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Die Schlacht bei Königgrätz und ihr unmittelbaren Folgen für die politische Entwicklung von Preußen und Österreich

Title: Die Schlacht bei Königgrätz und ihr unmittelbaren Folgen für die politische Entwicklung von Preußen und Österreich

Seminar Paper , 2008 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: André Blaschke (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Betrachtet man ein Geschichtsbuch mit den wichtigsten historischen Ereignissen der deutschen Geschichte im 19. Jahrhundert, so begegnen einem viele Geschehnisse. Angefangen mit den Befreiungskriegen gegen Napoleon, dem Wiener Kongress 1815, den Revolutionsbewegungen 1848 und als Höhepunkt der Deutsch - Französische Krieg 1870 mit der Kaiserkrönung 1871. Eventuell kann man den Krimkrieg 1853 - 1856 und den Sardinischen Krieg 1859 mit hinzuzählen, da Österreich als Bundesmitglied mit involviert war. Das Jahr 1866 ist hingegen für die Geschichtsschreibung eher unbedeutend. Jedoch nicht für den Verlauf der deutschen Geschichte. Der epochale Umbruch bildete die Vorraussetzung für die Gründung des ersten Deutschen Kaiserreiches.
Schließlich war es die literarische Ausgangssituation, welche mich motivierte, sich mit diesen Ereignissen von 1866 zu beschäftigen. Der Deutsche Krieg und vor allem die Schlacht bei Königgrätz wird in vielen Büchern ausführlich wiedergegeben. Oftmals werden aber nur der Verlauf bzw. die militärischen Operationen beschrieben. Doch welche Folgen hatte der Krieg? Wie entwickeln sich zwei Staaten, die über tausend Jahre miteinander verbunden waren? Was nach dem Zusammenbruch des Deutschen Bundes mit den deutschen Mittel- und Kleinstaaten geschah und wie sie sich auf Grund der Begebenheiten der kommenden Jahre orientierten, ist heute eher nebensächlich.
Ziel meiner Arbeit soll es sein, dem Leser ein Bild davon zu geben, welche Folgen die Schlacht bei Königgrätz für die beiden Großmächte Preußen und Österreich hatte und welche innen- und außenpolitischen Entwicklungen sich nach dem Ende des Dualismus ergaben.
Weiterführend könnte man sich auch mit den Reaktionen befassen, wie die Monarchen der anderen europäischen Großmächte in Frankreich, Russland oder England die Situation bewerteten und über den Zusammenbruch des zentraleuropäischen Staatenbundes dachten. Jedoch wäre dies für diese Arbeit zu umfangreich.
Aufgebaut ist mein Text eher deduktiv. Anfangs erhält man einen Überblick über die Ereignisse im Deutschen Bund im Jahr 1866. Vor allem, wie die einzelnen Staaten politisch und wirtschaftlich entwickelt waren und in welchem Verhältnis sie zu den Führungsstaaten des Bundes standen. Da der Preußisch – Deutsche Krieg nur indirekt zu meinem Thema gehört, beschränke ich mich auf die Endscheidungsschlacht und den Ausgang der Auseinandersetzung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Situation im Deutschen Bund um 1866

3. Das Ende des preußisch-österreichischen Dualismus

3.1. Königgrätz und das Ende des preußisch-deutschen Krieges 1866

3.2. Der Friedensvertrag von Prag und seine territorialen Auswirkungen auf Mitteleuropa für Preußen

3.3. „Schmerzhafte Niederlage oder Anstoß zum Neuanfang?“ Österreichs politische Neuorientierung nach dem deutschen Krieg

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, die weitreichenden innen- und außenpolitischen Folgen der Schlacht bei Königgrätz für die Großmächte Preußen und Österreich zu analysieren und aufzuzeigen, wie sich diese Ereignisse auf den Zerfall des preußisch-österreichischen Dualismus und die politische Neuorientierung der betroffenen Staaten auswirkten.

  • Die politische und wirtschaftliche Ausgangslage im Deutschen Bund 1866
  • Der militärische Verlauf und die strategische Bedeutung der Schlacht bei Königgrätz
  • Die Auswirkungen des Friedensvertrages von Prag auf die europäische Territoriumskonfiguration
  • Die politische Transformation Österreichs zur Doppelmonarchie
  • Bismarcks Rolle und die Neuausrichtung der preußischen Machtpolitik

Auszug aus dem Buch

3.1. Königgrätz und das Ende des preußisch-deutschen Krieges 1866

Im Februar 1866 schien für Graf Otto von Bismarck der Zeitpunkt gekommen, den Dualismus mit Österreich zu beenden. Bereits 1862 ließ er in seiner „Blut und Eisen - Rede“ anklingen, dass es für ihn dafür nur einen Weg geben würde. Auf Grund der Spannungen mit dem preußischen Parlament, wegen des Verfassungskonfliktes und mit liberalen Gruppierungen in der Schleswig-Holstein-Frage, lief ihm die Zeit davon. Es ging um seine eigene politische Existenz.

