Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Theologie - Systematische Theologie

Vegane Ernährung zur Bewahrung der Schöpfung? Potentiale des christlichen Schöpfungsbegriffs zur Reflexion einer veganen Ernährungsweise

Titel: Vegane Ernährung zur Bewahrung der Schöpfung? Potentiale des christlichen Schöpfungsbegriffs zur Reflexion einer veganen Ernährungsweise

Masterarbeit , 2021 , 132 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anna-Lena Müller (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Verknüpfungen zwischen Vegetarismus und Religion sind alt, sie reichen bis in das achte Jahrhundert v. Chr. zurück. Gemeinsame Grundsätze von Gnade, Gewaltlosigkeit, Liebe und Barmherzigkeit finden sich heute in allen religiösen Weltanschauungen wieder. Möchte man einen Konsumverzicht tierischer Produkte mit Hilfe biblischer Aussagen begründen, stößt man jedoch schnell an Grenzen. In der Zeit der Kirchenväter schien eine vegetarische oder vegane Ernährung sogar unerwünscht zu sein und noch heute wenden sich TheologInnen von der Idee einer veganen oder vegetarischen Lebensweise ab. Parallel werden jedoch Stimmen laut, die dafür sprechen, dass im Kontext einer veganen oder vegetarischen Ernährung sowohl die tierethischen, als auch die ökologischen Aspekte theologisch relevant sind.

Diese Abschlussarbeit nimmt eine fachliche Diskussion und Weiterentwicklung der zugehörigen Gedankengänge vor. Somit ist folgende Fragestellung zu beantworten: Inwieweit leistet vegane Ernährung einen Beitrag, um vor dem Hintergrund der ökologischen Krise im Sinne der Schöpfung zu denken und zu agieren? Ziel der Arbeit ist es, Analogien zwischen den Argumentationsfeldern der veganen Ernährung und der Schöpfungstheologie offenzulegen. Dabei sollen mithilfe der Potentiale des christlichen Schöpfungsbegriffs mögliche Wirkungsfähigkeiten der veganen Ernährung herausgearbeitet und reflektiert werden. Die These, dass eine vegane Ernährung im Angesicht der ökologischen Krise auch für das Reden von der Schöpfung relevant ist, wird überprüft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vegane Ernährung

2.1 Dimensionen und Begriffsbestimmungen

2.2 Vegane Ernährung für die anderen Tiere

2.3 Vegane Ernährung für die Ökologie der Natur

2.4. Zwischenfazit

3. Die Schöpfung

3.1 Dimensionen des Schöpfungsbegriffs

3.1.1 Begriffsannäherung

3.1.2 Schöpfungs(miss)verständnisse und die ökologische Krise

3.2 Schöpfungsperspektiven der Bibel

3.2.1 Der Schöpfer und die Welt als Schöpfung

3.2.2 Der Mensch und die außermenschlichen Geschöpfe

3.3 Schöpfung im gegenwärtigen Horizont von Ökologie und Ethik

3.3.1 Trinitarischer Schöpfergott und die Schöpfungsgemeinschaft

3.2.3 Der Sabbat als Krone der Schöpfung

3.3.3 Schöpfungsbewahrung

3.4 Zwischenfazit

4. Vegane Ernährung zur Bewahrung der Schöpfung

4.1 Vegane Ernährung für die anderen Tiere zur Bewahrung der Schöpfung

4.1.1 Eine neue Wahrnehmung der anderen Tiere

4.1.2 Gemeinschaft und Solidarität mit den anderen Tieren

4.2. Vegane Ernährung für die Ökologie zur Bewahrung der Schöpfung

4.2.1 Eine neue Wahrnehmung der Ökologie

4.2.2 Gemeinschaft und Solidarität im Sinne der Ökologie

4.3 Diskussion und Ausblick

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, die Analogien zwischen den Argumentationsfeldern der veganen Ernährung und dem christlichen Schöpfungsverständnis aufzuzeigen, um zu untersuchen, inwieweit eine vegane Ernährungsweise als Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung vor dem Hintergrund der aktuellen ökologischen Krise verstanden werden kann.

  • Analyse der ethischen und ökologischen Dimensionen veganer Ernährung.
  • Aufarbeitung des christlichen Schöpfungsbegriffs anhand biblischer Texte und aktueller ökologischer Perspektiven.
  • Untersuchung der Solidarität mit Tieren und der Ökologie als zentrale Aspekte eines verantwortungsbewussten Handelns.
  • Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen einer veganen Lebensweise als Ausdruck christlicher Schöpfungsbewahrung.

