Im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit stehen deutschsprachige Hausordnungen im Zusammenhang mit der Migrationsbewegung. Hier handelt es sich um eine Textsorte, die Fachsprachliches und Allgemeinsprachliches verbindet, wobei der Fachlichkeitsgrad niedrig ist. Andererseits ist der Text reich an kulturspezifischen Aspekten des deutschen Alltags und des deutschen Rechtssystems sowie an administrativen Einzelheiten. In der Arbeit wird ein Parallelkorpus aus vier Hausordnungen von deutschen öffentlichen Einrichtungen analysiert, um kulturpezifische Aspekte zu kategorisieren und den übersetzerischen Umgang damit zu beschreiben.
Inhaltsverzeichnis
- 0. Einleitung
- 0.1. Gegenstand und Ziel der Arbeit
- 0.2. Fragestellung
- 0.3. Zum Korpus
- 0.4. Forschungsstand
- 0.5. Methode und Aufbau der Arbeit
- 1. Kapitel: Theoretische Grundlagen
- 1.1. Fachsprache und Fachübersetzung
- 1.2. Fachübersetzung aus kulturspezifischer Perspektive
- 1.2.1. Translationsrelevante Kulturdefinition
- 1.2.2. Kulturspezifische Aspekte der Fachübersetzung
- 1.2.2.1. Lexikalische Aspekte
- 1.2.2.2. Inhaltliche Aspekte
- 1.2.2.2.1. Realia
- 1.2.2.2.2. Textsortenkonventionen
- 1.2.2.2.3. Die pragmatische Ebene
- 1.3. Hausordnung als Fachtext
- 2. Kapitel: Intralinguale Analyse der ausgewählten Hausordnungen
- 2.1. Das pragmalinguistische Modell von Juliane House
- 2.2. Genre
- 2.2.1. Sprachliche Merkmale der Hausordnung
- 2.2.2. Textinhalt und -struktur
- 2.2.3. Sender und Empfänger
- 2.3. Registeranalyse
- 2.3.1. Field
- 2.3.1.1. Lexikalische Mittel
- 2.3.1.2. Textuelle Mittel
- 2.3.2. Tenor
- 2.3.2.1. Herkunft des Ausgangstextproduzenten und -rezipienten und Beziehung zwischen den Partizipanten
- 2.3.2.2. Lexikalische und textuelle Mittel
- 2.3.2.3. Sprachliche Handlungen
- 2.3.3. Mode
- 3. Kapitel: Kulturspezifische Aspekte in den ausgewählten übersetzten Hausordnungen
- 3.1. Lexikalische Aspekte
- 3.1.1. Berufs- und Amtsbezeichnungen
- 3.1.2. Bezeichnungen für Institutionen und Organisationseinheiten
- 3.1.3. Geografische Bezeichnungen
- 3.1.4. Fachliche Benennungen
- 3.1.5. Fremdwörter
- 3.2. Kulturspezifische Inhalte
- 3.2.1. Gesellschaftlich-juristische Gegebenheiten
- 3.2.2. Alltagsbezogene Kulturspezifika
- 3.2.2.1. Zeitwahrnehmung
- 3.2.2.2. Sauberhaltung und Umweltschutz
- 3.2.3. Kulturspezifische Beschreibungstiefe
- 3.3. Sprachliche Aspekte
- 3.3.1. Wortbildung
- 3.3.2. Nominalstil
- 3.3.3. Der unpersönliche Stil
- 3.3.4. Abkürzungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Masterarbeit befasst sich mit der deutsch-arabischen Übersetzung von Hausordnungen für Migranten in Deutschland. Sie untersucht kulturspezifische Aspekte in diesen Fachtexten und analysiert die Übersetzungsverfahren, die für die Kulturübertragung eingesetzt werden. Das Ziel der Arbeit ist es, ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen und Besonderheiten der Übersetzung von Hausordnungen für eine arabische Zielgruppe zu gewinnen.
- Kulturspezifische Aspekte in Hausordnungen für Migranten
- Fachsprachliche und allgemeinsprachliche Elemente in Hausordnungen
- Übersetzungsverfahren für kulturspezifische Aspekte
- Intralinguale Analyse von Hausordnungen
- Analyse der arabischen Übersetzungen von Hausordnungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und erläutert den Forschungsgegenstand, die Fragestellung, das Korpus sowie den Forschungsstand. Kapitel 1 beleuchtet die theoretischen Grundlagen der Fachsprache und Fachübersetzung sowie die Bedeutung von kulturspezifischen Aspekten in diesem Kontext. Kapitel 2 widmet sich der intralingualen Analyse der ausgewählten Hausordnungen und betrachtet dabei verschiedene Aspekte wie Genre, Register und sprachliche Mittel. Kapitel 3 schließlich fokussiert auf die kulturspezifischen Aspekte in den arabischen Übersetzungen der Hausordnungen. Hier werden lexikalische, inhaltliche und sprachliche Besonderheiten untersucht und die eingesetzten Übersetzungsverfahren analysiert.
Schlüsselwörter
Fachübersetzung, Kulturspezifika, Hausordnung, Migranten, deutsch-arabische Übersetzung, Sprachvergleich, Intralinguale Analyse, Pragmalinguistik, Registeranalyse, Lexik, Text, Übersetzungstechnik, Kulturübertragung, Arabische Sprache, Deutsche Sprache.
Häufig gestellte Fragen
Welche Herausforderungen gibt es bei der Übersetzung von Hausordnungen ins Arabische?
Herausforderungen liegen in der Übertragung deutscher Rechtsbegriffe, administrativen Einzelheiten und kulturspezifischen Alltagsaspekten (z.B. Mülltrennung, Ruhezeiten), für die es im Arabischen oft keine direkten Äquivalente gibt.
Was sind „Realia“ in der Übersetzungswissenschaft?
Realia sind Begriffe für Gegenstände oder Konzepte, die spezifisch für eine bestimmte Kultur sind (z.B. bestimmte deutsche Ämter oder soziale Gepflogenheiten). Sie erfordern spezielle Übersetzungsstrategien wie Erklärungen oder Lehnwörter.
Wie beeinflusst die Zeitwahrnehmung die Übersetzung?
Unterschiedliche kulturelle Auffassungen von Pünktlichkeit und Zeitmanagement müssen bei der Übersetzung von Terminen oder Fristen in Hausordnungen berücksichtigt werden, um die pragmatische Wirkung zu sichern.
Welche Rolle spielt der Nominalstil in deutschen Fachtexten?
Deutsche Hausordnungen nutzen oft einen unpersönlichen Nominalstil. Bei der Übersetzung ins Arabische muss entschieden werden, ob dieser Stil beibehalten wird oder ob eine verbalere, direktere Ansprache für die Zielgruppe angemessener ist.
Was ist das pragmalinguistische Modell von Juliane House?
Es ist ein Modell zur Qualitätsbeurteilung von Übersetzungen, das den Fokus auf die Funktion des Textes (Genre, Register) und die Äquivalenz der Wirkung beim Leser legt.
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- Islam Elshaarawi (Author), 2020, Kulturspezifische Aspekte der deutsch-arabischen Übersetzung von Hausordnungen für Migranten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167319