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Risikomanagement von Qualitätsrisiken im Einkauf

Lieferantenbezogene Ansätze zur Sicherung und Verbesserung der Qualität von Beschaffungsgütern

Title: Risikomanagement von Qualitätsrisiken im Einkauf

Diploma Thesis , 2008 , 87 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kevin Schoberth (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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In Zeiten von Globalisierung und Intensivierung des Wettbewerbs rücken Märkte näher zusammen und sind leichter zu erschließen. In Folge dessen sind Betriebe einem erhöhten Preisdruck ausgesetzt. Es muss Ziel eines jeden Unternehmens sein, sämtliche Wertsteigerungspotenziale im eigenen Geschäftsystem ausfindig zu machen und nach Möglichkeit zu nutzen. In der jüngeren Vergangenheit ist dabei auch die Beschaffung in den Fokus geraten. Als Schnittstelle zu den Lieferanten stellt der Einkauf den Startpunkt der betrieblichen Wertschöpfungskette dar und Leistungsverbesserungen in diesem Bereich wirken sich auf das Ergebnis der Gesamtunternehmung aus. Durch den Trend zur Verringerung der Fertigungstiefe, dem Outsourcing, bekommt dieser Umstand in Zukunft noch größere Bedeutung, da der Anteil am Warenwert zunehmend fremdbestimmt sein wird.
Ein Ansatz den Erfolg eines Unternehmens zu wahren und den Geschäftsbetrieb abzusichern, bietet das so genannte Risikomanagement, welches ermöglicht systematisch Einfluss auf potenzielle Risiken zu nehmen. Risikomanagement kann auch zur Sicherung und Optimierung der Beschaffungssituation eingesetzt werden, mit dem Ziel Störfaktoren zu minimieren oder auszuschalten. Ein besonders wichtiger Faktor der Beschaffung ist die Qualität zugekaufter Güter, da schlechte Qualität im Einkauf den Charakter eines Kostentreibers hat. Die Folgen erstrecken sich sowohl auf den unternehmensinternen Bereich (z.B. erhöhter Kapazitätsbedarf in der Produktion), als auch auf das externe Wettbewerbsumfeld (z.B. Rückrufaktionen). Verbunden mit dem gestiegenen Qualitätsbewusstsein von Kunden und der daraus resultierenden Chance, sich noch mehr über die Qualität der erzeugten Leistung zu differenzieren, erscheint die Betrachtung von Qualitätsrisiken im Einkauf von besonderer Bedeutung.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung

2. Die betriebliche Beschaffungsfunktion

2.1 Definitorik und Abgrenzung

2.1.1 Beschaffung und Einkauf

2.1.2 Objekte der Beschaffung

2.1.3 Aufgaben der Beschaffung

2.1.4 Ziele der Beschaffung

2.2 Die historische Entwicklung des Einkaufs zur kritischen Erfolgskomponente

3. Risikomanagement

3.1 Definitorik und Einführung

3.1.1 Risiko

3.1.2 Strategisches und operatives Risiko

3.1.3 Risikokategorien

3.1.3.1 Allgemeine Risikokategorien

3.1.3.2 Risiken im industriellen Umfeld

3.1.3.3 Risiken in der Beschaffung

3.1.4 Risikomanagement

3.2 Geschichte und Bedeutungszuwachs des Risikomanagements

3.3 Ziele und Aufgaben des Risikomanagements

3.4 Der Risikomanagementprozess

3.4.1 Risikoidentifikation

3.4.2 Risikobewertung

3.4.3 Risikosteuerung

3.4.4 Risikodokumentation und -überwachung

4. Qualität

4.1 Definitorik

4.2 Die Auswirkungen niedriger und hoher Qualitätsausprägungen

4.3 Qualitätskosten

4.4 Die Entwicklung des Qualitätsdenkens

5. Risikomanagement von Qualitätsrisiken im Einkauf

5.1 Risikoidentifikation

5.2 Risikobewertung

5.3 Risikosteuerung

5.3.1 Steuerungsmaßnahmen vor der Auftragsvergabe

5.3.1.1 Lieferantenbewertung und präventive Qualitätssicherung

5.3.1.1.1 Lieferantenbesuche und Selbstauskunft der Lieferanten

5.3.1.1.2 Lieferantenaudit

5.3.1.1.3 Qualitätsmanagementsysteme beim Lieferanten

5.3.1.1.4 Technische Lieferbedingungen und vertragliche Vereinbarungen

5.3.1.1.5 Erstmusterprüfung

5.3.1.2 Lieferantenauswahl und positive Effekte der Lieferantenbewertung

5.3.2 Steuerungsmaßnahmen während der laufenden Geschäftsbeziehung

5.3.2.1 Beeinflussung von Lieferanten auf Beziehungsebene

5.3.2.1.1 Lieferantenpflege

5.3.2.1.2 Lieferantenerziehung

5.3.2.2 Organisierte Zusammenarbeit mit Lieferanten

5.3.2.2.1 Lieferantenförderung

5.3.2.2.2 Lieferantenentwicklung

5.3.2.3 Ergänzende Maßnahmen

5.3.2.3.1 Wareneingangsprüfung und Warenausgangskontrolle

5.3.2.3.2 Lagerhaltung

5.4 Risikodokumentation und -überwachung

6. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Bedeutung von Qualitätsrisiken im Einkauf hervorzuheben und aufzuzeigen, wie ein systematisches Risikomanagement dazu beitragen kann, diese Risiken zu identifizieren, zu bewerten und durch gezielte Lieferantensteuerung zu minimieren oder zu kontrollieren.