Auszug aus dem Buch

2.2 Vegane Ernährung für die anderen Tiere

Menschen, die auf tierliche Nahrung verzichten, wird eine tieferliegende philosophische Ausrichtung zugesprochen, die nicht den Konventionen und dem Gesellschaftssystem entspricht. Sie tragen daher die Bezeichnung VeganerIn. Demgegenüber wird angenommen, dass hinter der Entscheidung Tierliches zu essen, kein bestimmtes Glaubenssystem stehe. Melanie Joy prägte in den letzten Jahren den Begriff des Karnismus, der als komplementäres Gegenteil des Veganismus betrachtet werden kann. Das Ziel der Überwindung der vorherrschenden Strukturen und Gedankenmuster des Karnismus prägt den Veganismus, weswegen Melanie Joys Ausführungen als Grundlage für meine weiteren Überlegungen dienen.

Melanie Joy verweist auf die verbreiteten Annahmen und Ideen, welche dazu führen, dass wir denken die Wahl Tiere zu essen, sei keine Wahl. Die zugehörigen Vorstellungen und Mythen rund um die Natürlichkeit, Notwendigkeit und Normalität des Verzehrs tierlicher Lebensmittel sind weitreichend und versuchen die Tierausbeutung auf vielfältige Weisen zu rechtfertigen. Der Mensch braucht Fleisch, Fische spüren keinen Schmerz, Kühe müssen gemolken werden und Hühner brauchen genauso wenig ihre Eier wie Bienen ihren Honig. All diese Glaubenssätze im Einzelnen zu widerlegen, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen. Auch zu untersuchen, warum sich insbesondere diese einzelnen Gruppen von Lebewesen als moralische Objekte qualifizieren, wird nicht Teil dieser Arbeit sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Relevanz des Veganismus im Kontext der Schöpfungstheologie angesichts aktueller Krisen und ökologischer Herausforderungen.

2. Vegane Ernährung: Klärung der Begrifflichkeiten und Untersuchung der Motive für eine vegane Lebensweise, insbesondere unter ethischen und ökologischen Gesichtspunkten.

3. Die Schöpfung: Theologische Aufarbeitung des Schöpfungsbegriffs, seiner biblischen Wurzeln und seiner Bedeutung im gegenwärtigen Diskurs zwischen Ökologie und Ethik.

4. Vegane Ernährung zur Bewahrung der Schöpfung: Zusammenführung der Argumentationslinien, um zu prüfen, wie vegane Ernährung als praktischer Beitrag zur Schöpfungsbewahrung dienen kann.

5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion über die Möglichkeiten, durch vegane Ernährung eine verantwortungsbewusste Beziehung zur Schöpfung zu gestalten.

Schlüsselwörter

Vegane Ernährung, Schöpfungstheologie, Schöpfungsbewahrung, Tierethik, Ökologische Krise, Karnismus, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Konsumverantwortung, Solidarität, Anthropozentrismus, Interdependenz, Umdenken, Schöpfungsgemeinschaft, Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen einer veganen Ernährungsweise und dem christlichen Verständnis von Schöpfung und deren Bewahrung.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Tierethik, die ökologische Krise, die biblische Schöpfungslehre und die ethische Verantwortung des Menschen gegenüber der nicht-menschlichen Mitwelt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Analogien zwischen den Argumenten für den Veganismus und den Potentialen des christlichen Schöpfungsbegriffs aufzudecken, um deren Relevanz für heutiges verantwortliches Handeln zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematisch-theologische Methode, die biblische Exegese mit aktuellen ethischen und ökologischen Diskursen verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der Begriff des Veganismus und dessen ökologische Auswirkungen analysiert, gefolgt von einer tiefgehenden theologischen Aufarbeitung des Schöpfungsbegriffs und dessen Anwendung auf das aktuelle Umweltbewusstsein.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schöpfung, vegane Ernährung, Bewahrung, Ethik, Ökologie und Solidarität.

Welche Rolle spielen die "drei Ns" von Melanie Joy?

Sie dienen als theoretisches Gerüst, um die verbreiteten Rechtfertigungen für den Konsum tierischer Produkte – Normalität, Natürlichkeit und Notwendigkeit – kritisch zu hinterfragen.

Wie wird der Sabbat theologisch in diese Arbeit integriert?

Der Sabbat wird als Symbol der Vollendung und als "Krone der Schöpfung" interpretiert, das ein ökologisches und ethisches Handeln begründet, welches sich durch Selbstbegrenzung und Achtung vor dem Eigenwert der Geschöpfe auszeichnet.

Ende der Leseprobe aus 132 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vegane Ernährung zur Bewahrung der Schöpfung? Potentiale des christlichen Schöpfungsbegriffs zur Reflexion einer veganen Ernährungsweise
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,0
Autor
Anna-Lena Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
132
Katalognummer
V1174171
ISBN (PDF)
9783346593641
ISBN (Buch)
9783346593658
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vegane ernährung bewahrung schöpfung potentiale schöpfungsbegriffs reflexion ernährungsweise
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Lena Müller (Autor:in), 2021, Vegane Ernährung zur Bewahrung der Schöpfung? Potentiale des christlichen Schöpfungsbegriffs zur Reflexion einer veganen Ernährungsweise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1174171
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  132  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum