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Die Schutzgüter Tiere und Pflanzen in der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS)

Title: Die Schutzgüter Tiere und Pflanzen in der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS)

Research Paper (undergraduate) , 2007 , 47 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. -Ing. Matthias Bächle (Author)

Urban and Regional Planning
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Summary Excerpt Details

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zu untersuchen, wie eine fachgerechte Behandlung der Schutzgüter Pflanzen und Tiere in städtisch geprägten Bereichen im Rahmen von Umweltverträglichkeitsuntersuchungen erfolgen kann. Dies ist auch deshalb wichtig, weil Pflanzen und Tieren nicht nur als selbständigen Umweltschutzgütern, sondern auch als Hilfsmittel zur Ermittlung des Zustands der anderen Umweltschutzgüter große Bedeutung zukommen. Zudem müssen spezielle Anforderungen des Umwelt- und Naturschutzes ebenso Bestandteil einer integrierten Stadtentwicklung wie die Ergebnisse einer Umweltverträglichkeitsprüfung sein, da nicht nur die gebaute Umwelt das Leben des Menschen in der Stadt bestimmt. Hierzu werden auf der Grundlage einer Analyse des Lebensraums Stadt für Pflanzen und Tiere sowie der rechtlichen und der fachlichen Anforderungen bei Umweltverträglichkeitsuntersuchungen an die Schutzgutbearbeitung in städtischen Bereichen Handlungsempfehlungen entwickelt.
Die Handlungsempfehlungen sollen dabei sowohl Anhaltspunkte für Änderungen der rechtlichen Anforderungen als auch einen Leitfaden für UVS-Gutachter und Behör-den enthalten, der Hinweise dafür geben soll, was bei Umweltverträglichkeitsstudien in städtischen Bereichen bei den Schutzgütern Tiere und Pflanzen bei den jeweiligen fachlichen Arbeitsschritten zu beachten ist. Durch eine Umsetzung der Handlungsempfehlungen in der Praxis wird angenommen, dass im Sinne einer integrierten Stadtentwicklung eine wirksamere Umweltvorsorge bei UVP-pflichtigen Vorhaben in städtisch geprägten Bereichen erreicht werden kann.
Die Betrachtung der Pflanzen- und Tierwelt beschränkt sich im Wesentlichen auf Pflanzen, da hierzu ausführlichere Literatur recherchiert werden konnte, dieses Schutzgut im inhaltlichen Kontext anschaulicher beschrieben werden kann als Tiere und die Spezifika der Pflanzenwelt in Städten prinzipiell auf die dort lebende Tierwelt übertragen werden können. In die Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingugen werden die nach der Rechtssystematik des UVPG anwendbaren fachrechtlichen Vorschriften nicht einbezogen, da der Fokus der Arbeit auf der Umweltverträglichkeitsuntersuchung und somit der fachlichen Seite liegt.
Als Praxisbeispiele für Umweltverträglichkeitsstudien wurden ein innerstädtischer Bebauungsplan für ein Einkaufszentrum in einer Großstadt (Düsseldorf) und ein „außerstädtischer“ Bebauungsplan für ein Gewerbegebiet am Ortsrand im Großraum Köln herangezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aufbau und Vorgehensweise

