Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich mit einem dieser Einzelkämpfer, dem Kunstschreiners Johann Georg Elser. Georg Elsers Tat, bei der er am 8. November 1939 versuchte Hitler, sowie einen Großteil der NSDAP-Führungsspitze durch eine zeitgesteuerte Bombe, im Münchener Bürgerbräukeller, zu töten, wurde lange Zeit für eine Art zweiter Reichstagsbrand , also durch die NSDAP selbst inszeniert, angesehen. Die zentralen Fragestellungen dieser Seminararbeit lauten: Wie kann man Johann Georg Elser in den Deutschen Widerstand einordnen? Warum gab es verschiedene Ansichten über die Hintergründe seiner Tat und Zweifel an seiner Alleintäterschaft?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Attentat im Bürgerbräukeller
- Reaktionen und Mutmaßungen
- Historische Betrachtungen nach 1945
- Zusammenfassung und Wertung
- Quellen- und Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit analysiert die Tat von Johann Georg Elser, der am 8. November 1939 versuchte, Adolf Hitler und die NSDAP-Führung durch eine Bombe im Münchener Bürgerbräukeller zu töten. Die Arbeit untersucht Elsers Motivation, die Planung und Durchführung des Attentats sowie die Reaktionen auf die Tat. Darüber hinaus wird Elsers Einordnung in den Deutschen Widerstand diskutiert.
- Elsers Motivation und die Hintergründe seiner Tat
- Die Planung und Durchführung des Attentats
- Die Reaktionen auf Elsers Attentatsversuch
- Elsers Einordnung in den Deutschen Widerstand
- Die Rolle der Propaganda und die Konstruktion von Elser als "Einzelkämpfer"
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext des deutschen Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime dar und führt in die Thematik der Seminararbeit ein. Sie beleuchtet die verschiedenen Formen des Widerstands und hebt die Besonderheit von Einzelkämpfern wie Johann Georg Elser hervor.
Das Kapitel "Das Attentat im Bürgerbräukeller" beschreibt die Planung und Durchführung des Attentats von Johann Georg Elser. Es geht auf die technischen Details des Sprengsatzes, die Vorbereitungen Elsers und die Umstände seiner Festnahme ein. Das Kapitel beleuchtet auch die Reaktion der NS-Propaganda auf das Attentat und die Konstruktion von Elser als "Einzelkämpfer".
Das Kapitel "Reaktionen und Mutmaßungen" analysiert die Reaktionen auf Elsers Attentatsversuch. Es untersucht die unterschiedlichen Interpretationen der Tat, die Zweifel an Elsers Alleintäterschaft und die Rolle der NS-Propaganda in der Konstruktion von Elser als "verrückter Einzelgänger".
Das Kapitel "Historische Betrachtungen nach 1945" beleuchtet die Rezeption von Elsers Tat in der Nachkriegszeit. Es untersucht die Entwicklung des Bildes von Elser als Widerstandskämpfer und die Bedeutung seiner Tat für die Erinnerungskultur.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Johann Georg Elser, Attentat, Bürgerbräukeller, 8. November 1939, Widerstand, Nationalsozialismus, Hitler, NSDAP, Propaganda, Einzelkämpfer, Geschichte, Erinnerungskultur.
Häufig gestellte Fragen
Wer war Johann Georg Elser?
Georg Elser war ein Kunstschreiner und Widerstandskämpfer, der 1939 ein Bombenattentat auf Adolf Hitler verübte.
Was geschah am 8. November 1939 im Bürgerbräukeller?
Elser zündete eine zeitgesteuerte Bombe, um Hitler und die NSDAP-Führung zu töten. Hitler verließ den Saal jedoch vorzeitig, sodass das Attentat scheiterte.
Warum gab es Zweifel an Elsers Alleintäterschaft?
Lange Zeit wurde vermutet, das Attentat sei von der NSDAP selbst inszeniert worden (ähnlich dem Reichstagsbrand), oder Elser habe Hintermänner gehabt.
Wie ordnet die Arbeit Elser in den deutschen Widerstand ein?
Er wird als „Einzelkämpfer“ analysiert, dessen Tat sich von dem organisierten Widerstand (z.B. des 20. Juli) durch seine soziale Herkunft und seine isolierte Planung unterscheidet.
Wie reagierte die NS-Propaganda auf die Tat?
Die Propaganda versuchte Elser als Werkzeug ausländischer Geheimdienste oder als „verrückten Einzelgänger“ darzustellen, um die Wirkung seiner Tat zu schmälern.
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- Raik Dowedeit (Author), 2005, Georg Elser: Sonderweg des deutschen Widerstandes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115612