„Recht ist nicht gleich Gerechtigkeit“ - ein Kommentar, den man so oder ähnlich oft in den Medien hört. Auch Bertolt Brecht greift diese Problematik in seinem 1944 erstmals begonnenen Drama „Der Kaukasische Kreidekreis“ auf.
In dieser Arbeit soll es vor allem um den zweiten Teil des Stücks gehen, welcher die Geschichte des Richters Azdak erzählt. Es soll herausgearbeitet werden, welche Funktion die Figur des Azdak für das Stück übernimmt. Folgende Hypothese soll konkret untersucht werden: Brechts Azdak dient als Spiegel einer antagonistischen Gesellschaft und ist Mittel der Kritik am feudalen Rechtssystem.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Analyse: Widersprüche in der Figur Azdak
- Die Ludowika-Szene
- Deutung: Azdak als Spiegel der Gesellschaft
- Die Wichtigkeit des Vorspiels
- Schlussbetrachtung mit Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert Bertolt Brechts Drama „Der Kaukasische Kreidekreis“ mit Fokus auf die Figur des Richters Azdak und dessen Rolle als Spiegel einer antagonistischen Gesellschaft. Die Arbeit untersucht, wie Azdak das feudale Rechtssystem kritisiert und als Vertreter des Volkes agiert.
- Analyse der Widersprüchlichkeit in Azdaks Verhalten und Rechtssprechung
- Deutung von Azdaks Figur als Kritik am feudalen Rechtssystem
- Die Bedeutung des Vorspiels für die Rolle Azdaks
- Azdaks Verbindung zum Unterdrückten Volk
- Azdaks Darstellung der antagonistischen Gesellschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problematik von Recht und Gerechtigkeit im Kontext von Bertolt Brechts „Der Kaukasische Kreidekreis“ vor. Der zweite Teil der Arbeit analysiert die Figur Azdaks durch Betrachtung seiner widersprüchlichen Verhaltensweisen und Rechtssprechung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Ludowika-Szene, die Azdaks Charakterzüge besonders deutlich macht.
Das dritte Kapitel interpretiert die analysierten Charakter- und Handlungszüge und bezieht Notizen von Bertolt Brecht selbst in die Analyse ein. Es beleuchtet, wie Azdak die Gesellschaft verkörpert, die er kritisiert und warum seine Figur als Kritik an der Klassengesellschaft und der Rechtsprechung gedeutet werden kann. Kapitel 4 widmet sich dem Vorspiel und untersucht, welche Rolle es für Azdaks Figur und die Gesamtinterpretation des Stücks spielt.
Schlüsselwörter
Die Hauptthemen der Hausarbeit sind Recht und Gerechtigkeit, Bertolt Brecht, „Der Kaukasische Kreidekreis“, die Figur Azdak, Widersprüche, antagonistische Gesellschaft, feudales Rechtssystem, Kritik, Unterdrückung, soziales Gerechtigkeitsempfinden, Klassengesellschaft, Vorspiel.
Häufig gestellte Fragen
Welche Funktion hat die Figur des Azdak in Brechts Drama?
Azdak dient als Spiegel einer antagonistischen Gesellschaft und fungiert als Mittel zur Kritik am feudalen Rechtssystem sowie als Vertreter des unterdrückten Volkes.
Inwiefern kritisiert Azdak das feudale Rechtssystem?
Durch seine widersprüchliche Rechtsprechung und sein unkonventionelles Verhalten zeigt Azdak die Ungerechtigkeit und Klassenunterschiede des bestehenden Systems auf.
Was thematisiert die Ludowika-Szene?
In dieser Szene werden die widersprüchlichen Charakterzüge Azdaks besonders deutlich analysiert, um seine Rolle als Richter und Mensch zu beleuchten.
Warum ist das Vorspiel für die Interpretation wichtig?
Das Vorspiel setzt den Rahmen für das gesamte Stück und liefert entscheidende Hinweise für die Deutung von Azdaks Handeln im Kontext der sozialen Gerechtigkeit.
Was ist die zentrale Hypothese dieser Arbeit?
Die Hypothese lautet, dass Azdak die Widersprüche einer gespaltenen Gesellschaft verkörpert und Brecht ihn nutzt, um das feudale Rechtsempfinden zu demaskieren.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2019, Recht und Gerechtigkeit. Bertolt Brechts "Azdak" als Spiegel einer antagonistischen Gesellschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159584