3 Der Lebensraum Stadt für Tiere und Pflanzen

3.1 Stadtvegetation

3.2 Artenvielfalt

3.3 Stadtökologische Gliederung

3.4 Zusammenfassung

4 Behandlung der Schutzgüter Pflanzen und Tiere in der UVP: Rechtliche Anforderungen

4.1 Unterlagen des Vorhabensträgers (Umweltverträglichkeitsstudie)

4.2 UVP-Verwaltungsvorschrift

4.3 Fazit: Rechtliche Anforderungen an die Behandlung der Schutzgüter Tiere und Pflanzen in der UVP

5 Behandlung der Schutzgüter Pflanzen und Tiere in der UVS in städtischen Bereichen: Fachliche Anforderungen

5.1 Schutzgut Pflanzen

5.1.1 Ermittlung und Beschreibung der Umwelt

5.1.2 Ermittlung und Beschreibung der Umweltauswirkungen

5.2 Schutzgut Tiere

5.2.1 Ermittlung und Beschreibung der Umwelt

5.2.2 Ermittlung und Beschreibung der Umweltauswirkungen

5.2.3 Bewertung der Umweltauswirkungen (Pflanzen und Tiere)

5.3 Bewertungsmethoden in Umweltverträglichkeitsstudien

5.3.1 Ökologische Risikoanalyse

5.3.2 Möglichkeiten und Grenzen der ökologischen Risikoanalyse

5.3.3 Einsatz der ökologischen Risikoanalyse in städtischen Bereichen

5.4 Zusammenfassung

6 Praxisbeispiele: Behandlung der Schutzgüter Tiere und Pflanzen in der UVS

6.1 Umweltverträglichkeitsstudie: Ökologisches Gewerbegebiet Kürten

6.1.1 Ermittlung und Beschreibung der Umwelt (Pflanzen und Tiere)

6.1.2 Ermittlung, Beschreibung und fachliche Bewertung der Umweltauswirkungen (Pflanzen und Tiere)

6.2 UVS Bebauungsplan Düsseldorf Arcaden

6.2.1 Ermittlung und Beschreibung der Umwelt

6.2.2 Ermittlung und Beschreibung der Umweltauswirkungen

6.2.3 Bewertung: Behandlung der Schutzgüter Pflanzen und Tiere in den untersuchten Praxisbeispielen an Umweltverträglichkeitsstudien

7 Handlungsempfehlungen

7.1 Rechtliche Handlungsempfehlungen

7.2 Fachliche Handlungsempfehlungen

8 Zusammenfassung

9 Literatur- und Quellenverzeichnis

9.1 Rechtsgrundlagen

9.2 Sonstige

Zielsetzung & Themen

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung einer fachgerechten Behandlung der Schutzgüter Pflanzen und Tiere in städtisch geprägten Bereichen im Rahmen von Umweltverträglichkeitsuntersuchungen, da in der Praxis häufig eine mangelhafte Berücksichtigung dieser Aspekte festzustellen ist.

  • Analyse des Lebensraums Stadt für Tiere und Pflanzen
  • Evaluation rechtlicher und fachlicher Anforderungen an Umweltverträglichkeitsstudien
  • Untersuchung der spezifischen Belastungssituationen in städtischen Bereichen
  • Kritische Analyse von Praxisbeispielen in Düsseldorf und Kürten
  • Entwicklung rechtlicher und fachlicher Handlungsempfehlungen

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

In der Praxis ist in Umweltverträglichkeitsstudien (UVS), die den gutachterlichen Teil der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) darstellen, häufig eine fachlich unzureichende Bearbeitung der Umweltschutzgüter festzustellen. Oftmals werden Passagen aus Lehrbüchern abgeschrieben. Dies war offensichtlich bereits vor über 10 Jahren der Fall (vgl. DIECKSCHÄFER in MARQUARDT-KURON, VELTRUP (1995): 102) und ist heute immer noch häufig festzustellen (vgl. FÜHR et al. (2007)). Vor allem das Schutzgut Tiere wird in der UVS regelmäßig nur mangelhaft behandelt.

Weiterhin wird vermutet, dass UVS-Gutachter, welche häufig aus dem Berufsfeld der Landschaftsplanung stammen, bei der Behandlung der Schutzgüter Pflanzen und Tiere in städtisch geprägten Bereichen dieselben Maßstäbe / Methoden anwenden als in ländlichen Gebieten, obwohl hier vielfältige Einflüsse des Menschen zu einer veränderten Tier- und Pflanzenwelt geführt haben und immer noch führen. Diese in städtischen Bereichen regelmäßig bestehenden anthropogenen Vorbelastungen werden zudem in Umweltverträglichkeitsstudien regelmäßig als Argument angeführt, um Auswirkungen eines neu hinzukommenden Vorhabens an einem Standort zu verharmlosen. Aufgrund dessen stellt sich besonders in städtischem Kontext die Frage, wie sich die Realisierung eines UVP-pflichtigen Vorhabens auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirkt. Stellt ein solcher „Eingriff“ eine wesentliche Beeinträchtigung dar oder sind aufgrund der Vorbelastung keine signifikanten Folgen zu erwarten?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Problematik unzureichender Bearbeitung der Schutzgüter Pflanzen und Tiere in UV-Studien und definiert das Ziel, fachgerechte Ansätze für städtische Bereiche zu entwickeln.

2 Aufbau und Vorgehensweise: Erläutert die methodische Struktur der Arbeit, von der Analyse des Lebensraums Stadt über rechtliche und fachliche Grundlagen bis hin zu den Praxisbeispielen und Handlungsempfehlungen.

3 Der Lebensraum Stadt für Tiere und Pflanzen: Analysiert den Einfluss anthropogener Faktoren auf das Stadtklima, den Boden und Wasserhaushalt sowie deren Konsequenzen für Artenzusammensetzung und Vegetationsstrukturen.

