In der Arbeit wird selbstgesteuertes Lernen speziell aus der Perspektive des konstruktivistischen Lernens und Lehrens vorgestellt und Elemente dieser in den Führungsprozess integriert.
Die Bedeutung der Weiterbildung und des Lernens in den Organisationen hat in den letzten Jahren beständig zugenommen. Begründen lässt sich diese Entwicklung zum einen mit dem strukturellen Wandel der Arbeitswelt, der unter anderem aus dem verstärkten Wettbewerbs- und Veränderungsdruck resultiert. Zum anderen hat sich das in der Gesellschaft verankerte Menschenbild grundlegend geändert.
Unternehmen und Führungskräfte müssen sich mit der veränderten Bildungsaufgabe auseinandersetzen, um adäquat auf die neuen Bedingungen zu reagieren. Der Vorgesetzte soll Verantwortung für die Bewältigung der Lernprozesse seiner Mitarbeiter übernehmen und fungiert als Schlüsselperson der Kompetenzentwicklung im Unternehmen. Häufig wird von Lernberatung und Coaching gesprochen. Fraglich ist, ob sich diese Aufgaben in das Tätigkeitsspektrum des Vorgesetzten integrieren lassen. Ist es möglich, dass die Führungskraft als Lernberater und Coach agieren kann?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Lerntheoretische Grundlagen
- Lernbegriff und Lernebenen
- Lerntheorien
- Behavioristische Lerntheorie
- Kognitivistische Lerntheorie
- Konstruktivistische Lerntheorie
- Konstruktivistische Didaktik
- Grundannahmen
- Unterscheidungsperspektiven
- Ebenen didaktischen Handelns
- Didaktische Rollen
- Lernberatung
- Führung
- Grundlagen der Führungsbeziehung
- Rollen in der Führungsbeziehung
- Führerrolle
- Geführtenrolle
- Führungsprozess
- Konstruktivistische Führung
- Lernen in Führungsbeziehungen aus der konstruktivistischen Perspektive
- Möglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens in Führungsbeziehungen
- Lernende Organisation als Rahmen
- Darstellung der „neuen“ Führungsaufgabe
- Anforderungen an den Vorgesetzten
- Grenzen des selbstgesteuerten Lernens in Führungsbeziehungen
- Ebene Vorgesetzter
- Ebene Mitarbeiter
- Führungspraktische Konsequenzen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rolle des Vorgesetzten als Lernberater und Coach im Kontext einer lernenden Organisation. Sie analysiert die theoretischen Grundlagen des Lernens aus konstruktivistischer Perspektive und untersucht, wie diese Erkenntnisse in die Führungsbeziehung integriert werden können.
- Selbstgesteuertes Lernen in Führungsbeziehungen
- Konstruktivistische Lerntheorie und ihre Anwendung in der Praxis
- Rollen des Vorgesetzten als Lernberater und Coach
- Möglichkeiten und Grenzen des selbstgesteuerten Lernens im betrieblichen Kontext
- Führungspraktische Konsequenzen aus der konstruktivistischen Perspektive
Zusammenfassung der Kapitel
Das zweite Kapitel der Arbeit legt den Grundstein für das Verständnis des Lernprozesses. Hier werden verschiedene Lerntheorien beleuchtet, wobei der Schwerpunkt auf der konstruktivistischen Lerntheorie liegt. Dabei werden die Grundannahmen, Unterscheidungsperspektiven und Handlungsebenen dieser Theorie erläutert. Der Fokus liegt dabei auf der Lernberatung und ihrer Bedeutung im Kontext der Arbeit.
Kapitel 3 beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Führungsbeziehung. Neben der Beschreibung von Rollen und Führungsprozess, wird die konstruktivistische Perspektive auf die Führung beleuchtet. Hierbei wird ein Führungsmodell vorgestellt, welches die Subjekt-Subjekt-Beziehung in den Vordergrund stellt.
Im vierten Kapitel werden die Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln auf die betriebliche Umgebung angewendet. Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens in Führungsbeziehungen und beleuchtet die Rolle der lernenden Organisation als Rahmenbedingung. Die „neue“ Führungsaufgabe wird definiert und die Anforderungen an den Vorgesetzten als Lernberater und Coach herausgearbeitet.
Schlüsselwörter
Selbstgesteuertes Lernen, konstruktivistische Lerntheorie, Führungsbeziehung, Lernberatung, Coaching, lernende Organisation, Vorgesetztenrolle, Kompetenzentwicklung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet konstruktivistisches Lernen?
Lernen wird als aktiver, individueller Konstruktionsprozess verstanden, bei dem der Lernende Informationen auf Basis seines Vorwissens selbstständig verarbeitet.
Kann ein Vorgesetzter wirklich ein Coach sein?
Es ist eine Herausforderung, da die hierarchische Machtrolle des Vorgesetzten oft im Konflikt mit der neutralen, begleitenden Rolle eines Coaches steht.
Was ist die Aufgabe eines Lernberaters im Unternehmen?
Ein Lernberater unterstützt Mitarbeiter dabei, eigene Lernziele zu definieren und geeignete Strategien zur Kompetenzentwicklung im Arbeitsalltag zu finden.
Was sind die Grenzen des selbstgesteuerten Lernens?
Grenzen liegen oft in der mangelnden Zeit, fehlender Motivation der Mitarbeiter oder starren Unternehmensstrukturen, die keinen Raum für Eigeninitiative lassen.
Was zeichnet eine "Lernende Organisation" aus?
Eine Organisation, die flexibel auf Veränderungen reagiert und in der das kontinuierliche Lernen aller Mitglieder fest in der Unternehmenskultur verankert ist.
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- M. Sc. Beatrice Korte (Author), 2012, Der Vorgesetzte als Lernberater und Coach, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167576