Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem ethischen Konflikt der Fürsorge bei stellvertretenden Entscheidungen am Lebensende pädiatrischer Patienten.
Bis heute noch gehört der Tod und das Sterben zu einem tabuisierten Thema in der Kinderkrankenpflege. Der Gedanke dahinter ist, dass Kinder dadurch geschützt werden, wenn sie nicht mit dem Thema Tod konfrontiert werden, da sie meist keine Vorstellung davon haben. Erfahrungen vieler Ärzte/Ärztinnen zeigen, dass für die erkrankten Kinder diese Situation sehr belastend sein kann.
Dieser Irrtum, der bis heute Alltag in vielen Kliniken ist, wirkt sich nicht selten stark auf die Kommunikation mit sterbenskranken Kindern aus.
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas mit exemplarischem Fallbeispiel
1.2 Fragestellung und Zielsetzung
1.3 Verwendete Literatur und Aufbau der Arbeit
2. Einführung in die Pflegeethik
2.1 Philosophische Ethik und Pflegeethik
2.2 Werte, Normen und Prinzipien
2.3 Utilitarismus
2.4 Deontologie
3. Der zentrale pflegeethische Konflikt im exemplarischen Fallbeispiel
3.1 Handlungsleitende Werte und Prinzipien im Fallbeispiel
3.2 Deontologische und Utilitaristische Betrachtung des Konflikts im Fallbeispiel
4. Fazit und Ausblick
Literarturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Welcher ethische Konflikt steht im Zentrum dieser Arbeit?
Es geht um den Konflikt bei stellvertretenden Entscheidungen am Lebensende von Kindern, insbesondere zwischen den Wünschen der Familie, dem Wohl des Kindes und der professionellen Ethik der Pflegekräfte.
Warum ist der Tod in der Kinderkrankenpflege oft ein Tabuthema?
Häufig herrscht die Annahme vor, dass Kinder vor der Konfrontation mit dem Tod geschützt werden müssen, da sie angeblich keine Vorstellung davon haben – ein Irrtum, der die Kommunikation erschwert.
Welche Rolle spielt der Utilitarismus in der Pflegeethik?
Der Utilitarismus wird als ethisches Prinzip herangezogen, um Handlungen nach ihrem Nutzen und der Maximierung des Wohlergehens für alle Beteiligten im Fallbeispiel zu bewerten.
Was bedeutet Deontologie im Kontext der Sterbebegleitung?
Die Deontologie (Pflichtenethik) betrachtet Handlungen an sich als richtig oder falsch, unabhängig von den Folgen, basierend auf festen moralischen Regeln und Prinzipien der Fürsorge.
Wie beeinflusst fehlende Kommunikation sterbenskranke Kinder?
Erfahrungen zeigen, dass die Tabuisierung und mangelnde Offenheit für erkrankte Kinder sehr belastend sind und zu Isolation und Angst führen können.
- Quote paper
- Raja Ganter (Author), 2020, Fürsorge am Lebensende pädiatrischer Patienten. Der ethische Konflikt bei stellvertretenden Entscheidungen der Familie und der Pflegekräfte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1159226