Wie hat sich die Verfilmung der Urängste des Menschen im Kontext des gesellschaftlichen Hintergrunds auf der Leinwand entwickelt?
Um sich dieser Leitfrage zu nähern, wird zunächst der theoretische Hintergrund des Angstbegriffes im Kontext Film dargelegt und eine Abgrenzung zu den Begriffen Furcht und Phobie vorgenommen. Anschließend folgt eine Vorstellung der Archetypen des Horrorfilms, welche die Urängste des Menschen zum Vorschein bringen. Während der theoretischen Beschreibung wird auf die Entwicklung zwischen der traditionellen und modernen Verfilmung der Urängste auf der Leinwand eingegangen.
Die vorgestellte Theorie wird anschließend durch einen praktischen Teil aufgegriffen, in dem die Darstellung der Urängste, die sinnbildlich für die Ängste der damaligen Gesellschaft stehen, durch den Vergleich von drei Filmen abgebildet wird. Wie oben beschrieben, ist die Entwicklung des Horrorgenres von gesellschaftlichen Veränderungen geprägt, weshalb die Filmbeispiele explizit im jeweiligen zeitlichen Kontext betrachtet werden, um die daraus resultierenden Veränderungen und die Präsentation der Ängste aufzuzeigen.
Ein abschließendes Fazit beantwortet die Leitfrage und resümiert die zentralen Erkenntnisse der Ausarbeitung.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theorie Angst im Film
- Die Unterschiede von Angst, Furcht und Phobie
- Anwendung im Film
- Archetypen des Horrors
- Gesellschaftlicher Wandel der Urängste
- Die Entstehung eines Genres
- Angstanalyse I: Der stumme Schrecken in Deutschland (1913-1928)
- Gesellschaftlicher Hintergrund
- Inhalt: Das Cabinet des Dr. Caligari (1920)
- Verbindung der Kontexte
- Angstanalyse II: Die nihilistische MODERNE (1970-1979)
- Gesellschaftlicher Hintergrund - Die Satanismus-Welle
- Inhalt: Der Exorzist (1973)
- Verbindung der Kontexte
- Angstanalyse III: DIE JAHRTAUSENDWENDE AB 1999
- Gesellschaftlicher Hintergrund - Das Wiederauferstehen vergangener Urängste
- Inhalt: The Ring (2002)
- Verbindung der Kontexte
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Verfilmung von Urängsten und deren Entwicklung auf der Leinwand. Sie untersucht, wie das Horrorgenre im Laufe der Zeit auf gesellschaftliche Veränderungen reagiert hat und welche Urängste in verschiedenen Epochen im Mittelpunkt des Films standen. Die Arbeit analysiert ausgewählte Filme und zeigt auf, wie die Ängste des Publikums durch das Medium Film reflektiert und verarbeitet werden.
- Die Entwicklung des Horrorgenres
- Die Rolle von Urängsten in der Filmgeschichte
- Der gesellschaftliche Wandel und seine Auswirkungen auf das Horrorgenre
- Die Verbindung zwischen Film und gesellschaftlichen Ängsten
- Die Angstlust als Phänomen und ihre Bedeutung im Kontext des Horrorgenres
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Verfilmung von Urängsten ein und stellt den Forschungsgegenstand vor. Sie beleuchtet die Anfänge des Films und die Entstehung der Angstlust. Das zweite Kapitel beleuchtet die Theorie der Angst im Film und die Unterschiede zwischen Angst, Furcht und Phobie. Es analysiert die Verwendung von Angst im Film und die psychologischen Auswirkungen auf den Zuschauer. Kapitel drei beschäftigt sich mit den Archetypen des Horrors und stellt verschiedene Horrortypen vor, die in der Filmgeschichte immer wieder vorkommen. Kapitel vier untersucht den gesellschaftlichen Wandel der Urängste. Es analysiert die Entstehung des Horrorgenres und betrachtet die verschiedenen Epochen im Hinblick auf die präsenten Ängste. Es analysiert drei Filme aus verschiedenen Epochen, „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920), „Der Exorzist“ (1973) und „The Ring“ (2002). Dabei werden die gesellschaftlichen Hintergründe der jeweiligen Epochen beleuchtet und in Verbindung mit den Inhalten der Filme gesetzt.
Schlüsselwörter
Horrorgenre, Urängste, Filmgeschichte, Gesellschaftlicher Wandel, Angstlust, Filmsprache, Archetypen, Genrekonventionen, Filmanalyse, Rezeption.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Angst, Furcht und Phobie im Film?
Die Arbeit grenzt diese Begriffe theoretisch voneinander ab: Während Furcht meist objektbezogen ist, beschreibt Angst einen diffuseren Zustand. Phobien sind spezifische, krankhafte Ängste, die im Horrorfilm gezielt instrumentalisiert werden.
Wie spiegelt das Horrorgenre gesellschaftliche Ängste wider?
Horrorfilme reagieren auf den gesellschaftlichen Wandel; sie visualisieren die Urängste einer Epoche, wie etwa politische Instabilität im Expressionismus oder religiöse Krisen in der Moderne.
Welche Filme werden als Beispiele für verschiedene Epochen analysiert?
Analysiert werden „Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1920) für den deutschen Stummfilm, „Der Exorzist“ (1973) für die nihilistische Moderne und „The Ring“ (2002) für die Jahrtausendwende.
Was bedeutet der Begriff „Angstlust“?
Angstlust bezeichnet das psychologische Phänomen, bei dem Zuschauer das kontrollierte Erleben von Angst in der Fiktion als lustvoll oder unterhaltsam empfinden.
Welche Archetypen des Horrors gibt es?
Die Arbeit stellt verschiedene Archetypen vor, die über Jahrzehnte hinweg Urängste verkörpern, wie etwa das „Monster“, der „Wahnsinnige“ oder das „Übernatürliche“.
- Arbeit zitieren
- Matteo Kauffert (Autor:in), 2021, Die Verfilmung der Urängste des Menschen und deren Entwicklung auf der Leinwand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1169264