Diese Arbeit thematisiert die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt. Gerade in den extremen Trockensommern 2018 und 2019 haben wir auch in Bayern ausgetrocknete Felder und rostrote, „brennende“ Baumkronen in den Wäldern gesehen. Die Natur in Bayern verdurstet im Sommer. Der Diplom-Meteorologe Sven Plöger, Buchautor von „Zieht euch warm an, es wird heiß“, drückt es folgendermaßen aus: „Ohne Regen kein Leben, ohne Wolken kein Wetter.“ Tagelange Außentemperaturen um die 30 Grad Celsius im Sommer setzen u.a. der Land- und Forstwirtschaft in Bayern zu.
Gerade weil Bayern einerseits das Bundesland mit der größten Waldfläche ist und andererseits mehr als 100 000 km Flüsse und viele Seen, Bäche und Moore sein Eigen nennen darf und somit als „Wasserland“ bezeichnet wird, findet derzeit in der Politik und bei den Bürgern ein Umdenken statt. Man bewegt sich notgedrungen vom beherrschenden hin zum renaturierenden, nachhaltigen Umgang mit Grund- und Oberflächenwasser, geregelt durch die EG-Wasserrahmenrichtlinie.
Beim Waldsterben 2.0 sind flächendeckend Millionen Bäume in Nordbayern, besonders in Oberfranken, als Folge des Wassermangels im Sommerhalbjahr 2018 und 2019 zugrunde gegangen. In Ober- und Niederbayern lassen die vergleichsweise besseren Niederschlags- und Grundwasserzahlen gern vergessen, dass auch hier die Zukunft in puncto Wasserhaushalt auf gläsernem Boden gebaut ist. Letztlich hängen alle Lebensbereiche vom intakten Wasserhaushalt ab: Forst-, Landwirtschaft, Verkehr, Industrie, Tourismus und das gesamte alltägliche Leben.
Inhaltsverzeichnis
- A Einleitung
- B Inhalt
- I. Eingriffe des Menschen in den Wasserhaushalt durch Flussbegradigung und großflächige Waldrodungen
- I.I Erläuterung der Begriffe Wasserhaushalt und Klimawandel
- I.II Anzeichen des vom Menschen verursachten Klimawandels
- II. Saisonaler und regionaler Trockenstress v.a. in Nordbayern
- II.I Trockenstress am Beispiel des Hochspessarts
- II.II Problemlösung für Nordbayern - Saatgut aus dem Mittelmeerraum
- I. Eingriffe des Menschen in den Wasserhaushalt durch Flussbegradigung und großflächige Waldrodungen
- C Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit befasst sich mit den Auswirkungen des vom Menschen verursachten Klimawandels auf den Wasserhaushalt in Bayern, insbesondere am Beispiel von Wäldern. Sie analysiert, wie Eingriffe des Menschen in den Wasserhaushalt, wie z.B. Flussbegradigungen und großflächige Waldrodungen, die Situation verschärfen.
- Der Einfluss des Klimawandels auf den Wasserhaushalt in Bayern
- Die Rolle von Eingriffen des Menschen in die Natur
- Der Trockenstress in Nordbayern und die Auswirkungen auf Wälder
- Mögliche Lösungsansätze für den Wassermangel
- Die Bedeutung eines nachhaltigen Umgangs mit Wasser
Zusammenfassung der Kapitel
A Einleitung
Die Einleitung stellt den Kontext des Themas dar, indem sie die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt in Bayern, insbesondere die Trockenheit in den Wäldern, beschreibt. Sie beleuchtet auch den aktuellen Wandel in der Politik und bei den Bürgern hin zu einem nachhaltigeren Umgang mit Wasser.
B Inhalt
I. Eingriffe des Menschen in den Wasserhaushalt durch Flussbegradigung und großflächige Waldrodungen
Dieser Abschnitt erläutert die Begriffe Wasserhaushalt und Klimawandel und zeigt die Anzeichen des vom Menschen verursachten Klimawandels auf. Anschließend wird der Einfluss von Flussbegradigungen und Waldrodungen auf den Wasserhaushalt dargestellt.
II. Saisonaler und regionaler Trockenstress v.a. in Nordbayern
Hier wird der Trockenstress in Nordbayern am Beispiel des Hochspessarts beleuchtet. Die Auswirkungen auf die Wälder und mögliche Lösungsansätze, wie z.B. die Verwendung von Saatgut aus dem Mittelmeerraum, werden diskutiert.
Schlüsselwörter
Klimawandel, Wasserhaushalt, Trockenstress, Waldrodungen, Flussbegradigungen, Nachhaltigkeit, Wasserwirtschaft, Bayern, Waldsterben, anthropogene Eingriffe, Grundwasser, Oberflächwasser, Saatgut, Mittelmeerraum, EG-Wasserrahmenrichtlinie.
Häufig gestellte Fragen
Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf den Wasserhaushalt in Bayern?
Der Klimawandel führt in Bayern zu extremer Trockenheit, die besonders in den Sommern 2018 und 2019 sichtbar wurde. Dies führt zu ausgetrockneten Feldern und absterbenden Baumkronen, da die Natur im Sommer buchstäblich verdurstet.
Was wird unter dem Begriff "Waldsterben 2.0" verstanden?
Waldsterben 2.0 bezeichnet das flächendeckende Absterben von Millionen Bäumen infolge von Wassermangel, wie es besonders in Nordbayern und Oberfranken in den Jahren 2018 und 2019 auftrat.
Wie beeinflusst der Mensch den Wasserhaushalt zusätzlich zum Klimawandel?
Eingriffe wie Flussbegradigungen und großflächige Waldrodungen verschärfen die Situation, da sie den natürlichen Rückhalt von Wasser in der Landschaft verringern.
Warum gilt Nordbayern als besonders gefährdet durch Trockenstress?
Nordbayern, insbesondere Regionen wie der Hochspessart, leidet unter geringeren Niederschlagsmengen und niedrigeren Grundwasserständen im Vergleich zu Südbayern, was zu massivem Trockenstress für die Wälder führt.
Welche Lösungsansätze gibt es für den Wassermangel in bayerischen Wäldern?
Ein diskutierter Ansatz ist die Verwendung von Saatgut aus dem Mittelmeerraum, das besser an trocken-heiße Bedingungen angepasst ist, sowie ein nachhaltigerer Umgang mit Grund- und Oberflächenwasser gemäß der EG-Wasserrahmenrichtlinie.
Welche Rolle spielt die EG-Wasserrahmenrichtlinie in Bayern?
Sie regelt den Übergang von einem beherrschenden hin zu einem renaturierenden und nachhaltigen Umgang mit den Wasserressourcen, um den intakten Wasserhaushalt langfristig zu sichern.
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- Miriam Toegel (Author), 2021, Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt in Bayern. Das Beispiel von Wäldern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150536