In dieser Arbeit wird aufgezeigt mit welchen Vorurteilen und welcher Unterdrückung Frauen in Romanen konfrontiert sind und wie sie damit umgehen. Dafür werden zwei Romane von Theodor Fontane (Effie Briest, Frau Jenny Treibel) und zwei Romane von Sarat Chandra Chattopadhyay betrachtet und verglichen. Beide waren berühmte Schriftsteller ihrer jeweiligen Sprache. Theodor Fontane schrieb den größten Teil seines Romans in der letzten Hälfte des 19ten Jahrhundert (1862-1898). Er war einer der berühmtesten realistischen Autor, der den Zustand der bürgerlichen Frauen bis ins kleinste Detail darstellte.
Von seinen 17 Romanen basierten 13 auf weiblichen Charakteren und ihren Problemen. Fontanes Roman zeigt, wie das Leben aristokratischer Frauen damals verlief. Probleme der Rolle der Frau im häuslichen Leben waren ein wichtiges Diskussionsfeld in seinen Schriften. Dagegen schrieb Sarat Chandra Chattopadhyay in der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts (1903-1938). Sarat Chandra wurde stark von Bankimchandra und Rabindranath beeinflusst. Sein einzigartiger Erzählstil und die tadellose Darstellung weiblicher Charaktere gaben ihm jedoch eine eigenständige Identität auf dem Literaturmarkt.
Die Darstellung der Frauen bleibt immer ein Gegenstand der Literatur. Die Autoren der patriarchalischen Gesellschaft hatten eine Tendenz, die Frauen aus männlicher Perspektive in der Literatur darzustellen. Die deutsche und bengalische Literatur war keine Ausnahme davon. Aber im 19ten Jahrhundert änderte sich etwas. Renaissance, Rationalismus, Aufklärung, Industrialisierung und Frauenfreiheitsbewegung erschütterten die Basis der Gesellschaftsordnung. Frauen sind nicht mehr das Ausstellungsstück der literarischen Arbeit. Sie kommen in den Vordergrund der Erzählung. Langsam wird eine Veränderung in der Darstellung von Frauenfiguren in der Literatur sichtbar. Der Autor dieser Arbeit ist kein Deutsch-Muttersprachler. Bitte haben Sie Verständnis für grammatikalische Fehler und Uneinheitlichkeiten im Ausdruck.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Analyse der Weiblichen Charaktere
- A. Die Traditionelle Charaktere/Individuum als Repräsetative der Gesellschaft
- I. Mutter des Devdas
- II. Surobala
- III. Sorojini
- IV.Oghormoye
- V. Frau Jenny Treibel
- VI. Frau von Briest
- B. Die Problematische Charaktere
- I. Paro
- II. Chandramukhi
- III. Savitri
- IV. Kironmoye
- V. Corinna Schmidt
- VI. Effi Briest
- A. Die Traditionelle Charaktere/Individuum als Repräsetative der Gesellschaft
- 3. Wirklichkeit im Roman
- A. Wiklich Element im Saratchandras Roman
- B. Wirklich Element im Theodor Fontanes Roman
- 4. Historischer Hintergrund
- A. Hintergrund zu Theodor Fontanes Werk
- B. Hintergrund zu Saratchandra Chattopadhyays Werk
- 5. Methodologie
- 6. Abschluss
- 7. Literaturverzeichnis
- A. Primärliteratur
- B. Sekundärliteratur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Dissertation untersucht die Darstellung von Frauen in den Romanen von Sarat Chandra Chattopadhyay und Theodor Fontane. Der Fokus liegt auf einer vergleichenden Analyse der weiblichen Figuren im Kontext ihrer jeweiligen gesellschaftlichen Umgebung und den sich wandelnden Rollenbildern des 19. Jahrhunderts.
- Die Rolle traditioneller Frauenfiguren im gesellschaftlichen Kontext
- Die Herausforderungen und Konflikte, denen problematische Frauenfiguren im Roman begegnen
- Die Darstellung von Realität in den Werken von Chattopadhyay und Fontane
- Der Einfluss des historischen und gesellschaftlichen Hintergrunds auf die Darstellung von Frauen
- Die Bedeutung der literarischen Traditionen im Bengalischen und Deutschen für die Darstellung von Frauen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Dissertation ein und beleuchtet die historische Entwicklung der Darstellung von Frauen in der Literatur. Kapitel 2 analysiert die weiblichen Figuren in den Romanen von Chattopadhyay und Fontane und untersucht die traditionellen und problematischen Charaktere im Kontext der jeweiligen Gesellschaft. Kapitel 3 befasst sich mit der Frage, wie die Realität in den Romanen von Chattopadhyay und Fontane dargestellt wird, während Kapitel 4 die historischen und gesellschaftlichen Hintergründe der beiden Autoren untersucht. Kapitel 5 erläutert die methodologische Vorgehensweise der Dissertation, und Kapitel 6 bietet eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.
Schlüsselwörter
Die Dissertation konzentriert sich auf die Themen Frauenbild, Gesellschaft, Realismus, Roman, Sarat Chandra Chattopadhyay, Theodor Fontane, vergleichende Analyse, 19. Jahrhundert, Tradition, Konflikt, historische Kontext, methodologische Analyse.
Häufig gestellte Fragen
Wie werden Frauen in den Romanen von Fontane und Chattopadhyay dargestellt?
Die Autoren zeigen Frauen im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Traditionen, patriarchaler Unterdrückung und dem Streben nach individueller Freiheit im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Welche Rolle spielt der Realismus in Fontanes Werk?
Theodor Fontane gilt als Meister des Realismus, der den Zustand der bürgerlichen Frauen und ihre Rolle im häuslichen Leben bis ins kleinste Detail darstellt.
Was sind "problematische Charaktere" in dieser Analyse?
Charaktere wie Effi Briest oder Paro werden als problematisch eingestuft, da sie mit den gesellschaftlichen Normen ihrer Zeit in Konflikt geraten und an den starren Strukturen scheitern.
Wie beeinflusste die Renaissance die Darstellung von Frauen?
Durch Renaissance, Aufklärung und Industrialisierung rückten Frauenfiguren in der Literatur stärker in den Vordergrund der Erzählung und wurden weniger als bloße "Ausstellungstücke" behandelt.
Gibt es Parallelen zwischen deutscher und bengalischer Literatur?
Ja, beide Literaturen zeigten im 19. Jahrhundert eine Tendenz, Frauenfiguren vermehrt aus einer männlich-patriarchalen Perspektive zu lösen und komplexere weibliche Identitäten zu schaffen.
- Citar trabajo
- Partha Karmakar (Autor), 2021, Darstellung von Frauen bei Sarat Chandra Chattopadhyay und Theodor Fontane, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168726