Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit einer Gegenüberstellung der Prologe der arthurischen
Versromane Iwein/Ywain des mittelalterlichen deutschen Dichters Hartmann von
Aue und des mittelalterlichen französischen Dichters Chrestien de Troyes unter Berücksichtigung
der Besonderheit des Übergangs von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit.
Es wurden im speziellen vergleichende Betrachtungen angestellt, wie sich die beiden Romane
voneinander unterscheiden und welche Veränderungen durch Hartmann von Aue
vorgenommen wurden, dem der Roman von Chrestien de Troyes als Vorlage diente. Auch
wurde versucht zu ergründen, welche Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Romanen
bestehen. Der Übergang von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit ist in diesem Zusammenhang
als notwendig zu ergänzen, da man davon ausgeht, dass sich Chrestien im Wesentlichen
wohl auf die historische Überlieferung der Artusgeschichte stützt, für ihn mit
Sicherheit aber auch mündliche Quellen von Bedeutung gewesen sein mussten.
Vergleicht man hierzu Hartmann von Aue, so kann man feststellen, dass er sich in seinem
Roman ausschließlich auf die Vorlage von Chrestien bezieht, wodurch sich dieser Roman
von seinen anderen unterscheiden lässt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Gegenüberstellung der beiden Prologe
- Gegenüberstellung in Bezug auf die Artusgeschichte
- Vorstellung des Autors in seinem Prolog
- Der Übergang von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit einem Vergleich der Prologe der beiden mittelalterlichen Versromane „Iwein“ von Hartmann von Aue und „Ywain“ von Chrestien de Troyes. Der Fokus liegt auf der Analyse der Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Prologe im Hinblick auf die Darstellung der Artusgeschichte und die Selbstpräsentation der Autoren. Darüber hinaus wird der Übergang von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit im Kontext der beiden Werke untersucht.
- Gegenüberstellung der Prologe von „Iwein“ und „Ywain“
- Analyse der Darstellung der Artusgeschichte in den Prologen
- Untersuchung der Selbstpräsentation der Autoren in den Prologen
- Bedeutung des Übergangs von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit für die beiden Werke
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Ansatz. Im zweiten Kapitel werden die Prologe der beiden Romane unter zwei Aspekten gegenübergestellt: zum einen in Bezug auf die Darstellung der Artusgeschichte und zum anderen in Bezug auf die Selbstpräsentation der Autoren. Hierbei werden die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Prologe herausgearbeitet. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit dem Übergang von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit und analysiert die Bedeutung dieses Prozesses für die beiden Werke. Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen und stellt die Relevanz der Untersuchung dar.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Vergleich der Prologe von „Iwein“ und „Ywain“, die Darstellung der Artusgeschichte, die Selbstpräsentation der Autoren, den Übergang von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit und die mittelalterliche Literatur. Die Arbeit beleuchtet die Besonderheiten der beiden Prologe und analysiert die Bedeutung des Übergangs von der Mündlichkeit in die Schriftlichkeit für die Entwicklung der mittelalterlichen Literatur.
Häufig gestellte Fragen
Was wird in dieser Arbeit verglichen?
Die Arbeit vergleicht die Prologe der Artusromane „Iwein“ von Hartmann von Aue und „Ywain“ von Chrestien de Troyes.
Welche Rolle spielt der Übergang von Mündlichkeit zu Schriftlichkeit?
Es wird untersucht, wie sich die Erzählweise verändert, wenn mündliche Sagenstoffe (wie die Artusgeschichte) in eine feste schriftliche Form überführt werden.
Wie unterscheiden sich die Autoren in ihren Prologen?
Die Analyse betrachtet, wie Hartmann von Aue seine Vorlage von Chrestien de Troyes anpasst und wie sich beide Dichter selbst als Autoren präsentieren.
Bezieht sich Hartmann von Aue auf mündliche Quellen?
Im Gegensatz zu Chrestien, der sich teils auf historische Überlieferungen stützte, bezieht sich Hartmann primär direkt auf die schriftliche Vorlage seines französischen Kollegen.
Warum ist der Prolog für mittelalterliche Romane so wichtig?
Der Prolog dient dazu, das Thema einzuführen, die moralische Absicht des Autors zu klären und die Glaubwürdigkeit der Geschichte zu untermauern.
- Quote paper
- Medea Conrad (Author), 2007, Der Prolog des Iwein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/115240