Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich im Allgemeinen mit dem Werk "Das Leiden anderer betrachten" von der amerikanischen Schriftstellerin und Publizistin Susan Sontag. Im Besonderen geht es dabei um die Darstellung von Kriegs- und Konfliktfotografien, deren Entwicklung in Verbindung mit den Massenmedien und deren unterschiedliche Wirkungsweisen auf den Rezipienten. Des Weiteren soll anhand dieser Arbeit auch auf die moralischen Fragen eingegangen werden, ob man individuelle Schicksale dazu verwenden darf, um allgemein gegen kriegerische Auseinandersetzungen vorzugehen oder ob ein Skandal darin liegt, dass authentische Aufnahmen von Kriegen und Konflikten überhaupt existieren.
Die Arbeit gliedert sich in zwei große Themenschwerpunkte, welche auch die Überkapitel drei und vier darstellen, wobei das erste und das zweite Kapitel die Funktionen haben den Leser präzise in das Thema einzuführen, sowie Auskunft über biographische Daten Susan Sontags zu geben. Im größten Teil dieser Arbeit, wird das aus neun Essays bestehende Werkt Das Leiden anderer betrachten zusammen gefasst, sowie die wichtigsten Thesen erläutert und kritisch analysiert. Im vierten Kapitel wird folglich ein praktischer Bezug zu dem Bildband War Porn von dem deutschen Kriegsjournalisten Christoph Bangert hergestellt, sowie dessen Arbeitsweise und moralische Vorstellungen dargelegt. Im letzten Kapitel wird mit dem Resümee eine Zusammenfassung und eine abschließende Konklusion der Arbeit formuliert.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- SUSAN SONTAG: LEBEN UND WERK
- DAS LEIDEN ANDERER BETRACHTEN
- Die Reaktion bei der Betrachtung von Bildern des Leidens
- Die Evolution der Darstellungsweise des Leidens
- Authentizität und Wirkungsweise von Leidensbildern
- WAR PORN
- RESÜMEE
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert Susan Sontags Werk "Das Leiden anderer betrachten" und untersucht die Darstellung von Kriegs- und Konfliktfotografien, deren Entwicklung in Verbindung mit den Massenmedien und deren unterschiedliche Wirkungsweisen auf den Rezipienten. Die Arbeit befasst sich außerdem mit moralischen Fragen, die sich aus der Verwendung von Bildern von individuellen Schicksalen im Kontext von Kriegsgegnerischen Aktionen ergeben.
- Die Darstellung von Leidensbildern in der Fotografie
- Die Evolution der Darstellungsweise des Leidens im Kontext der Massenmedien
- Die Wirkungsweise von Leidensbildern auf den Rezipienten
- Die moralischen Fragen im Umgang mit Bildern von individuellen Schicksalen
- Die Rolle der Fotografie in der Konstruktion von Realität
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein und beschreibt den Fokus auf Susan Sontags Werk "Das Leiden anderer betrachten". Sie erläutert den Schwerpunkt auf Kriegs- und Konfliktfotografien sowie deren Entwicklung in Verbindung mit den Massenmedien. Die moralischen Fragen, die sich aus der Verwendung von Bildern von individuellen Schicksalen im Kontext von Kriegsgegnerischen Aktionen ergeben, werden ebenfalls vorgestellt.
- Susan Sontag: Leben und Werk: Dieses Kapitel gibt Einblicke in Susan Sontags Biografie, ihren Werdegang und ihre wichtigsten Werke. Es beschreibt ihren Einsatz für Menschenrechte und ihre Rolle als öffentliche Intellektuelle, insbesondere während des Irakkrieges von 2003.
- Das Leiden anderer betrachten: Dieses Kapitel analysiert Sontags Werk "Das Leiden anderer betrachten". Es untersucht die Reaktion bei der Betrachtung von Bildern des Leidens, die Evolution der Darstellungsweise des Leidens und die Authentizität und Wirkungsweise von Leidensbildern.
- War Porn: Dieses Kapitel betrachtet den Bildband "War Porn" des deutschen Kriegsjournalisten Christoph Bangert und setzt ihn in Beziehung zu den Thesen von Susan Sontag. Es analysiert Bangerts Arbeitsweise und seine moralischen Vorstellungen.
Schlüsselwörter
Kriegsfotografie, Leidensbilder, Massenmedien, Wirkungsweise, Authentizität, Moral, Konstruktion von Realität, Susan Sontag, Christoph Bangert, War Porn.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Susan Sontags 'Das Leiden anderer betrachten'?
Das Werk analysiert, wie wir auf Bilder von Krieg und Gewalt reagieren und wie diese Fotografien unsere Wahrnehmung der Realität und unsere moralische Haltung beeinflussen.
Was versteht man unter dem Begriff 'War Porn'?
Der Begriff bezieht sich auf einen Bildband von Christoph Bangert. Er hinterfragt die moralische Grenze der Darstellung von extremer Gewalt und das "voyeuristische" Betrachten von Leidensbildern.
Können Kriegsfotografien den Krieg stoppen?
Sontag diskutiert kritisch, ob Bilder zur Empathie anregen oder eher zu einer Abstumpfung (Desensibilisierung) führen, wenn Leidensbilder massenhaft in Medien konsumiert werden.
Welche moralische Frage stellt sich beim Zeigen von Einzelschicksalen?
Es wird debattiert, ob es legitim ist, das Leid eines Individuums für eine allgemeine politische Botschaft gegen den Krieg zu instrumentalisieren.
Wie hat sich die Darstellung von Leiden durch Massenmedien verändert?
Durch die Evolution der Medien werden Bilder heute schneller und ungefilterter verbreitet, was die Frage nach der Authentizität und der Konstruktion von Realität verschärft.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Kriegs- und Konfliktfotografien in Massenmedien nach Susan Sontags "Das Leiden anderer betrachten". Darstellungs- und Wirkungsweise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1139629