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Die Auswirkungen regelmäßigen Konsums pornografischer Web-Inhalte auf die Entwicklung von Sexualität in der jugendlichen Lebensphase. Wie kann die Soziale Arbeit reagieren?

Title: Die Auswirkungen regelmäßigen Konsums pornografischer Web-Inhalte auf die Entwicklung von Sexualität in der jugendlichen Lebensphase. Wie kann die Soziale Arbeit reagieren?

Term Paper , 2020 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Antonia Wandkowski (Author)

Social Work
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Seitdem Pornografie frei im Internet zugänglich ist, rückt der Diskurs über die Auswirkungen, insbesondere bei Jugendlichen, von der Konfrontation mit pornografischen Web-Inhalten immer mehr in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Dabei sind zwei konträre Positionen zu erkennen. Einerseits wird Pornografie kategorisch abgelehnt, da eine Entwicklungsgefährdung und Verrohung der Jugend vermutet wird, andererseits werden genau diese Behauptungen abgewiegelt, indem Internetpornografie als eine „harmlose Alltagserscheinung“ beschrieben wird. Dennoch besitzen im Jahre 2019 in Deutschland 93 % der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren ein eigenes Smartphone, wovon 86 % über einen uneingeschränkten WLAN-Zugang zuhause verfügen. Es liegt nahe, dass durch diese freie Verfügbarkeit das durchschnittliche Alter bei erstem Kontakt mit pornografischen Inhalten sinkt. So erfolgte laut einer Studie aus dem Jahr 2010 der erstmalige Kontakt bei Jungen mit 13,2 Jahren, Mädchen hingegen rezipierten erst mit durchschnittlich 14,7 Jahren das erste Mal pornografische Darstellungen. Diese Zahlen lassen allerdings noch nicht darauf schließen, welche Bewertungen die Jugendlichen bei dem Gesehenen vorgenommen haben, welche Emotionen sie dabei vernommen haben und ob sie solche Inhalte aktiv erneut konsumieren. In der Literatur und Wissenschaft um die Auswirkungen dieser Thematik herrscht aufgrund unzureichender Befunde noch kein allgemeiner Konsens.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. (Jugend-)Sexualität im Wandel

2.1 Definitionen der zentralen Begriffe

2.1.1 Jugendliche Lebensphase

2.1.2 Sexualität und sexuelle Identität

2.2 Historisch-gesellschaftliche Betrachtung des Sexualitätsbegriffs

2.3 Einfluss gesellschaftlicher Normen auf Jugendsexualität

3. Bedeutung von Sexualität in der psychosexuellen Entwicklung

4. Jugendliche Sexualität im Kontext des Internetzeitalters

4.1 Über die Zunahme pornografischer Web-Inhalte

4.2 Motive zum bewussten Konsum

4.3 Annahmen und empirische Befunde zu den Wirkungen von Pornografiekonsum

4.3.1 Geschlechterrollen

4.3.2 Körperbild, Leistungsdruck und Realitätsnähe

5. Anregungen für eine zeitgemäße Sexual- und Medienpädagogik

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des regelmäßigen und aktiven Konsums gewaltfreier pornografischer Web-Inhalte auf die Entwicklung von Sexualität in der jugendlichen Lebensphase und leitet daraus notwendige Handlungsansätze für die Soziale Arbeit ab.

  • Einfluss pornografischer Medien auf die Identitätsentwicklung Jugendlicher
  • Soziologische und entwicklungspsychologische Perspektiven auf Jugendsexualität
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede im Pornografiekonsum und dessen Motive
  • Wirkungsannahmen zu Körperbild, Leistungsdruck und Geschlechterrollen
  • Präventionsorientierte Konzepte für die Sexual- und Medienpädagogik

Auszug aus dem Buch

4.1 Über die Zunahme pornografischer Web-Inhalte

In den letzten zehn Jahren haben sich pornografische Inhalte im Internet stark vermehrt und Jugendliche mit unterschiedlicher Medienkompetenz besitzen häufig ungehindert Zugriff auf diesen Markt (Sielert, 2010, S. 16). Dass das Thema Pornografie im Internet große Ausmaße annimmt, lässt sich an der Häufigkeit der Suchanfragen ablesen: Etwa 25 Prozent der Google-Anfragen beziehen sich auf pornografische Inhalte (Korte, 2018, S. 16). Bei Kindern und Jugendlichen wurde festgestellt, dass „sex“ und „porn“ zu den fünf beliebtesten Suchanfragen gehören (Korte, 2018, S. 23). Dementsprechend gehören Erfahrungen mit Pornografie inzwischen zur gewöhnlichen Lebenswelt von Jugendlichen. Pornografie ist untrennbar von Sexualität, sodass pornografische Inhalte die Entwicklung ihrer Sexualität und sexueller Identität begleiten und somit beeinflussen können (Schetsche & Schmidt, 2010, S. 178).

