Thema der Arbeit ist es, ein Konzept zu erstellen, welches die Arbeitsmarktpolitik in Deutschland effizienter gestaltet und reformiert. Ziel meines Konzeptes ist es, die Arbeitslosenzahlen zu senken, Arbeitslose zu motivieren und vor allem der Politik neue Wege dazu aufzuzeigen.
Als Arbeitslosigkeit bezeichnet man das Fehlen von bezahlten Beschäftigungsmöglichkeiten für Teile der arbeitsfähigen und Arbeit suchenden Bevölkerung. Arbeitslosigkeit ist nicht nur für die direkt Betroffenen ein Problem, sondern in vielen Ländern das größte makroökonomische Problem unserer Zeit, das hohe ökonomische und soziale Kosten verursacht. Der Begriff der Arbeitslosigkeit ist nur sinnvoll auf Gesellschaften oder Teile davon anzuwenden, in denen der Lebensunterhalt durch Lohnarbeit erworben wird. Im Deutschen kam der Begriff 'Arbeitslosigkeit' mit dem Beginn der Wirtschaftskrise in den 1890er Jahren auf.
Nicht nur der Einzelne ist zur Deckung seiner Lebensverhältnisse auf Arbeit angewiesen, auch die Gesellschaft, die durch die feingliedrige Arbeitsteilung ihren kulturellen Stand erhalten und verbessern kann, braucht den Beitrag der Arbeit aller seiner arbeitsfähigen Mitglieder. Wegen der zunehmenden Produktivität wird aber die dazu benutzte Zeit immer geringer. Um das Jahr 1900 betrug die Arbeitszeit etwa 3000 Stunden pro Jahr, heute beträgt die jährliche Arbeitszeit etwa 1300 Stunden – bei einem etwa dreimal so hohen Lebensstandard.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Allgemeines zur Arbeitslosigkeit
Ein Vergleich:
2.1. Ursachen
2.2. Folgen
3. Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland
4. Reformansätze
4.1. Arbeitsamt 2000
4.2. Job-AQTIV-Gesetz 2001
4.3. Agenda 2010
4.4. Hartz-Konzept
4.4.1. Einige Auswirkungen
5. Mobilisierung/Vorschläge zur Umsetzung
6. Fazit
7. Literatur
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Reformierung der deutschen Arbeitsmarktpolitik. Das primäre Ziel besteht darin, ein Konzept zu erarbeiten, das Arbeitslosenzahlen effizient senkt, Betroffene zur Eigeninitiative motiviert und der Politik neue Handlungswege aufzeigt, um die Verfestigung von Arbeitslosigkeit zu durchbrechen.
- Analyse der Ursachen und Folgen struktureller Arbeitslosigkeit in Deutschland.
- Kritische Untersuchung bisheriger Reformansätze wie Arbeitsamt 2000, Job-AQTIV-Gesetz und Agenda 2010.
- Umfassende Evaluierung des Hartz-Konzepts und dessen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.
- Entwicklung konkreter Vorschläge zur Mobilisierung und besseren Integration von Langzeitarbeitslosen.
Auszug aus dem Buch
4.4. Hartz-Konzept
Vorschläge der Kommission „Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt“, die unter der Leitung von Peter Hartz tagte und im August 2002 ihren Bericht vorlegte. Auftrag war, Vorschläge zu unterbreiten, wie die Arbeitsmarktpolitik in Deutschland effizienter gestaltet, die Bundesanstalt für Arbeit reformiert werden kann und der Abbau der Arbeitslosigkeit um bis zu zwei Millionen. Anlass zur Einsetzung der Kommission war u. a. auch das Bekanntwerden von geschönten Statistiken über die Vermittlungszahlen der Bundesanstalt für Arbeit. Erklärtes Ziel des Konzeptes war es, die Arbeitslosenzahlen von damals vier Millionen innerhalb von vier Jahren zu halbieren. Dieses Ziel konnte nicht annähernd erreicht werden. Bündel von verschiedenen Maßnahmen, aufgeteilt in einzelne Gesetze zur Reform des Arbeitsmarktes mit den Kurzbezeichnungen Hartz I, Hartz II, Hartz III und Hartz IV; die einzelnen Gesetze traten schrittweise zwischen 2003 und 2005 in Kraft.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik der deutschen Arbeitsmarktpolitik ein und definiert das Ziel, neue Konzepte zur Senkung der Arbeitslosigkeit zu entwickeln.
2. Allgemeines zur Arbeitslosigkeit: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe, Ursachen und Folgen der Arbeitslosigkeit im nationalen und internationalen Vergleich.
3. Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Deutschland: Es wird die historische Entwicklung der Arbeitslosenzahlen und das Scheitern früherer Versuche, diese durch Nachfrageschübe zu senken, betrachtet.
4. Reformansätze: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse verschiedener politischer Reformbemühungen, vom Arbeitsamt 2000 über das Job-AQTIV-Gesetz bis hin zur Agenda 2010 und dem Hartz-Konzept.
5. Mobilisierung/Vorschläge zur Umsetzung: Der Autor präsentiert spezifische Strategien zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit und zur besseren Aktivierung der Betroffenen.
6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass nur ein ganzheitliches, parteiübergreifendes Reformpaket die tiefliegenden strukturellen Probleme des Arbeitsmarktes nachhaltig lösen kann.
Schlüsselwörter
Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarktpolitik, Hartz-Konzept, Agenda 2010, Langzeitarbeitslosigkeit, Beschäftigung, Jobcenter, Reformansätze, Arbeitsförderung, Soziale Sicherung, Arbeitsvermittlung, Niedriglohnbereich, Eigeninitiative, Arbeitsmarktintegration.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Effektivität der deutschen Arbeitsmarktpolitik und entwickelt neue Konzepte, um die Arbeitslosenzahlen zu senken und Betroffene nachhaltig zu aktivieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Themen sind die Ursachen der strukturellen Arbeitslosigkeit, die kritische Würdigung der Hartz-Reformen und der Agenda 2010 sowie die Mobilisierung von Arbeitskräften.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, ein effizienteres Konzept zur Reform der Arbeitsmarktpolitik aufzuzeigen, das Arbeitslose motiviert und die institutionellen Rahmenbedingungen für mehr Beschäftigung schafft.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte theoretische Analyse, den Vergleich mit aktuellen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit sowie die Evaluierung politischer Reformgesetze.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der historischen Entwicklung, den verschiedenen Hartz-Gesetzen, deren praktischen Auswirkungen und konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der Arbeitsvermittlung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Arbeitsmarktintegration, Hartz-Konzept, Langzeitarbeitslosigkeit und Beschäftigungspolitik charakterisiert.
Welche Kritik übt die Autorin am Hartz-Konzept?
Die Autorin kritisiert insbesondere, dass die Umsetzung der Module schleppend verlief, die Ziele (Halbierung der Arbeitslosenzahlen) nicht erreicht wurden und soziale Härten durch die Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe entstanden.
Warum hält die Autorin parteiübergreifende Zusammenarbeit für so wichtig?
Sie betont, dass nur ein Reformpaket, das tiefgreifende institutionelle Stellschrauben betrifft und über eine einzige Legislaturperiode hinaus Bestand hat, den langfristigen Erfolg bei der Beschäftigungsförderung sichern kann.
- Arbeit zitieren
- Edith Reinisch (Autor:in), 2007, Politische Sensibilisierung und Mobilisierung von Arbeitslosen in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115310