Die Häufigkeit und das Schadensausmaß von Bilanzdelikten in Verbindung mit Testaten und Enforcement-Verfahren, die hinter den Erwartungen der Öffentlichkeit zurückbleiben, rechtfertigen die Adressatensuche nach Wahrheit in den publizierten Geschäftsberichten. Im Rahmen dieser Arbeit soll diese Wahrheitssuche unterstützt werden, indem aus öffentlich zugänglichen Informationen Hinweise auf die Existenz von Bilanzmanipulationen konzipiert werden. Ziel ist es, dem Abschlussadressaten handhabbare Analysewerkzeuge aufzuzeigen, mit denen er die Informationsasymmetrie zwischen ihm und dem Management partiell aufbrechen kann, um einer ökonomischen Wahrhaftigkeit näher zu kommen, die von irreführenden und konzipierten Realitäten weitestgehend befreit wird.
Inhaltsverzeichnis
- Hinführung zur Thematik
- Definition des Untersuchungsgegenstandes: Bilanzmanipulation
- Präsentation und Kategorisierung gängiger Bilanzmanipulationen
- Indikatoren von Bilanzmanipulationen
- Qualitative Risikofaktoren
- Quantitative Indikatoren
- Quantitative Risikofaktoren
- Quantitative Warnsignale
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit dem Phänomen der Bilanzmanipulation unter dem Blickwinkel der International Financial Reporting Standards (IFRS). Das Ziel ist es, die verschiedenen Formen und Ursachen von Bilanzmanipulationen zu beleuchten und Indikatoren zu identifizieren, die auf mögliche Manipulationen hindeuten können.
- Definition und Abgrenzung von Bilanzmanipulationen
- Häufigste Arten und Techniken der Bilanzmanipulation
- Qualitative und quantitative Indikatoren zur Erkennung von Bilanzmanipulationen
- Die Rolle von Abschlussprüfern bei der Aufdeckung von Bilanzmanipulationen
- Auswirkungen von Bilanzmanipulationen auf Unternehmen und Stakeholder
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik der Bilanzmanipulation ein und beleuchtet die Relevanz des Themas im Kontext der aktuellen Wirtschaftswelt.
Das zweite Kapitel definiert den Begriff der Bilanzmanipulation und grenzt ihn von anderen Formen der Bilanzierung ab.
Das dritte Kapitel stellt verschiedene Arten von Bilanzmanipulationen vor und kategorisiert sie nach ihrer Art und Zielsetzung.
Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit Indikatoren, die auf mögliche Bilanzmanipulationen hindeuten können.
Schlüsselwörter
Bilanzmanipulation, IFRS, Rechnungslegung, Wirtschaftsprüfung, Risikofaktoren, Indikatoren, Abschlussprüfung, Wirtschaftskriminalität, Stakeholder, Unternehmen, Finanzmärkte, Compliance
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Bilanzmanipulation nach IFRS?
Es handelt sich um das bewusste Verfälschen von Geschäftsberichten, um eine irreführende Realität der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens darzustellen.
Welches Ziel verfolgt diese Seminararbeit?
Sie möchte Abschlussadressaten Werkzeuge an die Hand geben, um Informationsasymmetrien abzubauen und Hinweise auf Manipulationen in Berichten zu finden.
Was sind qualitative Risikofaktoren für Bilanzdelikte?
Dazu gehören beispielsweise ein dominanter Führungsstil des Managements, hoher Erfolgsdruck oder mangelnde interne Kontrollsysteme.
Welche quantitativen Warnsignale gibt es?
Auffällige Abweichungen zwischen Cashflow und Gewinn, ungewöhnlich hohe Forderungsbestände oder plötzliche Änderungen in der Bewertungsmethode können Warnsignale sein.
Welche Rolle spielt die Wirtschaftsprüfung?
Die Arbeit hinterfragt kritisch, warum Enforcement-Verfahren und Testate oft hinter den Erwartungen der Öffentlichkeit bei der Aufdeckung von Betrug zurückbleiben.
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- Sebastian Hellwig (Author), 2021, Bilanzmanipulation nach IFRS. Spuren eines verbotenen Vorgehens?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1173903