4 Behandlung der Schutzgüter Pflanzen und Tiere in der UVP: Rechtliche Anforderungen: Untersucht die rechtlichen Rahmenbedingungen und Mindestanforderungen an Vorhabensträger und Behörden, wobei die Unzureichendheit der aktuellen Vorschriften für städtische Kontexte kritisiert wird.

5 Behandlung der Schutzgüter Pflanzen und Tiere in der UVS in städtischen Bereichen: Fachliche Anforderungen: Detaillierte Betrachtung der fachlichen Arbeitsschritte zur Bestandsaufnahme und Bewertung unter Berücksichtigung spezifischer städtischer Bedingungen wie der ökologischen Risikoanalyse.

6 Praxisbeispiele: Behandlung der Schutzgüter Tiere und Pflanzen in der UVS: Analyse der Praxisbeispiele "Gewerbegebiet Kürten" und "Bebauungsplan Düsseldorf Arcaden" hinsichtlich ihrer methodischen Umsetzung und festgestellter Defizite.

7 Handlungsempfehlungen: Präsentiert rechtliche Anpassungsvorschläge für die UVPVwV sowie einen fachlichen Leitfaden für Gutachter zur Berücksichtigung städtischer Spezifika.

8 Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, bestätigt die festgestellten Bearbeitungsdefizite und betont die Notwendigkeit qualitativ hochwertiger Bestandserhebungen.

Schlüsselwörter

Umweltverträglichkeitsstudie, UVS, UVP, Schutzgut Pflanzen, Schutzgut Tiere, Stadtökologie, Lebensraum Stadt, Stadtvegetation, Artenvielfalt, ökologische Risikoanalyse, anthropogene Vorbelastung, Fachliche Anforderungen, Naturschutzrecht, Biotoptypen, Umweltvorsorge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der häufig unzureichenden fachlichen Behandlung der Schutzgüter Tiere und Pflanzen in Umweltverträglichkeitsstudien (UVS) bei Projekten in städtischen Gebieten.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, Methoden und Anforderungen aufzuzeigen, wie Schutzgüter in städtischen Kontexten fachgerecht im Rahmen von Umweltverträglichkeitsuntersuchungen bearbeitet werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Studie umfasst die Analyse des Lebensraums Stadt, die Prüfung rechtlicher Rahmenbedingungen, die Bewertung fachlicher Anforderungen bei der Bestandserhebung und die Analyse konkreter Praxisbeispiele.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse der Fachliteratur, eine rechtliche Prüfung bestehender Vorschriften sowie eine vergleichende Analyse von Praxisbeispielen (Fallstudien) an zwei Standorten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Lebensraums Stadt, die rechtlichen und fachlichen Anforderungen an UVS, eine detaillierte Prüfung von Bewertungsmethoden wie der ökologischen Risikoanalyse sowie die Analyse zweier Fallbeispiele.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Umweltverträglichkeitsstudie, Stadtökologie, ökologische Risikoanalyse, Schutzgut Pflanzen, Schutzgut Tiere und städtische Umweltplanung.

Welche spezifische Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich städtischer Vorbelastungen?

Der Autor warnt davor, anthropogene Vorbelastungen als pauschales Argument zu nutzen, um neue Projektfolgen zu verharmlosen, und fordert stattdessen eine detaillierte Analyse der spezifischen Störungsintensität.

Was wird für die Praxis (Gutachter und Behörden) konkret empfohlen?

Es wird ein fachlicher Leitfaden vorgeschlagen, der insbesondere die Erfassung von Indikatorarten und eine städtisch orientierte Biotoptypenkartierung empfiehlt sowie rechtliche Klarstellungen innerhalb der UVP-Verwaltungsvorschrift fordert.

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Details

Title
Die Schutzgüter Tiere und Pflanzen in der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS)
College
University of Kassel  (FB 6, FG Politik und Recht räumlicher Entwicklung im europäischen Kontext)
Course
Infrastruktur und Standortplanung
Grade
1,3
Author
Dipl. -Ing. Matthias Bächle (Author)
Publication Year
2007
Pages
47
Catalog Number
V116596
ISBN (eBook)
9783640185184
ISBN (Book)
9783640798360
Language
German
Tags
Schutzgüter Tiere Pflanzen Umweltverträglichkeitsstudie Infrastruktur Standortplanung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. -Ing. Matthias Bächle (Author), 2007, Die Schutzgüter Tiere und Pflanzen in der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116596
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