Das Phänomen der Prokrastination, umgangssprachlich auch "Aufschieberitis" genannt, betrifft nur ca. 5 % der Bevölkerung nicht, respektive niemals. Alle anderen bewegen sich in einem Spektrum zwischen seltenem, häufigem und pathologischem Aufschieben unbeliebter Tätigkeiten zugunsten von angenehmeren Tätigkeiten. Leider plagt die ganze Zeit das schlechte Gewissen, sodass meist kein Genuss aufkommt. Die extremste Form der Prokrastination bedeutet für Betroffene allerdings eine starke Einschränkung ihres beruflichen Lebens und kann zu Depressionen führen. Hier werden die tieferen Gründe für ein solches Aufschiebe-Verhalten zusammengetragen und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Die beiden anderen Einsendeaufgaben beziehen sich auf das wichtige Thema Storytelling und Argumentationstechnik in Präsentationen und darauf, was der Lebensbereich "Arbeit" für uns Menschen psychologisch und sozial bedeutet.
Inhaltsverzeichnis
1 Aufgabe 1
1.1 Die soziale und psychische Funktion von Arbeit
1.2 Selbstmanagement
2 Aufgabe 2
2.1 Storytelling in Präsentationen
2.2 Argumentationsaufbau in Präsentationen
3 Aufgabe 3
3.1 Prokrastination - Theoretische Grundlagen und empirische Befunde
3.2 Was können Fernstudierende tun, die an „Aufschieberitis“ leiden?
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit befasst sich mit zentralen Herausforderungen des modernen Arbeitslebens und des Fernstudiums. Ziel ist es, psychologische Fundamente für effektives Selbstmanagement zu beleuchten, Methoden zur wirkungsvollen Präsentation darzulegen und Strategien gegen Prokrastination zu entwickeln.
- Soziale und psychologische Funktionen der Erwerbsarbeit
- Methoden des effektiven Selbstmanagements
- Storytelling als Werkzeug in Präsentationen
- Pyramidaler Argumentationsaufbau
- Ursachen und Bewältigungsstrategien bei Prokrastination
Auszug aus dem Buch
2.1 Storytelling in Präsentationen
Geschichten üben von jeher eine starke Faszination auf Menschen aus. Früher waren sie sowohl zur Unterhaltung an langen Abenden am Lagerfeuer als auch zur Weitergabe von wichtigen Informationen und Warnungen überlebenswichtig. Heutzutage wird die Technik des Geschichtenerzählens, mit deren Hilfe bestimmte Inhalte und Informationen an die Zuhörer vermittelt werden, „Storytelling“ genannt. Die durch diese Geschichten vermittelten Botschaften bleiben nachweislich länger im Gedächtnis als rein rational übermittelte Informationen, da sie auf unterbewussten Ebenen wirken (Schach, 2017, S. 5).
Nach der Systematisierung des Neurowissenschaftlers Gerhard Roth gibt es vier Persönlichkeitsebenen, die in bestimmten Arealen im menschlichen Gehirn bei Ansprache aktiviert werden(Roth, 2021, S. 49–52). Schulenburg hat diese auf drei Ebenen zusammengefasst: 1. die untere limbische vegetativ-affektive Ebene, die für unsere überlebenswichtigen Funktionen wie Atmen, Stoffwechsel aber auch für unser Sicherheitsgefühl zuständig ist; 2. die ebenfalls limbische emotional-motivatorische Ebene, zu der auch die Amygdala gehört, die unsere Emotionen steuert und emotionserzeugende Zusammenhänge abspeichert. Auch Lust und Unlust werden auf dieser Ebene entschieden. Bei Langeweile wird also weniger abgespeichert als bei Interesse; 3. Die kognitiv-sprachliche Ebene, in der unser Arbeitsgedächtnis sitzt, die Konzentration und Rationalität. Dieser Bereich ist sehr energieaufwendig, weswegen er schnell erschöpft.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Aufgabe 1: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Erwerbsarbeit für das menschliche Wohlbefinden und die Notwendigkeit von Selbstmanagementkompetenzen in einer stressigen Arbeitswelt.
2 Aufgabe 2: Hier werden Präsentationstechniken wie Storytelling und der pyramidale Argumentationsaufbau als Mittel zur gehirngerechten Informationsvermittlung analysiert.
3 Aufgabe 3: Das Kapitel widmet sich der Prokrastination, untersucht deren theoretische Ursachen und bietet praktische Ansätze für Fernstudierende zur Überwindung von Aufschiebeverhalten.
Schlüsselwörter
Selbstmanagement, Arbeit, Psychologie, Storytelling, Präsentation, Argumentation, Prokrastination, Motivation, Volition, Selbstwirksamkeit, Zeitmanagement, Fernstudium, Selbstregulation, Stressmanagement, Arbeitswelt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt wesentliche Kompetenzen des Selbstmanagements sowie Techniken zur erfolgreichen Wissensvermittlung und zur Überwindung von Leistungshemmnissen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der psychologischen Bedeutung von Arbeit, der Gestaltung überzeugender Präsentationen und den Ursachen sowie Strategien gegen Prokrastination.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, theoretisches Wissen aus der Arbeits- und Organisationspsychologie praxisorientiert auf die Herausforderungen im Berufsalltag und Fernstudium anzuwenden.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer Theorien, wie beispielsweise der Motivationspsychologie und der kognitiven Verhaltenstherapie.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei Aufgaben: die Analyse der Funktionen von Arbeit und Selbstmanagement, Präsentationstechniken (Storytelling/Pyramidenprinzip) und das Thema Prokrastination.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Selbstmanagement, Prokrastination, Storytelling, pyramidaler Argumentationsaufbau und psychische Gesundheit in der Arbeitswelt.
Warum ist Storytelling so effektiv für Präsentationen?
Storytelling spricht emotionale Gehirnebenen an, wodurch Informationen besser verankert werden und die Aufmerksamkeit der Zuhörer durch Dopaminausschüttung gesteigert wird.
Was können Fernstudierende konkret gegen Prokrastination tun?
Empfohlen werden Selbstbeobachtung durch ein Studiertagebuch, das Zerlegen von Aufgaben in kleine Schritte, klare Zeitplanung und positive Belohnungssysteme.
Welche Rolle spielt das Zürcher Ressourcen Modell?
Das ZRM dient als elaboriertes Modell zur Burnout-Prävention und unterstützt Individuen dabei, ihre Ziele zu verstehen und persönliche Ressourcen gezielt zu aktivieren.
Wie unterscheidet sich die pyramidale von der Trichterform?
Beim pyramidalen Prinzip steht die Kernaussage am Anfang, während die Trichterform die Botschaft erst am Ende herleitet.
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- Monika Miller (Autor:in), 2021, Prokrastination. Ursachen, Folgen und Bewältigungsstrategien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1175755