Zwischenergebnis: Politische Rahmenbedingungen in Deutschland
4. Rahmenbedingungen in anderen Ländern
4.1. Großbritannien
4.2. Frankreich
4.3. Ungarn
4.4. Kanada
4.5. Vergleich bzw. Analyse der deutschen Rahmenbedingungen mit denen anderer Länder
4.6. Zwischenergebnis: Rahmenbedingungen in anderen Ländern
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die politischen Rahmenbedingungen für deutsch-internationale Filmkoproduktionen und untersucht deren gegenseitige Beeinflussung. Das Ziel ist es, organisatorische, juristische und inhaltliche Aspekte internationaler Koproduktionen darzustellen, die deutsche Situation im Kontext aktueller filmpolitischer Anreizsysteme zu analysieren und diese mit ausgewählten internationalen Modellen zu vergleichen.
- Grundlagen der internationalen Filmkoproduktion (Definitionen, Akteure, Gründe).
- Juristische und organisatorische Strukturen internationaler Filmprojekte.
- Analyse der politischen Rahmenbedingungen in Deutschland (Förderinstrumente, Abkommen, Medienerlass, DFFF).
- Vergleichende Untersuchung internationaler Anreizsysteme (Großbritannien, Frankreich, Ungarn, Kanada).
Auszug aus dem Buch
2.10. Vor- und Nachteile internationaler Koproduktionen
Auch wenn der gewählte Stoff für eine internationale Koproduktion geeignet scheint, gibt es zahlreiche andere Aspekte, die eine solche Produktion positiv oder negativ beeinflussen können.
„A co-production is not a one-night stand but rather more like a long-lasting marriage, and your choice of partner can make the difference between a happy marriage and a nightmarish union potentially ending in divorce. Unfortunatly, there are countless examples of co-production where the parties involved put each other through hell and back, vowing never to co-produce again. Hence, the key is to marry well … not often.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die internationale Zusammenarbeit bei Filmproduktionen ein, stellt die Forschungsfrage und erläutert die inhaltliche sowie methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Internationale Koproduktionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begriffe, historische Entwicklungen, organisatorische und juristische Aspekte sowie die Vor- und Nachteile von Koproduktionen definiert und abgegrenzt.
3. Politische Rahmenbedingungen in Deutschland: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung nationaler und internationaler Filmförderung, staatlicher Abkommen, steuerlicher Aspekte wie dem Medienerlass und die Analyse des Deutschen Filmförderfonds (DFFF).
4. Rahmenbedingungen in anderen Ländern: Dieses Kapitel vergleicht die deutschen Rahmenbedingungen mit den Anreizsystemen in Großbritannien, Frankreich, Ungarn und Kanada.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass deutsche Produzenten durch dauerhafte Maßnahmen und privates Kapital eine stabilere Basis für langfristige Planungen benötigen.
Schlüsselwörter
Filmproduktion, internationale Koproduktion, Filmförderung, Deutschland, politische Rahmenbedingungen, Medienrecht, Koproduktionsvertrag, DFFF, Filmförderungsanstalt, Steuern, Medienerlass, Filmwirtschaft, Filmfinanzierung, Standortwettbewerb, Anreizsysteme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für Filmkoproduktionen mit deutscher Beteiligung sowie deren Vor- und Nachteile im internationalen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Koproduktionen, den juristischen und organisatorischen Herausforderungen sowie der Analyse staatlicher Fördermechanismen und steuerlicher Bestimmungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, einen Überblick über die aktuellen politischen Bedingungen zu geben und herauszuarbeiten, wie sich diese auf deutsch-internationale Filmprojekte auswirken und im internationalen Wettbewerb positionieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Erkenntnisse der Arbeit beruhen auf einer systematischen Auswertung aktueller und grundlegender Fachveröffentlichungen, Literatur und Pressetexten bis zum September 2007.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Untersuchung der deutschen Fördersituation und einen abschließenden Vergleich mit Anreizmodellen aus Großbritannien, Frankreich, Ungarn und Kanada.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Filmförderung, Internationale Koproduktion, DFFF, Medienerlass, Filmfinanzierung und Standortwettbewerb.
Wie beeinflusst der Medienerlass internationale Koproduktionen?
Der Medienerlass führt zu einer steuerlichen Unsicherheit, da er häufig die Gründung von Betriebsstätten in beteiligten Ländern unterstellt, was für Produzenten komplizierte steuerliche Folgen nach sich zieht.
Wie schneidet Deutschland im internationalen Vergleich ab?
Deutschland schneidet durch Anreizsysteme wie den DFFF zwar wettbewerbsfähig ab, weist jedoch im Gegensatz zu anderen Ländern eine deutliche Schwachstelle bei der Planungssicherheit durch zeitliche und finanzielle Begrenzungen der Förderungen auf.
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- Michaela Braun (Author), 2007, Internationale Filmkoproduktionen. Politische Rahmenbedingungen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117919