Handelt es sich bei diesem Lied um eine Kritik an einer ‚überzüchteten’ Gattung, um eine Kritik an der höfischen Scheinwelt oder eher um Kritik an der frivolen Freizügigkeit des niederen Volkes? Das Ziel dieser Arbeit soll es sein, eben diesen Fragen nachzugehen. Dabei wird zunächst geklärt werden, was Steinmars Lied, Ein kneht, der lag verborgen, zur Parodie macht, mit welchen Mitteln er arbeitet, um anschließend verschiedene Interpretationsansätze diskutieren zu können. Erst wenn klar ist, was Steinmar eigentlich parodiert, kann die Frage geklärt werden, ob man eher von einem destruktiven oder einem konstruktiven Parodiebegriff ausgehen sollte.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Autor
- Interpretation
- Formalanalyse
- Technik der Parodierung
- Interpretationsansätze
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Parodie des klassischen Tagelieds in Steinmars Lied "Ein kneht, der lag verborgen". Ziel ist es, die formalen und inhaltlichen Elemente dieser Parodie zu analysieren und verschiedene Interpretationsansätze zu diskutieren. Die Arbeit untersucht, welche Aspekte Steinmar durch seine Parodie kritisiert und welche Bedeutung diese Kritik für die literarische Tradition des Tagelieds hat.
- Formalanalyse der Parodie
- Technik der Parodierung im Tagelied
- Kritik an der höfischen Scheinwelt
- Kritik an der Gattung des Tagelieds
- Interpretationsansätze zum Lied "Ein kneht, der lag verborgen"
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt die Gattung des Tagelieds im Kontext des Minnesangs vor und erläutert die Besonderheiten dieser Untergattung. Sie skizziert die Entwicklung des Tagelieds und das Konzept der Parodie als literarisches Mittel.
- Der Autor: Dieses Kapitel beleuchtet die noch ungeklärte Identität Steinmars und stellt verschiedene Hypothesen zur Person des Autors vor. Es wird auf seine literarische Einordnung und seine Beziehung zu anderen Minnesängern eingegangen.
- Formalanalyse: In diesem Kapitel wird die formale Struktur des Liedes "Ein kneht, der lag verborgen" im Detail analysiert. Es werden die Strophenstruktur, das Reimschema, das Versmaß und die Kadenzen untersucht.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen Parodie, Tagelied, Minnesang, Steinmar, höfische Gesellschaft, literarische Tradition, Kritik, Interpretationsansätze.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Steinmars Lied „Ein kneht, der lag verborgen“?
Das Lied ist eine Parodie des klassischen Tagelieds. Es thematisiert nicht die höfische Liebe, sondern eine eher plumpe Begegnung zwischen einem Knecht und einer Magd.
Was parodiert Steinmar konkret?
Er parodiert die Gattungskonventionen des Tagelieds, die höfische Scheinwelt und die oft übersteigerte Idealisierung der Minne, indem er sie ins Vulgäre oder Alltägliche zieht.
Welche formalen Mittel nutzt Steinmar für seine Parodie?
Die Arbeit analysiert Strophenstruktur, Reimschema und Versmaß, um zu zeigen, wie Steinmar die gewohnte Form nutzt, um den inhaltlichen Bruch zu verstärken.
Ist Steinmars Kritik destruktiv oder konstruktiv?
Die Arbeit diskutiert, ob die Parodie die Gattung zerstören will oder ob sie als „gattungsstabilisierende Variationsform“ dient, die das Tagelied durch Humor erneuert.
Wer war der Autor Steinmar?
Die Identität Steinmars ist historisch nicht eindeutig geklärt. Die Arbeit stellt verschiedene Hypothesen zu seiner Person und seiner Einordnung im Minnesang vor.
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- Melanie Teege (Author), 2006, »Ein kneht, der lag verborgen« - Tageliedkritik oder gattungsstabilisierende Variationsform?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117442