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Das Vorlesegespräch in Bilderbüchern. Analyse der Vorlesesituation zu didaktischen Zwecken

Title: Das Vorlesegespräch in Bilderbüchern. Analyse der Vorlesesituation zu didaktischen Zwecken

Term Paper , 2021 , 15 Pages , Grade: 3

Autor:in: Maria Danourdi (Author)

Education - Reading Instruction
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Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Vorlesesituation von Bilderbüchern für Kinder anhand ihres kommunikativen Rahmens als sprachliche Handlung zu untersuchen, um sich schließlich auf didaktische Aspekte zu beziehen. Im ersten Kapitel wird ein Versuch unternommen, das Vorlesegespräch als eine kommunikative Form der gesprochenen Sprache anhand von theoretischen Grundlagen zu analysieren. Die Kommunikationsbedingungen, die für eine Vorlesesituation gelten, werden erörtern.

Bezüglich der dichotomischen Zuordnung von Medium und Konzeption, lässt sich das Vorlesegespräch als eine Mischform realisieren, da die geschriebene Sprache durch die gesprochene vermittelt wird. Das Geschriebene wird also zum Gesprochenen. Als Medium der Kommunikation dient in diesem Fall das Bilderbuch, eine der einfachsten Formen der Mediendidaktik, wobei eine Verschmelzung von digitalen und analogen Mitteln auftaucht, also Text und Bild entsteht. Aus konzeptioneller Sicht taucht das Vorlesegespräch als Form eines intimen Dialoges auf, wo man die Information sprachlich vermittelt. Dem Vorlesegespräch entspricht eine "face -to-face- Interakton", wobei die zwei beteiligten Kommunikationspartnern, nämlich der Vorleser und der Zuhörer sich ständig in einem Kooperationsverhältnis stehen. Somit lässt sich eine solche Kommunikation als Sprache der Nähe bezeichnen. Laut dem Koch/Oesterreichischen Modell wird der Text von dem Vorleser medial umgesetzt, indem er den Text von der Schriftlichkeit zur Mündlichkeit zugänglich für das Kind macht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Das Vorlesegespräch als Kommunikationsform der gesprochenen Sprache

1.2 Kommunikationsbedingungen der gesprochenen Sprache

2. Hauptteil

2.1 Einführung der unterschiedlichen Redekonstellationstypen einer Vorlesesituation

2.2 Präsentation der Variablen und Metadaten bezüglich der Vorlesegespräche

2.3 Analyse anhand von Gesprächsausschnitten

3. Schluss

3.1 Interpretation der Ergebnisse anhand von didaktischen Aspekten

3.2 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vorlesesituation von Bilderbüchern als eine Form sprachlichen Handelns und analysiert deren kommunikativen Rahmen. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen den Kommunikationsbedingungen der gesprochenen Sprache und verschiedenen Redekonstellationstypen aufzuzeigen sowie deren Beitrag zu didaktischen Lernprozessen im Kindesalter zu evaluieren.

  • Kommunikationsmodell von Koch und Oesterreicher
  • Analyse realer Vorlesesituationen mittels MAXQDA
  • Identifikation und Klassifizierung von Redekonstellationstypen
  • Wechselspiel zwischen Vorleser und Zuhörer (Interaktion)
  • Didaktische Potenziale der textbezogenen Erfahrung

Auszug aus dem Buch

2.3 Analyse anhand von Gesprächsausschnitten

Im vorliegenden Kapitel werden Gesprächsausschnitte anhand von unterschiedlichen Redekonstellationstypen und Kommunikationsbedingungen beschrieben und analysiert. Das erste Vorlesegespräch betrifft das Bilderbuch „Der kleine Drache Kokosnuss kommt in die Schule“ von Ingo Siegner (Vorlesegespräch A).

Der vorliegende Gesprächsausschnitt betrifft eine mediumsbezogene Kommunikation, wobei der Vorleser mit dem Zuhörer, dem Kind das zu lesende Kapitel zusammen auswählen (Z. 001-006). Es geht um das Benennen medialer Eigenschaften des Bilderbuches. In diesem Beispiel erscheint das Element der Dialogizität als Kommunikationsbedingung und auf jeden Fall gibt es Spontanität und Expressivität insbesonders seitens des Zuhörers, da das Kind seine Meinung über das bevorzugte Kapitel äußert. Dies führt auch zu einem zusammenwirkenden Beteiligsein, da zwischen dem Produzent und dem Rezipient eine face to face Interaktion anhand von Rückfragen herrscht. Schließlich wird die Rollenverteilung von Anfang des Gesprächs, b.z.w. ad hoc geregelt (vgl. Koch/Oesterreicher 1985), indem der Vater als Vorleser und das Kind als Zuhörer eintritt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Vorlesens als interaktiven Prozess der Bedeutungskonstruktion ein und definiert die Forschungsziele sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.

1.1 Das Vorlesegespräch als Kommunikationsform der gesprochenen Sprache: Hier wird das Vorlesegespräch auf Basis des Modells von Koch und Oesterreicher als eine Form der Sprache der Nähe und als face-to-face-Interaktion theoretisch verortet.

