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Tätowierungen bei Christen. Ein ethisches Problem?

Titel: Tätowierungen bei Christen. Ein ethisches Problem?

Hausarbeit , 2014 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Lola Victoria (Autor:in)

Ethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter Christen gibt es diskussionsfreudige - und feurige Themen, die daher kommen, dass die Bibel gewisse Dinge nicht klar adressiert, wie es oft für den Konsens einer gläubigen Christengemeinschaft zu wünschen wäre. In diese Kategorie gehört ebenfalls die Frage: Ist es für Christen in Ordnung, Tattoos zu haben? Ist es Sünde für einen Christen, ein Tattoo zu bekommen? Was sagt die Bibel über Tattoos?

Die Auseinandersetzung mit diesem Thema beinhaltet zunächst die Darstellung der moralischen Frage und dem dahinterstehenden ethischen Problem, anschließend eine kurze Historie und eine Auflistung von Motiven und Ursachen der Anschaffung einer Tätowierung. Darauffolgend werden die relevanten Bibelstellen dargestellt und deren Kontext beleuchtet. In der Güterabwägung werden die verschiedenen Perspektiven begutachtet und abschließend Fazit gezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Darstellung

2. Sachanalyse

2.1 Kurze Historie und Hintergrund

2.2 Motive zur Anlegung von Tätowierungen

3. Biblisch-theologischer Befund

3.1 Biblisches Vorkommen

3.2 Biblischer Kontext

3.3 Exkurs: Ansicht anderer Religionen zu Tattoos

4. Güterabwägung und Perspektiven

5. Urteil/Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethisch-moralische Fragestellung, ob Tätowierungen für Christen vereinbar mit ihrem Glauben und ihrer Lebensführung sind. Dabei wird analysiert, wie biblische Texte in ihrem ursprünglichen Kontext zu verstehen sind und welche Abwägungsprozesse für moderne Christen bei der Entscheidung für oder gegen ein Tattoo relevant sind.

  • Historische Entwicklung der Tätowierung und ihre Bedeutung im christlichen Kontext
  • Biblisch-theologische Untersuchung relevanter Textstellen des Alten Testaments
  • Ethische Güterabwägung im Licht der christlichen Freiheit und Verantwortung
  • Die Rolle des Körpers als „Tempel des Heiligen Geistes“
  • Frage nach dem Zeugnischarakter christlicher Tätowierungen

Auszug aus dem Buch

2.1 Kurze Historie und Hintergrund

Tattoos sind keine Erfindung des 20. oder 21. Jahrhunderts. Menschen zu allen Zeiten aller Völker der Erde (...) praktizierten Körperbemalung und/oder ihr verwandte Techniken.13

Das Wort „Tätowieren“ kommt von dem tahitianischen Wort "tattau" (oder tatatau) und meint "schlagen", bzw. "eine Zeichnung in der Haut". Der Begriff wurde erstmals von Captain James Cook, dem britischen Eroberer und Weltumsegler, 1769 erwähnt und in die englische Sprache als "tattoo" eingeführt (Adatto, 1993,15).14

Interessanterweise zeigt gerade die Geschichte der Christenheit, welch große Bedeutung Tätowierungen für die Gläubigen hatten.

Die frühsten schriftlichen Belege von Tattoos findet man in der Tat in der Bibel in Form von Verboten. (3. Mose 19,28/3. Mose 21,5)

Auch die ersten Christen trugen Tätowierungen. Motive und Bedeutungen derer waren von Epoche zu Epoche unterschiedlich. Die Funktionen von Tätowierungen bei den Frühchristen waren die der Brandmarkung, Stigma, Zeichen des Ausschlusses oder Identifikations-merkmal. Zur Zeit der etablierten Staatskirche stellten sie sogenannte „Ingroup-Erkennungszeichen“ dar, Zugehörigkeitszeichen, Unterscheidungsmerkmal zu Ketzern, eine Vermeidung zum Übertritt in den Islam, Gruppenstabilisierung, Erkennungssymbol bei Christen-Minderheiten usw. Diese Tätowierungen waren bspw. die Anfangsbuchstaben des Namens Christi („X“ oder „I.N.“= Jesus Nazarenus), ein Fisch (griech.: Ichtys, ein Akrostichon für Jesus Christos Theu Soter), ein Kreuz oder ein Lamm auf der Stirn oder am Handgelenk.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Popularität von Tätowierungen in christlichen Kreisen und führt in die ethische Problemstellung ein.

