In vorliegender Arbeit wird die These verfolgt, dass das EU-Mercosur Freihandelsabkommen eine Fortsetzung neoliberaler Wirtschaftspolitik – unter dem Deckmantel post-neoliberaler Bewältigungsstrategien - ist. Zunächst werden verschiedene Perspektiven des (Post)-Neoliberalismus beschrieben. Im zweiten Teil der Arbeit wird dies anhand der Agrarpolitik von Südamerika vertiefend dargestellt. Es folgt eine kritische Betrachtung des EU-Mercosur Freihandelsabkommens anhand offizieller Unterlagen sowie eines Kommentars der NGO Misereor. Weiterhin wird thematisiert, dass klassisch neoliberale Wirtschaftspolitik den Neo-Extraktivismus in Lateinamerika aktiv fördert, um den europäischen Konsumstandard zu befriedigen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung:
- 2. (Post)Neoliberalismus?
- 2.1 Probleme im Neoliberalismus.
- 2.2 Wandel des Neoliberalismus
- 2.3 Brüche und Kontinuitäten
- 2.4 Krisenbewältigungsstrategien .........
- 2.5 Neoliberale Naturverhältnisse......
- 2.6 Post-Neoliberale Naturverhältnisse
- 2.7 Green Capitalism"
- 3. Umweltpolitik in Lateinamerika
- 3.1 Peripherie des Umweltschutzes...
- 3.2 Rodung der Waldflächen ......
- 3.3 Investitionen ..........\li>
- 4. Das EU-Mercosur-Abkommen.....
- 4.1 Freier Handel.........
- 4.2 Neue Absatzmärkte .....
- 4.3 Regelungen der Agrarwirtschaft
- 4.4 Militärischer (Sub-)Imperialismus..\li>
- 4.5 Rohstoffabhängigkeit der EU.
- 4.6 Erschließung neuer Kapitalausweichmöglichkeiten
- 5. Fazit.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht das EU-Mercosur Freihandelsabkommen aus der Perspektive der (Post)-Neoliberalen Wirtschaftspolitik. Sie analysiert, inwieweit das Abkommen eine Fortsetzung neoliberaler Prinzipien unter dem Deckmantel post-neoliberaler Bewältigungsstrategien darstellt.
- Die Auswirkungen des Freihandelsabkommens auf die Umwelt und die Agrarwirtschaft in Südamerika
- Die Rolle des Neo-Extraktivismus in Lateinamerika und seine Verbindung zum europäischen Konsum
- Die Kritik an der neoliberalen Wirtschaftspolitik und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung von Entwicklungsländern
- Die Frage der nachhaltigen Entwicklung und die Bedeutung des Umweltschutzes im Kontext des Abkommens
- Die Rolle der EU in der globalen Wirtschaftsordnung und ihre Einflussmöglichkeiten auf die südamerikanischen Länder
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Das Kapitel stellt das EU-Mercosur-Abkommen und seine umstrittenen Folgen vor. Es beleuchtet die gegensätzlichen Meinungen zu den Auswirkungen des Abkommens auf die Wirtschaft, Umwelt und die Agrarwirtschaft.
- (Post)Neoliberalismus?: Dieses Kapitel erörtert verschiedene theoretische Ansätze zum Neoliberalismus und Post-Neoliberalismus. Es werden die Herausforderungen und Krisen des Neoliberalismus sowie die Strategien zur Bewältigung dieser Probleme untersucht.
- Umweltpolitik in Lateinamerika: Dieses Kapitel konzentriert sich auf die Umweltauswirkungen der neoliberalen Wirtschaftspolitik in Lateinamerika, insbesondere in Brasilien. Es beleuchtet die Probleme der Rodung von Waldflächen und die Folgen des Neo-Extraktivismus.
- Das EU-Mercosur-Abkommen: Dieses Kapitel analysiert das Abkommen aus verschiedenen Perspektiven, einschließlich seiner Auswirkungen auf den freien Handel, die Agrarwirtschaft und die Umwelt. Es untersucht auch die Rolle des militärischen Imperialismus und der Rohstoffabhängigkeit der EU.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Themen des (Post)-Neoliberalismus, dem EU-Mercosur Freihandelsabkommen, Neo-Extraktivismus, Umweltpolitik, Agrarwirtschaft, Nachhaltigkeit und den Auswirkungen der globalen Wirtschaftsordnung auf Lateinamerika.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die zentrale Kritik am EU-Mercosur-Abkommen?
Kritiker sehen darin eine Fortsetzung neoliberaler Politik, die den Neo-Extraktivismus fördert und Umweltprobleme wie die Rodung des Regenwaldes in Südamerika verschärfen könnte.
Was bedeutet "Post-Neoliberalismus" in diesem Kontext?
Es bezeichnet Strategien, die oberflächlich soziale oder ökologische Krisen bewältigen wollen ("Green Capitalism"), während die grundlegenden neoliberalen Handelsstrukturen bestehen bleiben.
Welche Auswirkungen hat das Abkommen auf die Agrarwirtschaft?
Das Abkommen erleichtert den Export von Agrarprodukten aus Südamerika nach Europa, was den Druck auf landwirtschaftliche Flächen und natürliche Ressourcen in Ländern wie Brasilien erhöht.
Warum ist die EU an diesem Abkommen interessiert?
Die EU sucht neue Absatzmärkte für ihre Industrieprodukte und möchte ihren hohen Bedarf an Rohstoffen und Agrarerzeugnissen durch stabilere Handelsbeziehungen sichern.
Was versteht man unter Neo-Extraktivismus?
Ein Wirtschaftsmodell, das auf dem massiven Abbau und Export von Rohstoffen basiert, oft zu Lasten der Umwelt und der lokalen Bevölkerung, um den globalen Konsumstandard zu bedienen.
- Quote paper
- Florian Gartenschläger (Author), 2019, Inwiefern ist das Mercosur-EU-Abkommen ein Ausdruck (Post)-Neoliberaler Wirtschaftspolitik?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1150479