Ausgehend von der Fragestellung, warum Menschen gesundheitsbezogene Absichten erst gar nicht in Verhalten umsetzen oder Handlungen vorzeitig abbrechen, werden motivationale und volitionale Prädiktoren, allen voran die Selbstwirksamkeit, am Beispiel des orthopädischen und kardiologischen Rehabilitationssports, untersucht. Weiterhin werden Empfehlungen und Umsetzungshinweise für Rehabilitationssportanbieter als auch für Bundes- und Landesverbände erstellt. Als theoretische Grundlage dient der Health Action Process Approach (HAPA-Modell) von Schwarzer (2004).
Innerhalb der Zivilisations- und Wohlstandserkrankungen belasten insbesondere die Bewegungsmangelerkrankungen das Gesundheitssystem enorm. Sie sind direkt und indirekt für viele chronisch-degenerative Erkrankungen, wie Bluthochdruck oder Rückenschmerzen, verantwortlich. Durch gesundheitsbezogene Verhaltensweisen und -veränderungen, wie sie auch im Rehabilitationssport vermittelt werden, bestünde die Möglichkeit, die individuelle Gesundheit und Lebensqualität bis ins hohe Alter aufrecht zu erhalten und die volkswirtschaftlichen Krankheitsausgaben zu senken. Vielen Menschen mit Verhaltensrisiken fällt es jedoch schwer ein gesundheitsbezogenes Verhalten aufzubauen und längerfristig beizubehalten.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung / Abstract
- Einleitung
- Theoretischer Rahmen
- Das Health Action Process Approach (HAPA)-Modell
- Selbstwirksamkeit
- Allgemeine Selbstwirksamkeit (ASWK)
- Motivationale Selbstwirksamkeit (MSWK)
- Bewältigungsbezogene Selbstwirksamkeit (BSWK)
- Wiederaufnahmebezogene Selbstwirksamkeit (WSWK)
- Methodik
- Stichprobenbeschreibung
- Datenerhebung
- Fragebögen
- Datenanalyse
- Ergebnisse
- Deskriptive Ergebnisse
- Soziodemografische Variablen
- Selbstwirksamkeitsprädiktoren
- Inferenzstatistische Ergebnisse
- Zusammenhänge zwischen Selbstwirksamkeit und weiteren Variablen
- Diskussion
- Diskussion der Ergebnisse
- Praktische Implikationen
- Grenzen und Einschränkungen der Studie
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Masterarbeit untersucht die motivationalen und volitionalen Prädiktoren, die zur Förderung und Aufrechterhaltung eines gesundheitsbezogenen Verhaltens im Rehabilitationssport beitragen. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Selbstwirksamkeit und deren Einfluss auf die Motivation und Umsetzung von gesundheitsbezogenen Handlungen.
- Das HAPA-Modell als theoretischer Rahmen
- Der Zusammenhang zwischen Selbstwirksamkeit und gesundheitsbezogenem Verhalten
- Die Rolle des Rehabilitationssports in der Förderung von Gesundheitsverhalten
- Praktische Implikationen für Rehabilitationssportanbieter und -verbände
- Die Bedeutung der Selbstwirksamkeit als gesundheitsbezogene Ressource
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Bewegungsmangel und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit ein und erläutert die Relevanz von gesundheitsbezogenem Verhalten im Kontext der Rehabilitation. Die Bedeutung der Selbstwirksamkeit als Schlüsselfaktor für die Verhaltensänderung wird hervorgehoben.
- Theoretischer Rahmen: Dieses Kapitel stellt das Health Action Process Approach (HAPA)-Modell von Schwarzer (2004) vor, welches die Prozesse der gesundheitsbezogenen Verhaltensänderung beschreibt. Die Bedeutung der Selbstwirksamkeit im HAPA-Modell wird detailliert dargelegt.
- Methodik: Hier werden die Forschungsmethode und das Studiendesign vorgestellt. Die Stichprobenbeschreibung, die Datenerhebungsmethoden und die statistischen Analyseverfahren werden erläutert.
- Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven und inferenzstatistischen Ergebnisse der Studie. Die Ergebnisse zu den Soziodemografischen Variablen, den Selbstwirksamkeitsprädiktoren und deren Zusammenhang mit anderen Variablen werden dargestellt.
- Diskussion: Die Ergebnisse der Studie werden im Kontext der bestehenden Literatur diskutiert und die praktische Relevanz der Ergebnisse für Rehabilitationssportanbieter und -verbände wird hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Gesundheitsverhalten, Bewegungsmangel, Rehabilitationssport, Selbstwirksamkeit, Health Action Process Approach (HAPA), HAPA-Modell
Häufig gestellte Fragen
Was ist das HAPA-Modell?
Das Health Action Process Approach (HAPA) von Schwarzer beschreibt die psychologischen Prozesse bei der Änderung des Gesundheitsverhaltens, unterteilt in eine motivationale und eine volitionale Phase.
Welche Rolle spielt die Selbstwirksamkeit im Rehabilitationssport?
Selbstwirksamkeit ist ein zentraler Prädiktor. Sie bestimmt, ob Menschen die Motivation aufbringen, Sport zu treiben, und ob sie Hindernisse bei der Umsetzung überwinden können.
Welche Arten der Selbstwirksamkeit werden unterschieden?
Man unterscheidet unter anderem die motivationale (Absichtsbildung), bewältigungsbezogene (Umgang mit Barrieren) und wiederaufnahmebezogene Selbstwirksamkeit (nach Rückfällen).
Warum brechen viele Menschen den Reha-Sport vorzeitig ab?
Oft scheitert die Umsetzung von Absichten in tatsächliches Verhalten an mangelnder Volition oder geringer Selbstwirksamkeit, trotz vorhandener gesundheitlicher Einsicht.
Wie können Anbieter von Reha-Sport die Motivation fördern?
Durch gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Selbstwirksamkeit und die Berücksichtigung individueller Barrieren können Anbieter die langfristige Bindung der Teilnehmer erhöhen.
- Citar trabajo
- Marcella Hanke (Autor), 2021, Gesundheitsbezogenes Verhalten im Rehabilitationssport. Welche Prädiktoren tragen zur Förderung bei?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1153805