Was passiert mit den talentierten Sportlerinnen, die nicht der gesellschaftlichen Norm einer "schönen" Frau entsprechen? Haben diese überhaupt eine Chance? Diese Fragen sollen anhand des Sportspielfilms "I, Tonya", der vom Leben der talentierten Eiskunstläuferin Tonya Harding handelt, symbolisch analysiert werden.
Die Arbeit beschäftigt sich auch mit der Darstellung von Körper und Gender im Film. Hierbei muss gleich zu Beginn angemerkt werden, dass der Film mit sehr vielen Gegensätzen spielt. Dieses Spiel mit Gegensätzen fängt bei Tonya selbst und ihrer Konkurrentin Nancy Kerrigan an. Nancy kommt aus einer wohlhabenden Familie, trägt bei den Wettbewerben edle Kostüme, ist im amerikanischen Eislaufverband anerkannt, hat eine zierliche Figur und den Spitznamen "Eisprinzessin". Den direkten Kontrast hierzu stellt Tonya dar. Sie kommt aus einer zerrütteten Familie, trägt ausschließlich selbstgenähte Kostüme, wird trotz bemerkenswerter Leistungen nicht fair bewertet, ist athletisch gebaut und bekommt den Spitznamen "Eishexe".
Inhaltsverzeichnis
- Hinführung zum Thema
- Beschreibung des Inhalts
- Die ersten Minuten des Films
- Tonyas Kindheit und das Verhältnis zu ihrer Mutter
- Tonyas Beziehung zu Jeff Gilloly
- Tonyas Karriere und der dreifache Axel
- Tonyas Scheidung von Jeff
- Der Angriff auf Nancy Kerrigan
- Der Prozess und die Folgen für Tonya Harding
- Vorstellung der Hauptfiguren
- Tonya Harding
- LaVona Golden
- Jeff Gilloly
- Weitere Charaktere
- Persönliches Erkenntnisinteresse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Abschlussarbeit analysiert den Sportfilm „I, Tonya“ (2017) und untersucht die Darstellung von Geschlechterverhältnissen und Körperidealen im Kontext des Eiskunstlaufs. Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen, denen Tonya Harding als talentierte Sportlerin aufgrund ihrer sozialen Herkunft und ihrer Darstellung in den Medien gegenüberstand.
- Die Darstellung von Geschlechterrollen und Körperidealen im Eiskunstlauf
- Die Auswirkungen von Medienberichterstattung auf die Karriere von Sportlerinnen
- Die Bedeutung sozialer Herkunft und ihrer Einfluss auf den Erfolg im Sport
- Die Darstellung von häuslicher Gewalt und Missbrauch im Film
- Die Frage nach der Schuld und Verantwortung von Tonya Harding
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik und stellt die Relevanz der Fragestellung anhand von Beispielen aus der Medienlandschaft dar. Im Anschluss wird der Inhalt des Films „I, Tonya“ detailliert zusammengefasst, wobei die einzelnen Abschnitte chronologisch geordnet sind und die wichtigsten Szenen und Charaktere beleuchtet werden. Die Arbeit geht dann auf die zentralen Figuren des Films ein, insbesondere auf Tonya Harding, ihre Mutter LaVona Golden und ihren Ex-Mann Jeff Gilloly. Dabei wird die komplexe Dynamik ihrer Beziehungen und die Darstellung von Gewalt und Missbrauch analysiert. Abschließend wird das persönliche Erkenntnisinteresse der Autorin erläutert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit widmet sich den Themen Geschlechterverhältnisse, Körperideale, Eiskunstlauf, Sportfilm, Medienberichterstattung, häusliche Gewalt, Missbrauch, soziale Herkunft, „I, Tonya“.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es im Film „I, Tonya“?
Der Film thematisiert das Leben der Eiskunstläuferin Tonya Harding, insbesondere den Angriff auf ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan und die Auswirkungen ihrer sozialen Herkunft auf ihre Karriere.
Wie werden Geschlechterrollen im Eiskunstlauf dargestellt?
Die Arbeit analysiert, wie der Sport bestimmte Körperideale und Weiblichkeitsbilder einfordert, denen Tonya Harding aufgrund ihrer "Working-Class"-Herkunft nicht entsprach.
Welche Rolle spielt häusliche Gewalt im Film?
Der Film zeigt ungeschönt die Gewalt, die Tonya durch ihre Mutter LaVona Golden und ihren Ehemann Jeff Gilloly erfuhr, und wie dies ihre psychische Verfassung und Karriere beeinflusste.
War Tonya Harding schuldig am Angriff auf Nancy Kerrigan?
Die Arbeit untersucht die Frage nach der individuellen Schuld und wie die Medien Harding zur Täterin stilisierten, während der Film eine differenziertere Perspektive einnimmt.
Was ist die Bedeutung des „dreifachen Axels“ für Tonya?
Der dreifache Axel war ihr sportliches Alleinstellungsmerkmal, das ihr trotz mangelnder Eleganz (laut Preisrichtern) zum Erfolg verhelfen sollte, aber den Druck auf sie massiv erhöhte.
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- Clara Marie Tietze (Author), 2020, Körper und Gender im Spitzensport. Welche Rolle spielt das Aussehen bei Sportlerinnen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1161235