  • Bedeutung des Einkaufs in der modernen Wertschöpfungskette
  • Grundlagen des Risikomanagements und Risikokategorisierung
  • Definition und Bedeutung von Qualität und Qualitätskosten
  • Methoden der Lieferantenbewertung und präventiven Qualitätssicherung
  • Steuerungsansätze während der laufenden Geschäftsbeziehung (Lieferantenpflege, -erziehung, -förderung)

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Risiko

Der Risikobegriff wird in der Literatur unterschiedlich definiert und unterteilt. Das Risiko findet seinen Ursprung in dem frühitalienischen Wort „risicare“. Es bedeutet soviel wie „etwas wagen“, wobei ein Wagnis immer die Möglichkeit von Folgen impliziert, die nicht erwartet oder erhofft werden.

Bitz deutet Risiko als das negative Abweichen von geplanten Größen im Rahmen der Geschäftstätigkeit. Der St. Gallener Risikobegriff nimmt eine ähnliche Position ein. Diese Interpretation fasst Risiko als die Summe der Möglichkeiten auf, die dazu führen können, dass Erwartungen aufgrund von Störprozessen nicht erfüllt werden. Meier umschreibt Risiko als mögliche Abweichung von einem erwarteten Ergebnis, bzw. als Streuung um einen Erwartungswert. Dabei sind sowohl schlechtere als auch bessere Ergebnisse durch die Risikosituation möglich. Dem Umstand negativer und positiver Ausprägungsformen von Risiken wird auch bei Lück Rechnung getragen (siehe Abbildung 3-1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Beschaffung für den Unternehmenserfolg in Zeiten zunehmender Globalisierung und definiert die Forschungsfrage der Arbeit.

2. Die betriebliche Beschaffungsfunktion: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Einkauf und Beschaffung, grenzt sie voneinander ab und analysiert die historische Entwicklung des Einkaufs von einer operativen Hilfsfunktion hin zu einem strategischen Erfolgsfaktor.

3. Risikomanagement: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements, verschiedene Kategorisierungsmöglichkeiten von Risiken sowie der Risikomanagementprozess von der Identifikation bis zur Überwachung ausführlich dargelegt.

4. Qualität: Dieses Kapitel widmet sich dem Qualitätsbegriff, den Auswirkungen unterschiedlicher Qualitätsniveaus, der Struktur von Qualitätskosten und der historischen Entwicklung von Qualitätskonzeptionen.

5. Risikomanagement von Qualitätsrisiken im Einkauf: Als Kernstück der Arbeit verknüpft dieses Kapitel die Themen Einkauf, Risikomanagement und Qualität, indem es konkrete Handlungsoptionen zur Steuerung qualitätsbedingter Lieferrisiken erörtert.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Der Abschluss fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer zielgerichteten Beeinflussung von Lieferanten zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Einkauf, Beschaffung, Qualitätssicherung, Lieferantenmanagement, Lieferantenaudit, Qualitätsrisiken, Prozessorientierung, Lieferantenentwicklung, Lieferantenbewertung, Qualitätskosten, Wettbewerbsvorteil, Risikobewertung, Risikoidentifikation, Wertschöpfungskette.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Risikomanagement auf Qualitätsrisiken innerhalb der Beschaffungsfunktion eines Unternehmens.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind das Risikomanagement, die Beschaffungsfunktion, Qualitätsmanagement sowie die verschiedenen Ansätze zur Lieferantensteuerung und -entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Risikomanagement als systematisches Instrument dazu dienen kann, die Qualität im Einkauf zu sichern und somit die Wettbewerbsposition eines Unternehmens zu stärken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse, die durch zahlreiche praxisbezogene Beispiele und Modelle aus der Industrie ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Risikomanagements und der Qualität, verknüpft diese im Kontext der Beschaffung und erläutert detailliert Steuerungsmaßnahmen – sowohl vor der Auftragsvergabe als auch während der laufenden Geschäftsbeziehung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Risikomanagement, Einkauf, Qualitätssicherung, Lieferantenbewertung und Wertschöpfungspartnerschaften.

Wie unterscheidet der Autor zwischen strategischen und operativen Risiken?

Strategische Risiken sind komplexer, haben einen längeren Zeithorizont und beeinflussen die langfristige Existenz, während operative Risiken meist aus Alltagsabläufen oder fehlerhaften Prozessen entstehen.

Was sind die wichtigsten Instrumente der Lieferantenbewertung?

Zu den wichtigsten Instrumenten zählen Lieferantenbesuche, Selbstauskünfte, das Lieferantenaudit sowie die Anwendung formaler Qualitätsmanagementsysteme (z.B. nach DIN EN ISO 9002).

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Details

Title
Risikomanagement von Qualitätsrisiken im Einkauf
Subtitle
Lieferantenbezogene Ansätze zur Sicherung und Verbesserung der Qualität von Beschaffungsgütern
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,7
Author
Kevin Schoberth (Author)
Publication Year
2008
Pages
87
Catalog Number
V115287
ISBN (eBook)
9783640159307
ISBN (Book)
9783640160143
Language
German
Tags
Risikomanagement Qualitätsrisiken Einkauf
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kevin Schoberth (Author), 2008, Risikomanagement von Qualitätsrisiken im Einkauf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115287
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