Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die demokratische Verfasstheit der USA zu analysieren. Konkret orientiert sich die vorliegende Untersuchung, der verwendete Krisen- und Demokratiebegriff, an MERKEL, der als Analysestrategie für eine empirische Krisenanalyse unter anderem eine „Partialanalyse“ vorsieht.
Den Amtsantritt Trumps haben verschiedene Wissenschaftler zum Anlass genommen, verschiedene „Krisenanalysen“ vorzunehmen. Die Diskussion um eine Demokratiekrise ist dabei so alt wie die Staatsform selbst und hat spätestens seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder an Dynamik gewonnen. Die Frage, ob sich die Demokratie in einer Krise befindet, hängt dabei immer entscheidend von dem zugrunde liegenden Demokratiekonzept und Krisenbegriff ab. Liegen für den Demokratiebegriff zwar verschiedene, aber dennoch klare Konzepte vor, so gilt dies nicht für den Krisenbegriff.
Als Methode wird die qualitative Analyse einer Einzelfallstudie angewendet. Der „Case“ in der vorliegenden Arbeit ist die US-Demokratie mit den drei Dimensionen: der Partizipation, der Repräsentation und des Regierens. Sie stellen die unabhängigen Variablen dar. Die Demokratiequalität nimmt zwar in vielen Industrieländern ab, aber kaum ein Land wirkt so polarisiert wie die USA. Hierdurch soll die Fallauswahl begründet sein. Mithilfe der Analyse soll die abhängige Variable, also die Verfasstheit der amerikanischen Demokratie aufgezeigt werden und Herausforderungen für die Demokratie herausgestellt werden. Konkret wird die Frage gestellt: Inwiefern steckt die US-Demokratie heutzutage in einer politischen Krise?
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung, Problemstellung und Zielsetzung
- 2 Begriffliche Klärung und theoretische Grundlagen
- 2.1 Die US-Demokratie aus politikwissenschaftlicher Perspektive
- 2.2 Embedded Democracy als Demokratiekonzept „mittlerer Reichweite“
- 2.3 Die Krise der Demokratie und ihre Begrifflichkeiten
- 3 Partialanalyse der US-Demokratie
- 3.1 Dimension der Partizipation
- 3.2 Dimension der Repräsentation
- 3.3 Dimension des Regierens
- 4 Fazit und perspektivischer Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die demokratische Verfasstheit der USA und analysiert, ob sich das Land in einer politischen Krise befindet. Die Analyse konzentriert sich auf das Konzept der "Embedded Democracy" als Rahmenwerk für die Untersuchung der amerikanischen Demokratie und verwendet das Krisenverständnis von Merkel (2020A, 2020B). Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern die US-Demokratie gegenwärtig Herausforderungen durch Polarisierung und gesellschaftliche Spannungen erlebt.
- Einordnung der US-Demokratie anhand von Typologien und Demokratieindizes
- Das Konzept der "Embedded Democracy" und seine Relevanz für die Analyse der US-Demokratie
- Die Herausforderungen für die US-Demokratie in Bezug auf die Dimensionen der Partizipation, Repräsentation und des Regierens
- Die Analyse der demokratischen Verfasstheit der USA im Kontext der politischen Polarisierung
- Die Rolle von Wahlen und die Bedeutung des Wahlsystems für die Demokratiequalität
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel bietet eine Einleitung zur Thematik, stellt die Problemstellung dar und formuliert die Ziele der Arbeit. Kapitel 2 widmet sich der begrifflichen Klärung und den theoretischen Grundlagen. Hier wird die US-Demokratie aus politikwissenschaftlicher Perspektive eingeordnet und das Demokratiekonzept der "Embedded Democracy" erläutert. Zudem wird der Krisenbegriff im Kontext der Demokratie analysiert.
Kapitel 3 führt eine Partialanalyse der US-Demokratie durch, indem es die Dimensionen der Partizipation, Repräsentation und des Regierens untersucht. Der Fokus liegt auf der Analyse der Herausforderungen, die diese Dimensionen für die US-Demokratie darstellen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den zentralen Themen der US-Demokratie, der "Embedded Democracy", der Demokratiekrise, der Partizipation, der Repräsentation, dem Regieren, der politischen Polarisierung, dem Wahlsystem, dem Demokratieindex und der Krisenanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Steckt die US-Demokratie in einer Krise?
Die Arbeit untersucht diese Frage anhand einer Partialanalyse der Dimensionen Partizipation, Repräsentation und Regieren.
Was ist das Konzept der „Embedded Democracy“?
Ein Demokratiekonzept, das eine funktionierende Demokratie als ein System versteht, das in interne und externe Sicherungsmechanismen eingebettet ist.
Wie wirkt sich die politische Polarisierung aus?
Die starke Polarisierung in den USA erschwert die politische Kompromissfindung und belastet die Qualität der demokratischen Institutionen.
Welche Rolle spielt das US-Wahlsystem?
Die Arbeit analysiert, inwiefern das Wahlsystem die Repräsentation beeinflusst und welche Herausforderungen sich daraus für die Demokratiequalität ergeben.
Was wird unter der Dimension „Regieren“ untersucht?
Es geht um die Handlungsfähigkeit der Regierung und die Einhaltung rechtsstaatlicher Prinzipien im politischen Prozess.
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- Anonym (Author), 2021, Ist die US-Demokratie in der Krise?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1170866