In dieser Arbeit wird erläutert, wie Macht und Liebe in Racines Bajazet dargestellt werden und inwiefern sich Luhmanns Liebestheorie darauf anwenden lässt. Dafür werden wir uns in einem ersten Teil die Entwicklung zur Liebe als Passion genauer ansehen, im Anhang dazu wird die Kommunikationstheorie von Niklas Luhmann zusammengefasst. Darauf folgt eine Darstellung und Analyse des Dreiecksverhältnisses der Liebenden, mit Fokus auf die zwei weiblichen Hauptfiguren und abschließend werden die Beziehungen der Frauen zu Bajazet mit Hinblick auf die Luhmannsche Theorie betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Liebe als Passion im 17. Jahrhundert
- Liebe als Kommunikationsmedium nach Luhmann
- Das Dreiecksverhältnis in Bajazet
- Zwei Arten von Frauen
- Atalide
- Roxane
- Luhmanns Theorie in Bajazet
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit der Darstellung von Macht und Liebe in Racines Tragödie „Bajazet“ und untersucht, inwiefern sich Luhmanns Liebestheorie auf dieses Stück anwenden lässt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung zur Liebe als Passion im 17. Jahrhundert und der Analyse des Dreiecksverhältnisses zwischen den Liebenden, insbesondere der beiden weiblichen Hauptfiguren.
- Entwicklung der Liebe als Passion im 17. Jahrhundert
- Luhmanns Kommunikationstheorie und die Liebe
- Das Dreiecksverhältnis in „Bajazet“
- Die Beziehungen der weiblichen Figuren zu Bajazet
- Die Anwendung von Luhmanns Theorie auf das Stück
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung gibt einen Überblick über die Thematik und den Aufbau der Arbeit, wobei die Rolle von Macht und Liebe im Stück "Bajazet" sowie die Anwendung von Luhmanns Theorie in den Vordergrund gestellt werden.
Kapitel 2 befasst sich mit der Entwicklung zur Liebe als Passion im 17. Jahrhundert. Es wird dargestellt, wie sich die Liebe von einer politischen und religiösen Kraft zu einem leidenschaftlichen Gefühlswandelte. Der Fokus liegt dabei auf den Veränderungen in der Wahrnehmung von Liebe als einem Zustand, der von „willenlosem Ergriffensein“ geprägt ist.
Kapitel 3 behandelt Luhmanns Kommunikationstheorie und ihre Anwendung auf die Liebe. Luhmann definiert die Liebe als ein Kommunikationsmedium, das zur Intensivierung sozialer Beziehungen beiträgt.
Kapitel 4 untersucht das Dreiecksverhältnis zwischen den Liebenden in „Bajazet“, insbesondere die Beziehungen zwischen den beiden weiblichen Hauptfiguren, Atalide und Roxane, zu Bajazet.
Schlüsselwörter
Liebe als Passion, Luhmann, Kommunikationstheorie, Dreiecksverhältnis, Bajazet, Atalide, Roxane, Macht, Politik, Tragödie, 17. Jahrhundert, amour passion, Galanterie.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird Liebe in Racines „Bajazet“ dargestellt?
Liebe wird als „Passion“ dargestellt – ein Zustand leidenschaftlicher, oft zerstörerischer Ergriffenheit, der eng mit Machtstrukturen und politischem Kalkül verknüpft ist.
Wie wendet die Arbeit Niklas Luhmanns Theorie auf das Stück an?
Luhmanns Konzept der „Liebe als Passion“ wird als Kommunikationsmedium genutzt, um die sozialen Beziehungen und die Kommunikation zwischen den Charakteren in der Tragödie zu analysieren.
Wer sind die zentralen Frauenfiguren im Dreiecksverhältnis?
Die Arbeit fokussiert auf Atalide und Roxane. Während Atalide für eine eher emotionale Bindung steht, repräsentiert Roxane die Verbindung von Liebe und absoluter Macht.
Was ist das Besondere am „amour passion“ im 17. Jahrhundert?
Es beschreibt den Wandel der Liebe von einer rein religiösen oder politischen Verpflichtung hin zu einem individuellen, leidenschaftlichen Gefühl, das den Willen des Einzelnen dominiert.
Welchen Einfluss hat die Macht auf die Beziehungen in „Bajazet“?
Die Liebe ist im Stück untrennbar mit dem Serail und den dort herrschenden Machtkämpfen verbunden; Gefühle werden oft als Druckmittel oder politische Waffe eingesetzt.
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- Irina Herrspiegel (Author), 2021, Liebe als Passion in Racines "Bajazet", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1164050