Das Gesundheitswesen soll zukünftig durch Big Data auf den einzelnen Patienten ausgerichtet werden. Dabei werden immer größere Datenmengen gespeichert, analysiert und überwacht, um eine Diagnose zu stellen und den Patienten eine effektive Behandlung anzubieten. Der dynamische Fortschritt in der Digitalisierung und die Selbstoptimierung der künstlichen Systeme führt dazu, dass sogar Entwickler von Soft- und Hardware nicht eindeutig bestimmen können, wie sich KI entwickeln wird. Deswegen werden Überlegungen angestellt, wie die geltenden Gesetze zum Schutz es Patienten verändert werden müssen, um dem digitalen Fortschritt gerecht zu werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Teil: Einleitung
- 2. Teil: Künstliche Intelligenz
- A. Begriffserklärung
- 1. Multipler Intelligenzansatz
- II. Neuronales Netzwerk
- 1. Machine Learning
- a) Supervised Learning
- b) Unsupervised Learning
- c) Reinforcement Learning
- 2. Deep Learning
- 3. Neuro-Computing
- B. Explainable Artificial Intelligence
- 3. Teil: Rechtliche Verantwortung
- A. Status Quo
- I. Einsatzfelder im Gesundheitswesen
- II. Allgemeine Haftung
- 1. Vertragliche Haftung des Verkäufers
- 2. Deliktische Haftung des Herstellers
- a) Produzentenhaftung nach § 823 Abs. 1 BGB
- b) Produkthaftung nach ProdHaftG
- aa) Regress
- bb) Beweisfragen
- 3. Haftung des Nutzers
- a) Haftung nach § 823 Abs. 1 BGB
- b) Gefährdungshaftung
- c) Gehilfenhaftung
- d) Digitale Assistenzhaftung
- III. Haftung der Netzwerke
- 1. Einführung einer Elektronischen Person
- a) Schäden durch falsche oder schlechte Daten
- b) Schäden durch falsche Entscheidungsprozesse
- c) Schäden durch Hardwarefehler
- 2. Ökonomische Auswirkungen
- 3. Weisungsbefugnis
- B. Umsetzungsstrategie des digitalen Haftungsrechts
- 4. Teil: Ergebnis
- Künstliche Intelligenz und ihre Funktionsweise im Gesundheitswesen
- Rechtliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI im Gesundheitswesen
- Haftungsfragen im Zusammenhang mit KI-Systemen im Gesundheitswesen
- Mögliche Lösungsansätze für die Haftungsproblematik
- Ethische und gesellschaftliche Implikationen des Einsatzes von KI im Gesundheitswesen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die rechtlichen Herausforderungen, die sich aus dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen ergeben, insbesondere im Hinblick auf die Haftungsfrage. Sie analysiert die Funktionsweise von KI-Systemen, beleuchtet die relevanten Rechtsnormen und erörtert die Herausforderungen bei der Zuweisung von Haftung im Fall von Schäden, die durch KI-Systeme verursacht werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Relevanz des Themas und die Forschungsfrage beleuchtet. Anschließend werden verschiedene Aspekte der Künstlichen Intelligenz und ihrer Funktionsweise erläutert. Im dritten Teil werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI im Gesundheitswesen analysiert. Dabei wird insbesondere auf die Frage der Haftung eingegangen, die sich im Fall von Schäden durch KI-Systeme stellt.
Schlüsselwörter
Künstliche Intelligenz, Gesundheitswesen, Haftung, Recht, KI-Systeme, Digitalisierung, Medizin, Patienten, Schäden, Verantwortung, Rechtssystem, Rechtsnormen, Ethische Implikationen.
Häufig gestellte Fragen
Wer haftet für Fehler einer Künstlichen Intelligenz in der Medizin?
Die Haftung kann den Hersteller (Produkthaftung), den Verkäufer (vertraglich) oder den Nutzer (Arzt/Klinik) treffen, wobei die Abgrenzung bei selbstlernenden Systemen schwierig ist.
Was ist der Unterschied zwischen Machine Learning und Deep Learning?
Machine Learning ist der Oberbegriff für Algorithmen, die aus Daten lernen. Deep Learning nutzt neuronale Netzwerke mit vielen Schichten, um komplexe Muster (z.B. in der Bilddiagnostik) zu erkennen.
Was bedeutet "Explainable AI" (XAI)?
XAI bezeichnet Ansätze, die Entscheidungen von KI-Systemen für Menschen nachvollziehbar und transparent machen, was besonders für die rechtliche Verantwortung wichtig ist.
Gibt es eine "Elektronische Person" als Rechtssubjekt?
Es gibt Überlegungen, KI-Systemen einen eigenen Rechtsstatus als "Elektronische Person" zu geben, um Haftungsfragen bei autonomen Entscheidungen neu zu regeln.
Wie wird die Haftung des Nutzers (Arzt) beurteilt?
Der Nutzer haftet oft im Rahmen der Deliktshaftung (§ 823 BGB) oder Gefährdungshaftung, wenn er die KI als Hilfsmittel einsetzt und dabei Sorgfaltspflichten verletzt.
- Quote paper
- Gianna Rex (Author), 2021, Künstliche Intelligenz und die Haftungsfrage im Gesundheitswesen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1170817