1.2 Kommunikationsbedingungen der gesprochenen Sprache: Dieses Unterkapitel erläutert zentrale Merkmale wie Spontanität, Expressivität und Dialogizität, die für eine gelungene Vorlesesituation ausschlaggebend sind.

2. Hauptteil: Der Hauptteil beschreibt das methodische Vorgehen bei der Analyse von Gesprächsausschnitten aus zwei spezifischen Bilderbüchern unter Nutzung von MAXQDA.

2.1 Einführung der unterschiedlichen Redekonstellationstypen einer Vorlesesituation: Es werden verschiedene Typen wie nicht texterweiternde, textbezogene, inhaltsbezogene und mediumsbezogene Kommunikation sowie die Restkategorie der ambigen Kommunikation definiert.

2.2 Präsentation der Variablen und Metadaten bezüglich der Vorlesegespräche: Dieser Abschnitt stellt die untersuchten Vorlesesituationen sowie die relevanten Metadaten zu den teilnehmenden Kindern und deren familiärem Umfeld vor.

2.3 Analyse anhand von Gesprächsausschnitten: Hier findet die praktische Untersuchung und Kommentierung der ausgewählten Gesprächssequenzen anhand der zuvor definierten Redekonstellationstypen statt.

3. Schluss: Der Schluss bietet eine zusammenfassende Interpretation der gewonnenen Ergebnisse und leitet daraus ein Fazit für die Untersuchung ab.

3.1 Interpretation der Ergebnisse anhand von didaktischen Aspekten: Dieser Teil beleuchtet, wie die analysierten Kommunikationsformen zur Literalitätsförderung und zur Identifikation des Kindes mit literarischen Inhalten beitragen.

3.2 Zusammenfassung: Dieses Kapitel rekapituliert den gesamten Arbeitsprozess von der theoretischen Grundlage über die methodische Analyse bis hin zur didaktischen Einordnung.

Schlüsselwörter

Vorlesegespräch, Bilderbuch, Koch und Oesterreicher, Kommunikationsbedingungen, Redekonstellationstypen, Sprache der Nähe, Dialogizität, Literalitätsförderung, Interaktion, Vorlesesituation, Sprachwissenschaft, Fiktionalität, Didaktik, MAXQDA, Sprachförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Vorlesegespräch zwischen Erwachsenen und Kindern bei der Lektüre von Bilderbüchern als eine Form aktiven sprachlichen Handelns.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Theorie der gesprochenen Sprache nach Koch und Oesterreicher, die Klassifizierung von Redekonstellationstypen und die didaktische Bedeutung der Interaktion beim Vorlesen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es herauszufinden, ob ein Zusammenhang zwischen den Kommunikationsbedingungen der gesprochenen Sprache und den auftretenden Redekonstellationstypen besteht und welche didaktischen Effekte sich daraus ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine linguistische Analyse von Gesprächsausschnitten vorgenommen, wobei das Programm MAXQDA zur Kodierung und zum Vergleich der Daten genutzt wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition der Redekonstellationstypen, der Vorstellung des Datenmaterials und der konkreten Analyse der Vorlesegespräche aus zwei ausgewählten Bilderbüchern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Vorlesegespräch, Dialogizität, Redekonstellationstypen, Sprachförderung und die Theorie der Sprache der Nähe.

Welche Rolle spielt die "ambige Kategorie" bei der Analyse?

Die ambige Kategorie dient als Restkategorie für Gesprächsteile, die sich nicht eindeutig einem der anderen Redekonstellationstypen zuordnen lassen, da sie keine strukturierte Kommunikation aufweisen.

Warum ist das Alter und der familiäre Hintergrund der Kinder für die Arbeit relevant?

Diese Metadaten helfen zu verstehen, wie unterschiedliche Voraussetzungen (z.B. Mehrsprachigkeit oder Vorleseroutine) die Qualität und Intensität des Vorlesegesprächs beeinflussen.

Was bedeutet "Sprache der Nähe" im Kontext des Vorlesens?

Sie beschreibt die ungeplante, spontane und interaktive Kommunikation zwischen Vorleser und Kind, die durch physische Nähe und unmittelbaren Austausch geprägt ist.

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Details

Title
Das Vorlesegespräch in Bilderbüchern. Analyse der Vorlesesituation zu didaktischen Zwecken
College
University of Würzburg
Course
ANALYSEPRAXIS
Grade
3
Author
Maria Danourdi (Author)
Publication Year
2021
Pages
15
Catalog Number
V1151907
ISBN (eBook)
9783346546296
ISBN (Book)
9783346546302
Language
German
Tags
DIDAKTIK DES DEUTSCHEN / VORLESEGESPRÄCH / VORLESESITUATION VON BILDERBÜCHER
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maria Danourdi (Author), 2021, Das Vorlesegespräch in Bilderbüchern. Analyse der Vorlesesituation zu didaktischen Zwecken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151907
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