Trotz aufwendiger Versuche Österreichs und selbst des preußischen Königs Wilhelm I. eine friedliche Lösung zu erreichen, begann ab Mai 1866 die Mobilisierung der Truppen Preußens und des Deutschen Bundes. Doch schon bevor es zu einer Entscheidungsschlacht zwischen den beiden Großmächten kommen sollte, lagen die Karten für Österreich sehr ungünstig. Obwohl der Krieg größtenteils auf eigenem Terrain ausgetragen wurde, zeigten sich sehr schnell die Nachteile der k. k. Armee. Vor allem die umständliche Mobilmachung, die stetige Bedrohung Italiens zu einem Zweifrontenkrieg und die Bedenken hinsichtlich einer offensiv geführten Außenpolitik, welche eventuell eine Isolation gegenüber den anderen europäischen Großmächte zur Folge gehabt hätte, waren die größten Probleme, die den Wiener Hof bedrückten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet das Jahr 1866 in den Kontext des 19. Jahrhunderts ein und definiert das Ziel der Untersuchung, nämlich die Folgen der Schlacht bei Königgrätz für Preußen und Österreich zu beleuchten.

2. Zur Situation im Deutschen Bund um 1866: Dieses Kapitel analysiert das komplexe Geflecht aus Kleinstaaten und Großmächten sowie die wirtschaftlichen und politischen Spannungen, insbesondere durch den preußisch dominierten Zollverein.

3. Das Ende des preußisch-österreichischen Dualismus: Dieser Abschnitt untersucht den direkten Weg in den Krieg, den militärischen Verlauf der Schlacht von Königgrätz sowie die diplomatischen Folgen des Prager Friedens und die resultierende Neuausrichtung Österreichs hin zur Doppelmonarchie.

4. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Schlacht für Bismarck eine riskante persönliche Entscheidung war, deren Ausgang maßgeblich die kleindeutsche Lösung und die spätere Gründung des Kaiserreiches ermöglichte, während Österreich die Niederlage zur internen Reform nutzte.

Schlüsselwörter

Königgrätz, Preußen, Österreich, Otto von Bismarck, Deutscher Bund, Prager Frieden, Dualismus, Nationalstaat, Franz Joseph I., Schlacht, Industrialisierung, Doppelmonarchie, Machtpolitik, Mitteleuropa, Kriegsgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Zäsur des Jahres 1866 und analysiert, wie die Schlacht bei Königgrätz den dualistischen Machtanspruch zwischen Preußen und Österreich endgültig beendete.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die politische Landkarte des Deutschen Bundes vor 1866, die militärische Analyse der Schlacht und die langfristige diplomatische Neuordnung Mitteleuropas.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel besteht darin, die innen- und außenpolitischen Konsequenzen für die beiden Großmächte nach dem Ende des Dualismus detailliert nachzuzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor wählt einen deduktiven Ansatz, indem er vom allgemeinen Überblick zur spezifischen Analyse der Schlacht und deren direkten Nachwirkungen übergeht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ausgangslage, die Ereignisse des Krieges 1866 sowie die spezifischen Friedensverhandlungen von Prag und deren Auswirkungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Königgrätz, Preußen, Österreich, der Deutsche Bund, Bismarck sowie der Begriff des Dualismus.

Wie reagierte der Wiener Hof auf die militärische Niederlage?

Österreich versuchte nach der Niederlage, die Kritik von Kaiser Franz Joseph abzulenken, indem die militärische Führung, insbesondere Benedek, als Sündenbock herhalten musste, bevor man Reformen einleitete.

Welche Rolle spielte der Prager Frieden für die politische Zukunft?

Der Prager Frieden besiegelte das Ende des Deutschen Bundes und legte den Grundstein für den Norddeutschen Bund sowie die spätere Entwicklung zur österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie.

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Details

Title
Die Schlacht bei Königgrätz und ihr unmittelbaren Folgen für die politische Entwicklung von Preußen und Österreich
College
University of Potsdam  (Historisches Institut)
Course
Proseminar
Grade
2,0
Author
André Blaschke (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V117239
ISBN (eBook)
9783640196388
ISBN (Book)
9783640196432
Language
German
Tags
Schlacht Königgrätz Preußen Kleindeutsche Lösung Großdeutsche Lösung Österreich Friedensvertrag von Prag Dualismus Deutscher Bund 1866
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Blaschke (Author), 2008, Die Schlacht bei Königgrätz und ihr unmittelbaren Folgen für die politische Entwicklung von Preußen und Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117239
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