Mithilfe des persönlichen Bezugs zur Pflege und der Inhalte des Seminars „Selbsthilfe, Peer Support und Selbstvertretung im Feld der Sozialen Arbeit“ wurde folgende Forschungsfragen formuliert: „Wie können Peer Mitarbeiter die Patientenpartizipation in der Altenpflege fördern?“, sowie „Wie können Peer Mitarbeiter die Patientenpartizipation in der Krankenpflege fördern?“.
Partizipation ist ein Teil unseres Lebens, welcher uns ständig umgibt, wir an ihm teilnehmen und ihn als selbstverständlich und verstanden an- und hinnehmen. Doch sind wir uns der Tragweite und der Dimension überhaupt bewusst? Wir alle werden unausweichlich früher oder später erkranken oder im Alter nicht mehr in der Lage sein, unsere Selbstständigkeit aufrecht zu halten, woraufhin wir gezwungener Maße in ein Abhängigkeitsverhältnis geraten werden. Der Begriff Pflege ist uns wohlbekannt und wir wissen um seine Umstände in der täglichen Arbeit. So sind Arbeitsabläufe und Handgriffe, aber auch der allgegenwärtige Stress, Routine und Normalität geworden. Wir haben während der Arbeit schon oft den Punkt erreicht, wo unser moralischer Kompass Alarm geschlagen hat, da Klienten wie an einem Fließband abgefertigt werden und keine Zeit bleibt, sich um die Psychosozialen-Bedürfnisse der Klienten zu kümmern. Partizipation kommt hier in der Regel zu kurz.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsdefinitionen | Begriffseinführung
- Partizipation
- Formen der Partizipation
- Peer Definition
- Herausforderungen
- Möglichkeiten
- Zusammenfassung Peer
- Altenpflege Definition
- Patienten in der Altenpflege Definition
- Probleme der Partizipation in der Altenpflege
- Probleme der Partizipation in der Altenpflege auf der Mikroebene
- Probleme der Partizipation in der Altenpflege auf der Mesoebene
- Probleme der Partizipation in der Altenpflege auf der Makroebene
- Möglichkeiten der Partizipation in der Altenpflege durch Peersupport
- Krankenpflege Definition
- Patienten in der Krankenpflege Definition
- Probleme in der Krankenpflege
- Probleme auf der Mikroebene in der Krankenpflege
- Probleme auf der Mesoebene in der Krankenpflege
- Probleme auf der Makroebene in der Krankenpflege
- Möglichkeiten durch Peers im Kontext der Patientenpartizipation in der Krankenpflege
- Ergebnisse
- Gegenüberstellung der Probleme und der Möglichkeiten in der Alten- und Krankenpflegepflege
- Peer als Partizipations-Werkzeug in der Alten- und Krankenpflege
- Peer als Partizipations-Werkzeug als mögliche Ressource den Problemen in den Pflegeberufen entgegenzuwirken
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Möglichkeiten von Peer-Mitarbeitern, um die Patientenpartizipation in der Altenpflege und Krankenpflege zu fördern. Die Autoren, die selbst familiäre Verbindungen zur Pflege haben, möchten mithilfe der Literaturrecherche konkrete Möglichkeiten des Peersupports herausarbeiten, die sowohl Pflegekräften als auch Patienten Ressourcen bieten und die Patientenpartizipation verbessern können.
- Begriffsdefinitionen von Partizipation, Peer, Altenpflege, Krankenpflege und Patienten in diesen Bereichen
- Herausforderungen und Chancen der Patientenpartizipation in der Alten- und Krankenpflege
- Möglichkeiten von Peer-Mitarbeitern, um die Patientenpartizipation zu fördern
- Potenzial von Peer-Support als Ressource, um Problemen in der Alten- und Krankenpflege entgegenzuwirken
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Definition von Partizipation und ihrer verschiedenen Formen, wobei die Analyseebenen Mikro-, Meso- und Makroebene beleuchtet werden. Anschließend wird der Begriff des Peers erläutert und die Herausforderungen und Möglichkeiten des Peersupports im Kontext der Pflege erörtert. Die Arbeit betrachtet dann die Altenpflege, die Probleme der Partizipation in diesem Bereich und die Potenziale von Peersupport. Die Krankenpflege wird ebenfalls betrachtet, wobei die spezifischen Herausforderungen und Möglichkeiten für die Patientenpartizipation im Fokus stehen. Abschließend werden die Ergebnisse der Analyse dargestellt und die Bedeutung von Peer-Mitarbeitern als Partizipations-Werkzeug und Ressource zur Bewältigung von Problemen in der Alten- und Krankenpflege hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Patientenpartizipation, Peer-Support, Altenpflege, Krankenpflege, Selbsthilfe, Selbstvertretung, Empowerment, Mikro-, Meso- und Makroebene, Ressourcen, Herausforderungen und Chancen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel der Arbeit zur Patientenpartizipation?
Die Arbeit untersucht, wie Peer-Mitarbeiter (Menschen mit ähnlichen Erfahrungen) die Mitbestimmung und Teilhabe von Patienten in der Pflege fördern können.
Warum kommt Partizipation im Pflegealltag oft zu kurz?
Häufige Gründe sind hoher Zeitdruck, Personalmangel, Routineabläufe und die Fokussierung auf rein körperliche Pflege statt psychosozialer Bedürfnisse.
Was versteht man unter Peer-Support in der Pflege?
Peer-Support bedeutet Unterstützung durch Personen, die selbst eine ähnliche Lebenssituation oder Erkrankung durchlebt haben und dadurch ein besonderes Verständnis einbringen.
Auf welchen Ebenen wird Partizipation in der Arbeit analysiert?
Die Analyse erfolgt auf der Mikroebene (Interaktion), Mesoebene (Institution) und Makroebene (gesellschaftliche Rahmenbedingungen).
Welchen Nutzen bietet der Einsatz von Peers für Pflegekräfte?
Peers können Pflegekräfte entlasten, indem sie sich um die psychosoziale Begleitung kümmern und als Brücke zwischen Patienten und Fachpersonal fungieren.
- Partizipation
- Quote paper
- Patrick Born (Author), Moritz Schuhmann (Author), 2021, Patientenpartizipation in Pflegeberufen. Peers als potenzielle Chance, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1137478