Mit dieser Studie habe ich mir vorgenommen, mich einem Thema anzunähern, das im Laufe des 20. Jahrhunderts ein wachsendes Interesse unter den sich mit Geistes-, Religions- und Wirtschaftsgeschichte befassenden Historikern gefunden hat. Die These von Max Weber über die protestantische Ethik und den Geist des Kapitalismus steckt wahrscheinlich immer noch viel zu tief in unserem Unbewussten, als dass sie für zukünftige Generationen ohne Bedauern fallen gelassen werden könnte. Auch wenn sie für viele Historiker immer noch ein wichtiger Anhaltspunkt bleibt, glaube ich, dass sie auf den neuesten Stand gebracht werden müsste, indem die Widersprüche aufgezeigt würden, die einigen ihrer hauptsächlichsten Vorbedingungen zugrunde liegen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Kapitel 1 - Die Fürsorge.
- 1.1 Armut und Fürsorge im Spätmittelalter
- 1.2 Die Spitäler im deutschen Sprachraum
- 1.3 Die Stadt
- 1.4 Das Umland
- 1.5 Die Staatsausgaben
- 1.6 Das Spital
- 1.7 Die Agrarprodukte
- 1.8 Die Ausgaben
- 1.9 Die Reformation
- Kapitel 2 Disziplinierung von Körper und Seele
- 2.1 Die Alphabetisierung
- 2.2 Das Schulwesen in Zürich vom Mittelalter bis zur Neuzeit.
- 2.3 Die Traktate über die Erziehung
- 2.4 Gehorsam und Disziplin
- 2.5 Verordnungen und Verurteilungen in Zürich während der Reformation
- 2.6 Das Tribunal für Ehefragen
- Kapitel 3 - Die reformierte Stadt
- 3.1 Fürsorge und Disziplinierung
- 3.2 Die Tessiner Glaubensflüchtlinge
- 3.3 Die Werdmüller
- 3.4 Andere aufstrebende Sektoren
- 3.5 Die Gebäude des 17. Jahrhunderts
- 3.6 Der Niedergang der Zünfte
- Schlussfolgerung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der sozialen Situation in Zürich zur Zeit der Reformation. Sie analysiert die Entwicklung der Fürsorge, die Disziplinierung von Körper und Seele sowie die Veränderungen in der städtischen Gesellschaft. Die Studie beleuchtet die Auswirkungen der Reformation auf die soziale Ordnung und die Lebensbedingungen der Bevölkerung.
- Entwicklung der Fürsorge in Zürich
- Disziplinierung von Körper und Seele im Kontext der Reformation
- Veränderungen in der städtischen Gesellschaft Zürichs
- Auswirkungen der Reformation auf die soziale Ordnung
- Lebensbedingungen der Bevölkerung in Zürich während der Reformation
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 untersucht die Entwicklung der Fürsorge in Zürich vom Spätmittelalter bis zur Reformation. Es werden die verschiedenen Formen der Armut und der Fürsorge, die Rolle der Spitäler und die Ausgaben der Stadt für soziale Belange beleuchtet. Kapitel 2 analysiert die Disziplinierung von Körper und Seele im Kontext der Reformation. Es werden die Alphabetisierung, das Schulwesen, die Traktate über die Erziehung, die Bedeutung von Gehorsam und Disziplin sowie die Verordnungen und Verurteilungen in Zürich während der Reformation untersucht. Kapitel 3 befasst sich mit der reformierten Stadt und den Veränderungen in der städtischen Gesellschaft. Es werden die Auswirkungen der Reformation auf die Fürsorge und die Disziplinierung, die Rolle der Tessiner Glaubensflüchtlinge und der Werdmüller sowie die Entwicklung anderer Sektoren der Wirtschaft und Gesellschaft beleuchtet.
Schlüsselwörter
Reformation, Zürich, Fürsorge, Disziplinierung, Stadtentwicklung, soziale Ordnung, Lebensbedingungen, Armut, Schulwesen, Glaubensflüchtlinge.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema der Studie über Zürich zur Reformationszeit?
Die Arbeit analysiert die Entwicklung der Fürsorge, die Disziplinierung der Bevölkerung und die sozialen Veränderungen in Zürich während der Reformation.
Wie veränderte die Reformation die Fürsorge für Arme?
Die Fürsorge wurde stärker institutionalisiert und mit Maßnahmen zur sozialen Disziplinierung und Arbeitserziehung verknüpft.
Welche Rolle spielten die Spitäler im deutschen Sprachraum?
Spitäler waren zentrale Orte der Versorgung, deren Verwaltung und Ausgaben sich im Zuge der religiösen Umbrüche wandelten.
Was versteht man unter „Disziplinierung von Körper und Seele“?
Es beschreibt die Kontrolle der Lebensführung durch das Schulwesen, Erziehungstraktate und Institutionen wie das Tribunal für Ehefragen.
Wer waren die Tessiner Glaubensflüchtlinge?
Die Arbeit beleuchtet ihren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung und die soziale Struktur der reformierten Stadt Zürich.
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- Giacomo Francini (Author), 2008, Die Fürsorge im Geist des Kapitalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117529