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Zusammenhang zwischen Männlichkeitskonzepten und psychischer Gesundheit

Titel: Zusammenhang zwischen Männlichkeitskonzepten und psychischer Gesundheit

Referat (Ausarbeitung) , 2021 , 7 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Leonie Höckendorf (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit erläutert kurz folgende Thesen:
1. Gängige Männlichkeitskonzepte machen Männer psychisch krank.
2. Männer sind nicht resilienter als Frauen.
3. Die Profession der Sozialarbeiter*innen hat einen Handlungsbedarf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Thesenpapier

2. Erläuterte Thesen

3. Fazit

4. Fragebogen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen gesellschaftlich tradierten Männlichkeitskonzepten und der psychischen Gesundheit von Männern, mit dem Ziel, die spezifischen Belastungen und das daraus resultierende gesundheitliche sowie soziale Risikoverhalten aufzuzeigen.

  • Einfluss gängiger Männlichkeitsnormen auf die psychische Gesundheit
  • Die Rolle der emotionalen Hemmung bei Männern
  • Stigmatisierung psychischer Erkrankungen im männlichen Kontext
  • Handlungsbedarf für die Profession der Sozialen Arbeit
  • Empirische Einblicke durch eine Befragung zu männlichen Erfahrungen mit Emotionsausdruck

Auszug aus dem Buch

2. Erläuterte Thesen

Meine erste These ist, dass gängige Männlichkeitskonzepte psychisch krank machen. Von Männern wird erwartet, sich an Leistung und Erfolg zu messen. Wie wohl alle im Kapitalismus lebenden Menschen, Männer jedoch noch intensiver. Insbesondere Angst vor Arbeitslosigkeit, sozioökonomischem Abstieg und der damit verbundenen „Entmännlichung“ ist starker Risikofaktor für die männliche Psyche (->Versorgerrolle). Frauen können in Arbeitslosigkeit oft noch Kompensation durch die Hausfrauenrolle erlangen, auch wenn diese nicht angestrebt war. Typisch männliche Problembewältigungen finden ohne Angsteingeständnisse statt und werden nicht offen kommuniziert, da Hilfesuche mit (scheinbarem) Verlust von Autonomie und Stärke einhergeht (vgl. Möller-Leimkühler 2005: 32f). Männer sterben doppelt so häufig an Suizid als Frauen, eventuell weil sie diese „Problembewältigung“ als einzige wahrnehmen, die in das Männlichkeitsbild passt (vgl. Müller-Pein 2020: o.S.).

Männliche Emotionalität in der Öffentlichkeit darf nur kodiert stattfinden, es wird unterschieden in für Männer sozial akzeptiert Gefühle wie Aggressivität, Ärger oder Feindseligkeit. Hingegen gesamtgesellschaftlich als nicht akzeptiert gelten stereotypische „weibliche“ Gefühle wie Schwäche, Unsicherheit, Hilflosigkeit und Trauer. So wird jungen Männern schon früh durch traditionelle Sozialisierung eine emotionale Hemmung anerzogen, die psychisch krank machen kann (bspw. Depression) (vgl. Möller-Leimkühler 2005: 32f).

Das sieht man auch besonders an den Aussagen und Schilderungen, die in dem Fragebogen benannt wurden. Viele Männer haben erwähnt, dass sie diese als weiblich angesehenen Gefühle nicht zeigen (können), oder sie von ihrem Gegenüber dafür verurteilt worden, bspw. Lehrer oder Vater (vgl. Höckendorf 2021, o.S).

Bedrohte Männlichkeitskonzepte werden (über-)kompensiert mit rollenkompatiblen, aber (selbst-)destruktiven Verhaltensmustern: Alkoholmissbrauch, Ausrasten, Gewalt, Suizid (vgl. Möller-Leimkühler 2005: 33).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thesenpapier: Das Kapitel führt die drei zentralen Thesen der Arbeit ein, welche die Zusammenhänge von Männlichkeitskonzepten, Resilienz und dem Handlungsbedarf der Sozialen Arbeit formulieren.

2. Erläuterte Thesen: Hier werden die aufgestellten Thesen detailliert ausgeführt und theoretisch untermauert, wobei insbesondere die gesundheitlichen Folgen von Rollenerwartungen und die Problematik des Hilfesuchverhaltens bei Männern beleuchtet werden.

3. Fazit: Die Autorin fasst zusammen, dass Männer nicht generell resilienter sind, sondern psychische Belastungen aufgrund von Sozialisierungsmustern häufiger verdrängen oder pathologisch kompensieren.

4. Fragebogen: Dieses Kapitel stellt die Methodik und Auswertung einer eigenen Befragung dar, die individuelle Erfahrungen von Männern mit der Abwertung ihrer Männlichkeit bei Zeigen von Emotionen aufzeigt.

Schlüsselwörter

Männlichkeitskonzepte, Psychische Gesundheit, Soziale Arbeit, Emotionshemmung, Toxische Männlichkeit, Versorgerrolle, Suizidprävention, Geschlechterrollen, Resilienz, Stereotype, Rollenkonflikte, Depressions-Symptome, Sozialisierung, Männliche Emotionalität, Handlungsbedarf

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie traditionelle Männlichkeitserwartungen die psychische Gesundheit von Männern beeinflussen und warum dies zu einer höheren Suizidrate sowie einem veränderten Umgang mit emotionalen Problemen führt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen der Versorgerrolle, die gesellschaftliche Tabuisierung von als „weiblich“ konnotierten Gefühlen bei Männern sowie die Notwendigkeit für Fachkräfte der Sozialen Arbeit, diese Rollenbilder kritisch zu reflektieren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen starren Männlichkeitskonzepten und psychischen Erkrankungen aufzudecken und aufzuzeigen, warum die vermeintliche höhere Resilienz von Männern ein Trugschluss ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Neben einer Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung wurde eine qualitative Befragung mittels eines Online-Fragebogens durchgeführt, um subjektive Erfahrungen männlicher Probanden zu erfassen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil vertieft die drei Thesen zur psychischen Gesundheit, analysiert die Bedeutung von Stigmatisierung bei Männern und präsentiert die Auswertung der durchgeführten Befragung anhand von persönlichen Schilderungen der Teilnehmer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Männlichkeitskonzepte, Emotionshemmung, Soziale Arbeit, toxische Männlichkeit und psychische Gesundheit beschreiben.

Wie reagieren Männer laut der Umfrage, wenn ihnen „Männlichkeit“ abgesprochen wird?

Viele der befragten Männer berichten von Ausgrenzung, Spott durch Familienmitglieder oder Vorgesetzte sowie von einem internen Druck, Emotionen zu unterdrücken, um gesellschaftlichen Männlichkeitsnormen zu entsprechen.

Warum sieht die Autorin einen besonderen Handlungsbedarf für Sozialarbeiter*innen?

Da Sozialarbeiter*innen häufig mit männlichen Klienten in Kontakt kommen, sieht die Autorin die Verantwortung darin, toxische Männlichkeitserwartungen aufzubrechen und Kindern wie Jugendlichen ein breiteres Spektrum an Rollenbildern vorzuleben.

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Details

Titel
Zusammenhang zwischen Männlichkeitskonzepten und psychischer Gesundheit
Note
1,3
Autor
Leonie Höckendorf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
7
Katalognummer
V1151204
ISBN (PDF)
9783346559913
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zusammenhang männlichkeitskonzepten gesundheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leonie Höckendorf (Autor:in), 2021, Zusammenhang zwischen Männlichkeitskonzepten und psychischer Gesundheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1151204
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Leseprobe aus  7  Seiten
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