Im Rahmen einer videogestützten systematischen Beobachtungsstudie mit experimentellen Versuchsdesign wird der Einfluss des Smartphones auf die Eltern- Kind-Interaktion während einer Freispielsituation untersucht. Das Konzept der Responsivität als einflussreiche elterliche Kompetenz steht hierbei im Fokus.
Bislang stand der Technologiekonsum von Kindern und Jugendlichen im Fokus der Aufmerksamkeit und wurde beispielsweise durch die BLIKK-Medienstudie (die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, 2017) kritisch betrachtet. Zahlreiche Erziehungsratgeber, wie "Smartphones aber richtig!: Sichere Nutzung von Handys und Smartphones" (Feibel 2014) und "Jetzt pack doch mal das Handy weg!: Wie wir unsere Kinder von der digitalen Sucht befreien" (Feibel 2017), kamen auf den Markt, um die Medienkompetenz der Kinder zu fördern und Eltern im richtigen Umgang mit Konfliktsituationen zu unterstützen. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nahm sich dieser Thematik an und hat Empfehlungen für die Nutzungszeiten elektronischer Medien von Kindern veröffentlicht.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretischer und empirischer Hintergrund
- Technoference
- Aktive Nutzung
- Bloße Anwesenheit
- Störung
- Nutzungsgründe
- Bindung
- Bindungstheorie
- Das innere Arbeitsmodell
- Bindungstypen
- Bindungs- und Explorationsbalance
- Feinfühligkeit
- Responsivität
- Definition
- Bedeutung für die kindliche Entwicklung
- Einflüsse durch das Smartphone
- Spiel
- Definition und Bedeutung
- Die Rolle der Eltern im Spiel
- Spielfeinfühligkeit
- Zielsetzung und Ableitung der Fragestellung
- Methode
- Beobachtungsverfahren als wissenschaftliche Methode
- Versuchsplanung
- Experimentelle Aufgabe
- Experimentalgruppe
- Kontrollgruppe
- Coverstory
- Stichprobe
- Versuchsmaterial
- Codiersystem
- Fragebogen
- Geräte und Untersuchungsraum
- Versuchsdurchführung
- Ergebnisse
- Vorbemerkung
- Reliabilitätsanalyse
- Interkorrelationen der Fragebogenvariablen
- Manipulationskontrolle
- Nutzungsverhalten der Eltern
- Responsivität
- Hypothesentests
- Weiterführende Analysen
- Diskussion
- Zusammenfassung der Studie
- Ergebnisse
- Limitationen
- Ausblick
- Fazit und Implikation
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss des Smartphones auf die elterliche Responsivität während der Eltern-Kind-Interaktion. Dabei liegt der Fokus auf der experimentellen Analyse der Auswirkungen, die die Nutzung des Smartphones auf die Interaktionsqualität zwischen Eltern und Kindern hat.
- Der Einfluss von Smartphones auf die Interaktion zwischen Eltern und Kindern
- Die Rolle der elterlichen Responsivität in der kindlichen Entwicklung
- Die Verbindung zwischen elterlicher Smartphone-Nutzung und Bindungsqualität
- Die Untersuchung von Spielverhalten und Responsivität in Abhängigkeit von Smartphone-Nutzung
- Die Entwicklung und Anwendung eines Codiersystems zur Analyse von Eltern-Kind-Interaktionen im Kontext von Smartphone-Nutzung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der Smartphone-Nutzung im Kontext der Eltern-Kind-Interaktion ein und beschreibt die Relevanz der Thematik. Es werden die aktuellen Nutzungsgewohnheiten von Smartphones in privaten Haushalten dargestellt und die potentiellen positiven sowie negativen Auswirkungen der Smartphone-Nutzung auf das menschliche Leben beleuchtet.
- Theoretischer und empirischer Hintergrund: Dieses Kapitel stellt wichtige theoretische Konzepte vor, die für die Untersuchung relevant sind. Dazu gehören die Konzepte der "Technoference", der Bindungstheorie, der Responsivität und des Spiels. Es werden verschiedene Studien und Forschungsergebnisse vorgestellt, die die Auswirkungen von Smartphone-Nutzung auf verschiedene Bereiche des menschlichen Lebens beleuchten, insbesondere im Hinblick auf die Eltern-Kind-Interaktion.
- Zielsetzung und Ableitung der Fragestellung: Dieses Kapitel definiert die konkrete Zielsetzung der Arbeit und leitet daraus die Forschungsfrage ab. Es werden die Hypothesen formuliert, die im Rahmen der Studie überprüft werden sollen.
- Methode: Dieses Kapitel beschreibt die methodischen Vorgehensweisen der Studie. Es wird das gewählte Forschungsdesign vorgestellt, sowie die experimentelle Aufgabe, die Stichprobe, das verwendete Versuchsmaterial und die Durchführung des Experiments erläutert.
- Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung. Es werden die gewonnenen Daten ausgewertet und die Ergebnisse der Hypothesentests dargestellt.
Schlüsselwörter
Smartphone-Nutzung, Eltern-Kind-Interaktion, Responsivität, Bindung, Spiel, Technoference, Beobachtungsverfahren, experimentelle Untersuchung, Codiersystem.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst das Smartphone die Interaktion zwischen Eltern und Kind?
Die Nutzung von Smartphones kann zu einer sogenannten "Technoference" führen, bei der die elterliche Responsivität und die Qualität der Interaktion durch digitale Ablenkung gemindert werden.
Was bedeutet elterliche Responsivität?
Responsivität beschreibt die Fähigkeit der Eltern, prompt und angemessen auf die Signale und Bedürfnisse ihres Kindes zu reagieren, was für eine gesunde kindliche Entwicklung entscheidend ist.
Welche Rolle spielt die Bindungstheorie in diesem Kontext?
Die Arbeit untersucht, wie die Smartphone-Nutzung die Feinfühligkeit der Eltern beeinflusst und welche Auswirkungen dies auf das innere Arbeitsmodell und die Bindungsqualität des Kindes hat.
Was wurde in der experimentellen Untersuchung analysiert?
Es wurde eine videogestützte Beobachtungsstudie durchgeführt, die das Spielverhalten und die Responsivität von Eltern in einer Freispielsituation unter dem Einfluss von Smartphones vergleicht.
Welche Empfehlungen gibt es für Eltern im Umgang mit Medien?
Der Text verweist auf Ratgeber und Empfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Eltern dabei unterstützen sollen, die Medienkompetenz zu fördern und bewusste Nutzungszeiten einzuhalten.
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- Anonym (Author), 2020, Der Einfluss des Smartphones auf die elterliche Responsivität während der Eltern-Kind-Interaktion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1146288