Seriöse Vorhersagen, ob es aufgrund der Corona-Krise womöglich zu einer Deflation kommt, sind derzeit kaum möglich. Um einer Antwort jedoch ein Stück näherzukommen, wird in dieser Arbeit erläutert, wie eine Deflation hervorgerufen wird und welche Folgen diese mit sich ziehen kann. Die Deflation wird von Ökonomen als eine der größten Gefahren für die makroökonomische Entwicklung angesehen. Ihre Bekämpfung ist daher ein zentrales Anliegen der Notenbanken.
Verliert unser Geld in der Corona-Krise seinen Wert und kommt es zu einer Inflation? In der Finanzkrise war diese Frage vergleichsweise leicht zu beantworten, heute ist die Lage allerdings etwas unübersichtlicher. Zwar lässt die Geldschwemme, in einem bisher nie da gewesenen Umfang, eine Hyperinflation befürchten, dennoch ist eine deflatorische Entwicklung derzeit naheliegender.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Hauptteil
- Deflation – ein Phänomen, dessen Folgen gravierend sind
- Ursachen der Deflation
- Folgen der Deflation
- Beispiele für Deflation
- Volkswirtschaftliche Kosten der Deflation
- Die Rolle der Zentralbank
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der vorliegende Essay befasst sich mit dem Phänomen der Deflation, ihren Ursachen und ihren Folgen. Er untersucht, wie Deflation entsteht, welche negativen Auswirkungen sie auf die Wirtschaft hat und welche Rolle die Zentralbank bei der Bekämpfung der Deflation spielt.
- Definition und Merkmale der Deflation
- Ursachen der Deflation, wie z.B. Rückgang der aggregierten Nachfrage, Vermögensdeflation, Restriktive Geldpolitik
- Folgen der Deflation, wie z.B. Konsumrückgang, Investitionshemmnisse, Arbeitslosigkeit, Depressionen, Volkswirtschaftliche Kosten
- Die Rolle der Zentralbank bei der Bekämpfung der Deflation
- Beispiele für Deflation in der Geschichte
Zusammenfassung der Kapitel
Der Essay beginnt mit einer Einführung in das Thema Deflation. Es werden die Ursachen und Folgen dieses wirtschaftlichen Phänomens erläutert und die Rolle der Zentralbank bei der Bekämpfung von Deflation hervorgehoben. Im Hauptteil werden die Ursachen der Deflation detaillierter untersucht, darunter der Rückgang der aggregierten Nachfrage, Vermögensdeflation und restriktive Geldpolitik. Die Folgen der Deflation werden ebenfalls analysiert, wobei die Auswirkungen auf Konsum, Investitionen, Arbeitslosigkeit, Depressionen und die volkswirtschaftlichen Kosten im Fokus stehen. Der Essay beleuchtet auch die Rolle der Zentralbank bei der Bekämpfung von Deflation, wobei das Instrument der Leitzinsen als zentrales geldpolitisches Instrument im Vordergrund steht. Abschließend werden Beispiele für Deflation in der Geschichte betrachtet, um das Phänomen besser zu verstehen.
Schlüsselwörter
Deflation, aggregierte Nachfrage, Vermögensdeflation, Restriktive Geldpolitik, Konsumrückgang, Investitionshemmnisse, Arbeitslosigkeit, Depressionen, Volkswirtschaftliche Kosten, Zentralbank, Leitzinsen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Deflation?
Deflation bezeichnet einen anhaltenden Rückgang des allgemeinen Preisniveaus für Güter und Dienstleistungen, was oft mit einer sinkenden wirtschaftlichen Aktivität einhergeht.
Was sind die Hauptursachen für eine Deflation?
Häufige Ursachen sind ein starker Rückgang der aggregierten Nachfrage, eine restriktive Geldpolitik der Zentralbank oder das Platzen von Vermögensblasen (Vermögensdeflation).
Welche Folgen hat Deflation für Konsumenten?
Konsumenten schieben Käufe auf, da sie auf noch niedrigere Preise hoffen. Dies führt zu einem weiteren Nachfragerückgang und schadet der Wirtschaft (Deflationsspirale).
Warum fürchten Ökonomen die Deflation mehr als die Inflation?
Deflation führt oft zu schweren Depressionen, hoher Arbeitslosigkeit und ist mit geldpolitischen Mitteln (da Zinsen nicht beliebig weit unter Null sinken können) schwerer zu bekämpfen.
Wie bekämpft die Zentralbank eine Deflation?
Die Zentralbank senkt die Leitzinsen, um Kredite billiger zu machen, und erhöht die Geldmenge, um die Investitionstätigkeit und den Konsum wieder anzukurbeln.
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- Jessika Lenz (Author), 2020, Deflation. Ursachen und Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168964