Der Begriff „Manipulation“ steht im Zusammenhang der lateinischen „manus“ für „Hand“, im mittelalterlichen Latein entstand nach einer Heiligen-Legende das Verb „manipulare“ im Sinne des Führens eines Blinden an der Hand. Im frankophonen Raum entwickelten sich die heute verwendeten Sinngebungen. Diese unterliegen allerdings, trotz damit verbundenen positiven Vorstellungen in der Ausübung praktischer Tätigkeiten in kunstgerechter Handhabung, selbst im themenfreien Raum einer grundsätzlich negativen Grundbewertung. Solche pauschal pejorative Beurteilungen beruhen vor allem auf den vielfältigen, teils historischen Erfahrungen verschiedener Kulturen und Zivilisationen, in denen über gezielte Einflussnahme die Durchsetzung der Interessen Einzelner der sozialen und personalen Autonomie einer Gemeinschaft übergeordnet werden. Aus diesen einseitigen, intensiven, meistens „indirekten“ Beeinflussungen in der Steuerung und Prägung des Denkens, Fühlens und Verhaltens können restriktive Einschränkungen der individuellen Lebensführung resultieren, um sich schließlich auf der biopsychosozialen Ebene des jeweils Betroffenen zu manifestieren. Dessen ungeachtet unterliegt das tägliche Leben zur Meinungsbildung und in der Kommunikation ohnehin permanent verschiedenen, weniger offensichtlichen Einflüssen. Grundsätzlich ist jegliches Weltbild manipulativ gestaltet, die medialen Informationen über Sprache, Schrift und Bilder vermitteln nur Ausschnitte einer Realität, die, gegebenenfalls in gegenseitiger Kommunikation bestärkt, zu subjektiven, emotional induzierten Blickwinkeln und Verhaltensweisen führen. Positive Erkenntnisse manifestieren sich ebenfalls über Kommunikation. Generell können Einflussnahmen authentische Individualitäten beeinträchtigen, indem sie sämtliche Lebensbereiche erfassen, haben sie allerdings Normalitätscharakter.
Inhaltsübersicht
- Sozialimmanente Manipulationen als Steuerungselemente in der Medizin....
- Philosophische und wissenschaftstheoretische Aspekte der Chinesischen Medizin..
- Akupunktur.
- Ohrakpunktur
- Akupunkturpunkte
- Meridiane
- Wirkungsprinzip der Akupunktur
- Akupressur
- Tuina-Anmo
- Energiefeldtherapie (EFT)
- Neuraltherapie.
- Wirkungsprinzip der Neuraltherapie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieses Werk befasst sich mit manipulativen Therapien der Integrativen Medizin, insbesondere Akupunktur, Akupressur und Neuraltherapie. Es untersucht die philosophischen und wissenschaftstheoretischen Grundlagen dieser Verfahren und beleuchtet deren Einsatz im Kontext der herkömmlichen Medizin.
- Die Bedeutung von Manipulation in der Medizin und deren ethische Implikationen
- Die philosophischen Grundlagen der Chinesischen Medizin
- Die Funktionsweise und Anwendung von Akupunktur, Akupressur und Neuraltherapie
- Die evidenzbasierte Bewertung dieser Therapieformen
- Die Integration von manipulativen Therapien in die moderne Medizin
Zusammenfassung der Kapitel
Sozialimmanente Manipulationen als Steuerungselemente in der Medizin
Dieses Kapitel analysiert den Begriff der Manipulation im Kontext der Medizin und beleuchtet die ethischen Implikationen von Einflussnahmen auf Patienten. Es stellt verschiedene Formen von Manipulationen in der Gesellschaft und deren Auswirkungen auf die individuelle Autonomie dar.
Philosophische und wissenschaftstheoretische Aspekte der Chinesischen Medizin
Dieses Kapitel befasst sich mit den philosophischen und wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Chinesischen Medizin, insbesondere mit den Konzepten von Qi, Yin und Yang. Es erläutert die Beziehung zwischen Körper, Geist und Seele im Verständnis der Chinesischen Medizin.
Akupunktur
Dieses Kapitel bietet eine umfassende Einführung in die Akupunktur. Es behandelt die Geschichte, die Theorie und die Praxis der Akupunktur und erklärt die Funktionsweise der Akupunkturpunkte und Meridiane.
Akupressur
Dieses Kapitel stellt die Akupressur als eine manuelle Therapieform vor, die Druck auf bestimmte Akupunkturpunkte ausübt. Es erklärt die Anwendungsgebiete der Akupressur und deren Wirkung auf den Körper.
Neuraltherapie
Dieses Kapitel beschreibt die Neuraltherapie, eine Therapieform, die auf die Regulation des vegetativen Nervensystems abzielt. Es erläutert die Wirkungsweise der Neuraltherapie und deren Einsatz bei verschiedenen Erkrankungen.
Schlüsselwörter
Integrative Medizin, Manipulation, Akupunktur, Akupressur, Neuraltherapie, Chinesische Medizin, Qi, Yin und Yang, Meridiane, Evidenzbasierte Medizin, Regulation des vegetativen Nervensystems.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Integrativer Medizin?
Integrative Medizin kombiniert Ansätze der konventionellen akademischen Medizin mit komplementären Verfahren wie Akupunktur oder Neuraltherapie.
Wie funktioniert Akupunktur laut der Chinesischen Medizin?
Durch das Stechen von Nadeln in spezifische Akupunkturpunkte auf den Meridianen soll der Fluss der Lebensenergie (Qi) reguliert und das Gleichgewicht von Yin und Yang wiederhergestellt werden.
Was ist die Neuraltherapie?
Es ist eine Therapieform, die durch die Injektion von Lokalanästhetika auf das vegetative Nervensystem einwirkt, um Regulationsstörungen und Schmerzzustände zu behandeln.
Was ist der Unterschied zwischen Akupunktur und Akupressur?
Während die Akupunktur Nadeln verwendet, nutzt die Akupressur manuellen Druck auf die gleichen Punkte, wie etwa in der Tuina-Anmo-Massage.
Warum wird der Begriff „Manipulation“ im Text kritisch hinterfragt?
Der Text beleuchtet die ethische Dimension von Einflussnahmen in der Medizin und stellt die ursprüngliche Bedeutung (Handhabung) der negativen sozialen Bewertung gegenüber.
- Arbeit zitieren
- Dr.med.dent. Hubertus R. Hommel (Autor:in), 2007, Manipulative Therapien der Integrativen Medizin: Akupunktur, Akupressur, Neuraltherapie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116739