Bevor näher auf Pornografie eingegangen werden kann, bedarf es einer Definition des Begriffs, um im Rahmen dieser Seminararbeit ein allgemeines Verständnis zu schaffen. Durch den Gesetzgeber ist keine klare Definition von Pornografie vorgegeben, es ergeben sich jedoch aus Rechtsprechung und Rechtswissenschaft gewisse Erscheinungsformen davon (Bundeszentrale für politische Bildung, 2020). Als weit verbreitete, im Duden niedergeschriebene Definition, lässt sich Pornografie wie folgt beschreiben (Bibliographisches Institut GmbH, 2020): „Pornografie ist eine sprachliche, bildliche Darstellung sexueller Akte unter einseitiger Betonung des genitalen Bereichs und unter Ausklammerung der psychischen und partnerschaftlichen Aspekte der Sexualität.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Präsenz pornografischer Inhalte im Internet und führt in die zentrale Forschungsfrage nach den Auswirkungen auf die jugendliche Sexualität ein.

2. (Jugend-)Sexualität im Wandel: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie „Jugendliche Lebensphase“ und „Sexualität“ und beleuchtet diese im historisch-gesellschaftlichen Kontext sowie im Hinblick auf normative Einflüsse.

3. Bedeutung von Sexualität in der psychosexuellen Entwicklung: Das Kapitel erläutert die verschiedenen Funktionen von Sexualität als zentrale Entwicklungsaufgabe im Übergang zum Erwachsenenalter.

4. Jugendliche Sexualität im Kontext des Internetzeitalters: Es wird das Ausmaß des Pornografiekonsums untersucht, Motive analysiert und Wirkungsannahmen zu Themen wie Geschlechterrollen und Körperbild diskutiert.

5. Anregungen für eine zeitgemäße Sexual- und Medienpädagogik: Basierend auf den vorherigen Erkenntnissen werden präventionsorientierte Empfehlungen für die pädagogische Praxis abgeleitet.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Pornografiekonsum als einen Faktor in der jugendlichen Identitätsbildung ernst zu nehmen und pädagogisch zu begleiten.

Schlüsselwörter

Jugendsexualität, Internetpornografie, psychosexuelle Entwicklung, Medienkompetenz, Soziale Arbeit, Geschlechterrollen, Körperbild, Leistungsdruck, Sexualpädagogik, Identitätsfindung, Jugendhilfe, Pornografiekonsum, präventive Maßnahmen, sexuelle Identität, Sozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Internetpornografie in der Lebenswelt von Jugendlichen und deren potenziellem Einfluss auf die Entwicklung von Sexualität und Identität.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Jugend und Sexualität, die gesellschaftliche Bedeutung von Normen, die Motive für den Pornografiekonsum sowie die pädagogischen Handlungsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Welche Auswirkungen hat der regelmäßige und aktive Konsum gewaltfreier pornografischer Web-Inhalte auf die Entwicklung von Sexualität in der jugendlichen Lebensphase und wie kann die Soziale Arbeit darauf adäquat reagieren?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Auswertung vorhandener Fachliteratur, Studien und empirischer Forschungsergebnisse basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen, die psychosexuelle Entwicklung, die Zunahme von Web-Inhalten, Konsummotive und die wissenschaftlichen Annahmen zu den Wirkungen auf Geschlechterbilder und das Körperbild.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Jugendsexualität, Internetpornografie, Identitätsbildung, Medienpädagogik und Sozialarbeit.

Welche geschlechtsspezifischen Unterschiede werden beim Konsum deutlich?

Die Arbeit zeigt auf, dass Jungen pornografische Inhalte häufiger zu Erregungszwecken und als Mittel zur Masturbation nutzen, während das Nutzungsverhalten von Mädchen oft variiert und eher von einer negativen oder ablehnenden Grundhaltung gegenüber expliziten Inhalten geprägt ist.

Warum wird die Rolle der Sozialen Arbeit hervorgehoben?

Die Arbeit betont, dass Pädagogen in der Jugendarbeit eine entscheidende Rolle als Ansprechpartner spielen, um den Dialog über Pornografie zu enttabuisieren und Jugendlichen eine Orientierungshilfe für eine verantwortungsvolle sexuelle Identitätsentwicklung zu bieten.

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Details

Title
Die Auswirkungen regelmäßigen Konsums pornografischer Web-Inhalte auf die Entwicklung von Sexualität in der jugendlichen Lebensphase. Wie kann die Soziale Arbeit reagieren?
College
(International University of Applied Sciences)  (IUBH)
Course
Soziologie
Grade
1,0
Author
Antonia Wandkowski (Author)
Publication Year
2020
Pages
20
Catalog Number
V1168180
ISBN (PDF)
9783346578785
ISBN (Book)
9783346578792
Language
German
Tags
Soziologie Pornografie Jugend Jugendliche Internet Konsum Web Entwicklungspsychologie Jugendsexualität Wandel Geschlechterrollen gesellschaftliche Normen Medienpädagogik sexuelle Idenität Sexualität psychosexuelle Entwicklung Sexualpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antonia Wandkowski (Author), 2020, Die Auswirkungen regelmäßigen Konsums pornografischer Web-Inhalte auf die Entwicklung von Sexualität in der jugendlichen Lebensphase. Wie kann die Soziale Arbeit reagieren?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168180
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