Die Ausarbeitung soll einen Überblick über die Zukunft des Maßgeblichkeitsprinzips mit seinem Für und Wider vor dem Hintergrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (kurz BilMoG) geben.
Eine Modernisierung des Bilanzrechts ist geplant, die zu zahlreichen Neuerungen des handelsrechtlichen Jahresabschlusses führen wird. Einen wichtigen Punkt hierbei stellt die Zukunft des Maßgeblichkeitsprinzips dar. Die Diskussionen seitens der Literatur zu diesem Thema sind so alt wie die Maßgeblichkeit selbst, wobei es sowohl Fürsprecher als auch Kritiker gibt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)
- Warum eine Modernisierung des Bilanzrechts – Zielsetzung
- Umsetzung der Ziele
- Aktueller Stand des Gesetzgebungsverfahrens
- Das gegenwärtige Verhältnis von Handels- und Steuerbilanz
- Funktionen
- Die Handelsbilanz
- Die Steuerbilanz
- Das Maßgeblichkeitsprinzip
- Arten der Maßgeblichkeit
- Rechtsgrundlage
- Kritik am Maßgeblichkeitsprinzip
- Die Zukunft des Maßgeblichkeitsprinzips
- Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit
- Gründe für die Abschaffung
- Kritik an der Abschaffung
- Rechtsgrundlage
- Beibehaltung der materiellen Maßgeblichkeit
- Gründe für die Beibehaltung
- Kritik an der Beibehaltung
- Rechtsgrundlage
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Zukunft des Maßgeblichkeitsprinzips im Kontext des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Sie analysiert die Gründe für eine Modernisierung des Bilanzrechts, die Auswirkungen des BilMoG auf das Maßgeblichkeitsprinzip und die Kontroversen, die sich um die Abschaffung oder Beibehaltung dieser grundlegenden Norm drehen.
- Modernisierung des Bilanzrechts und Annäherung an IFRS
- Das Maßgeblichkeitsprinzip und seine Bedeutung für das Verhältnis von Handels- und Steuerbilanz
- Die verschiedenen Arten der Maßgeblichkeit und deren Auswirkungen auf die Rechnungslegung
- Argumente für und gegen die Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit
- Die Folgen der Beibehaltung der materiellen Maßgeblichkeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über die Bedeutung des Maßgeblichkeitsprinzips im deutschen Bilanzrecht und die Herausforderungen, die sich aus der Modernisierung des Bilanzrechts ergeben. Kapitel 2 widmet sich dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), seinen Zielen, der Umsetzung und dem aktuellen Stand des Gesetzgebungsverfahrens. Kapitel 3 beleuchtet das gegenwärtige Verhältnis von Handels- und Steuerbilanz, die Funktionen beider Bilanzen und das Maßgeblichkeitsprinzip, einschließlich seiner Arten, Rechtsgrundlagen und der Kritik daran. Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit der Zukunft des Maßgeblichkeitsprinzips. Es beleuchtet die Debatte um die Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit und die Argumente für und gegen die Beibehaltung der materiellen Maßgeblichkeit.
Schlüsselwörter
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Maßgeblichkeitsprinzip, dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), dem Verhältnis von Handels- und Steuerbilanz, IFRS, der umgekehrten Maßgeblichkeit, der materiellen Maßgeblichkeit und der Rechnungslegung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG)?
Das BilMoG zielt auf eine Modernisierung des deutschen Bilanzrechts ab, insbesondere durch eine Annäherung an internationale Rechnungslegungsstandards (IFRS) und eine Deregulierung für KMU.
Was versteht man unter dem Maßgeblichkeitsprinzip?
Es beschreibt die Verknüpfung zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz, wobei die handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) auch für die steuerliche Gewinnermittlung gelten.
Warum wurde die „umgekehrte Maßgeblichkeit“ durch das BilMoG abgeschafft?
Die Abschaffung erfolgte, um die Handelsbilanz von rein steuerlich motivierten Ansätzen zu befreien und so die Informationsfunktion des Jahresabschlusses für Investoren zu stärken.
Bleibt die materielle Maßgeblichkeit nach dem BilMoG bestehen?
Ja, die materielle Maßgeblichkeit bleibt grundsätzlich erhalten, was bedeutet, dass die Handelsbilanz weiterhin die Basis für die Steuerbilanz bildet, sofern keine spezifischen steuerlichen Wahlrechte ausgeübt werden.
Welche Kritik gibt es an der Beibehaltung der Maßgeblichkeit?
Kritiker bemängeln, dass die unterschiedlichen Zwecke von Handelsrecht (Gläubigerschutz/Information) und Steuerrecht (Fiskalzweck) zu Zielkonflikten führen, die durch eine vollständige Entkoppelung gelöst werden könnten.
Was sind die Funktionen der Handelsbilanz im Vergleich zur Steuerbilanz?
Die Handelsbilanz dient primär der Information und dem Gläubigerschutz, während die Steuerbilanz die Grundlage für eine gerechte und gleichmäßige Besteuerung bildet.
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- Diplom-Kaufmann (FH) Stephan Apelt (Author), 2008, Die Zukunft des Maßgeblichkeitsprinzips vor dem Hintergrund des BilMoG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1165436