Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Vor- und Nachteilen der gezielten Reise ins Ausland zur medizinischen Behandlung. Zum Zahnersatz nach Polen, zur Reha-Behandlung nach Tschechien oder zur hochtechnologischen Herzoperation nach Deutschland, das heißt, die gezielte Reise ins Ausland zur medizinischen Behandlung wird seit Jahren infolge der Globalisierung immer beliebter. Auch wenn sie in ihrer Anfangszeit skeptisch entweder als Billigmedizin oder als Privileg für Millionäre angesehen wurde, hat sich der Medizintourismus in der Zwischenzeit zu einem nicht zu unterschätzenden Wirtschaftszweig entwickelt, an dem auch die Europäische Union (EU) ein Interesse hat.
Mit der Richtlinie 2011/24/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9.3.2011 über die Ausübung der Patientenrechte in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung (im Folgenden: PatientenR-RL oder nur Richtlinie), die am 24.4.2011 in Kraft getreten ist, soll der Zugang zu einer sicheren und hochwertigen grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung in der EU erleichtert werden. Das bedeutet, dass Behandlungen im EU-Ausland für alle Staatsbürger einfacher werden sollen.
Im Folgenden werden die Ziele der Richtlinie näher beleuchtet und ihr Inhalt nebst Anwendungsbereich erklärt. Dann wird das Verhältnis der PatientenR-RL zu den Koordinationsverordnungen beleuchtet (Regeln zur Zuständigkeit und zu der Kostenerstattung). Schließlich wird ein Fazit geschlossen und ein Ausblick gegeben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Rechtsgrundlagen der Patientenmobilität
- Die Europäische Patientenrechte-Richtlinie (2011/24/EU)
- Die Verordnung (EG) Nr. 883/2004
- Die praktische Umsetzung der Patientenmobilität
- Die Rolle der nationalen Kontaktstellen
- Die grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung in der Praxis
- Die Finanzierung der Behandlungskosten
- Die Herausforderungen der Patientenmobilität
- Sprachbarrieren und kulturelle Unterschiede
- Datenschutz und Datensicherheit
- Die Qualität der medizinischen Versorgung im Ausland
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit analysiert die Patientenmobilität im EU-Ausland und untersucht die rechtlichen und praktischen Herausforderungen der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung.
- Rechtliche Rahmenbedingungen der Patientenmobilität
- Praktische Umsetzung der Patientenmobilität in den Mitgliedstaaten
- Herausforderungen und Chancen der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung
- Zukünftige Entwicklungen der Patientenmobilität in der EU
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Patientenmobilität in der EU und stellt die Thematik der Seminararbeit vor. Das zweite Kapitel analysiert die Rechtsgrundlagen der Patientenmobilität, insbesondere die Europäische Patientenrechte-Richtlinie (2011/24/EU) und die Verordnung (EG) Nr. 883/2004. Im dritten Kapitel wird die praktische Umsetzung der Patientenmobilität in den Mitgliedstaaten beleuchtet, inklusive der Rolle der nationalen Kontaktstellen und der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung in der Praxis. Schließlich werden im vierten Kapitel die Herausforderungen der Patientenmobilität diskutiert, wie Sprachbarrieren, Datenschutz und Datensicherheit sowie die Qualität der medizinischen Versorgung im Ausland.
Schlüsselwörter
Patientenmobilität, EU-Rechtsetzung, Gesundheitsversorgung, grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung, Patientenrechte-Richtlinie, Verordnung (EG) Nr. 883/2004, nationale Kontaktstellen, Herausforderungen, Chancen, Zukunft
- Quote paper
- Justine Zimmermann (Author), 2019, Die Patientenrechte-Richtlinie 2011/24/EU. Patientenmobilität im EU-Ausland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1149336