1.1 Darstellung: Dieser Abschnitt beschreibt den Wandel vom stigmatisierten Randgruppen-Symbol zum modernen Mainstream-Lifestyle-Accessoire.

2. Sachanalyse: Hier wird der historische Hintergrund von Tätowierungen und deren vielfältige Funktionen im Laufe der Zeit untersucht.

2.1 Kurze Historie und Hintergrund: Dieser Teil betrachtet die etymologische Herkunft sowie die frühchristliche Nutzung von Tattoos als Identifikationsmerkmale.

2.2 Motive zur Anlegung von Tätowierungen: Hier werden verschiedene psychologische, soziale und kulturelle Erklärungsansätze für die Entscheidung zur Tätowierung aufgelistet.

3. Biblisch-theologischer Befund: Dieser Abschnitt analysiert die relevanten alttestamentlichen Verbote in ihrem ursprünglichen literarischen und historischen Kontext.

3.1 Biblisches Vorkommen: Eine Auflistung der zentralen Bibelstellen im Alten Testament, die sich auf das Tätowieren oder rituelle Einschnitte beziehen.

3.2 Biblischer Kontext: Erläutert, dass die biblischen Verbote in einem rituellen Kontext der Trauer um Tote standen und nicht einfach als zeitlose allgemeine Anweisungen betrachtet werden sollten.

3.3 Exkurs: Ansicht anderer Religionen zu Tattoos: Ein Blick auf die restriktive Haltung des Judentums und des Islams gegenüber Körperveränderungen.

4. Güterabwägung und Perspektiven: Dieser Teil führt die ethische Reflexion zusammen und diskutiert die heutige Relevanz biblischer Prinzipien für Christen.

5. Urteil/Fazit: Die abschließende Zusammenführung betont, dass das Tattoo eine Frage der persönlichen Weisheit und des verantwortungsvollen Handelns zur Ehre Gottes bleibt.

Schlüsselwörter

Tätowierung, Christentum, Ethik, Bibel, Körperkunst, Identität, Identifikationsmerkmal, Glaube, Levitikus, Körper als Tempel, Religionsgeschichte, moderne Gesellschaft, Missionsbefehl, Glaubensentscheidung, Christliche Freiheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ethische Fragestellung, ob das Tragen von Tätowierungen mit dem christlichen Glauben und dem biblischen Menschenbild vereinbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung von Tattoos, der biblischen Exegese der relevanten Verbote im Alten Testament und der ethischen Anwendung auf das heutige Leben als Christ.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, eine differenzierte Beurteilung zu ermöglichen, ob die Anschaffung eines Tattoos als Sünde zu bewerten ist oder ob sie im Rahmen christlicher Freiheit unter Berücksichtigung der eigenen Berufung und Verantwortung steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine sachanalytische Untersuchung, historische Quellen, biblisch-theologische Textanalyse und eine ethische Güterabwägung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, eine Untersuchung des biblischen Befundes sowie eine ethische Güterabwägung, in der moderne Perspektiven auf das Thema reflektiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Tätowierung, christliche Ethik, biblische Prinzipien, Körper als Tempel und Glaubenszeugnis charakterisiert.

Warum spielt der Kontext in 3. Mose 19,28 eine so große Rolle?

Weil der Autor aufzeigt, dass sich das Verbot auf heidnische Totenrituale bezog. Wenn man diesen rituellen Kontext ignoriert, reißt man den Vers aus seinem ursprünglichen Verhältnis, was zu einer falschen Interpretation führt.

Was empfiehlt der Autor Christen, die ein Tattoo in Erwägung ziehen?

Der Autor rät dazu, die Entscheidung auf Basis von Prinzipien aus Römer 14 zu treffen, wie etwa die Prüfung des Gewissens, die Frage nach dem Anstoß für andere und die Ausrichtung der Entscheidung auf die Verherrlichung Gottes.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tätowierungen bei Christen. Ein ethisches Problem?
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,0
Autor
Lola Victoria (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V1162543
ISBN (PDF)
9783346564962
ISBN (Buch)
9783346564979
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tätowierungen christen problem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lola Victoria (Autor:in), 2014, Tätowierungen bei Christen. Ein ethisches Problem?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1162543
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Leseprobe aus  15  Seiten
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