„Außergewöhnliches wurde immer nur von Menschen geleistet, die zu glauben wagten, dass irgend etwas in ihrem Inneren den Umständen gewachsen sei.“ 1 (Bruce Barton, 1886-1967)
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die sportliche Leistungsfähigkeit und deren Einflussfaktoren
- Die gegenseitige Beeinflussung von Erbe und Umwelt
- Genetische Grundlagen
- Verschiedene Methoden der Vererbungsforschung und ihre Ergebnisse
- Aufdecken von Koinzidenzen
- Die Stammbaumforschung
- Die Zwillingsforschung
- Untersuchung von VO² max. und Genotyp
- Low- und High-Responder
- Rolle des ACE-Gens
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht, inwieweit die sportliche Leistungsfähigkeit genetisch beeinflusst ist. Sie beleuchtet den Einfluss von Erbe und Umwelt auf die körperliche Leistungsfähigkeit und analysiert, wie verschiedene Faktoren, darunter genetische Voraussetzungen, Trainingsumfänge und Umweltbedingungen, den sportlichen Erfolg beeinflussen.
- Der Einfluss von genetischen Faktoren auf die sportliche Leistungsfähigkeit
- Die Rolle der Umweltbedingungen in der Entwicklung sportlicher Fähigkeiten
- Die Interaktion zwischen genetischen und umweltbedingten Faktoren
- Untersuchungen zur Vererbung von sportlichen Fähigkeiten
- Die Bedeutung von Training und Talentförderung im Sport
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problematik der genetischen und umweltbedingten Einflussfaktoren auf die sportliche Leistungsfähigkeit dar und zeigt die Bedeutung dieser Fragestellung im Kontext des Spitzensportes auf. Kapitel 2 beleuchtet die Komplexität der sportlichen Leistungsfähigkeit anhand verschiedener Einflussfaktoren, die in personalen und a-personalen Bedingungen eingeteilt werden.
Kapitel 3 untersucht die Interaktion von genetischen und umweltbedingten Faktoren auf die sportliche Leistungsfähigkeit. Kapitel 4 widmet sich den genetischen Grundlagen und diskutiert die Rolle der Genetik für die Ausbildung sportlicher Fähigkeiten. Die Kapitel 5.1 bis 5.3 präsentieren verschiedene Methoden der Vererbungsforschung, wie z.B. die Stammbaumforschung und die Zwillingsforschung, und diskutieren deren Ergebnisse.
Schlüsselwörter
Sportliche Leistungsfähigkeit, Genetik, Vererbung, Umweltfaktoren, Training, Talentförderung, Zwillingsforschung, Stammbaumforschung, VO² max., ACE-Gen, Low- und High-Responder.
Häufig gestellte Fragen
Ist sportliche Leistungsfähigkeit eher ererbt oder antrainiert?
Es ist eine Kombination aus beidem. Während genetische Voraussetzungen das Potenzial (Talent) festlegen, entscheidet das Training und die Umwelt darüber, ob dieses Potenzial voll ausgeschöpft wird.
Welche Rolle spielt das ACE-Gen für Sportler?
Das ACE-Gen wird oft mit Ausdauerleistungen in Verbindung gebracht. Bestimmte Varianten des Gens scheinen die Effizienz der Sauerstoffnutzung oder den Muskelaufbau zu begünstigen.
Was unterscheidet "Low-Responder" von "High-Respondern"?
High-Responder sprechen genetisch bedingt sehr stark auf Trainingreize an und erzielen schnelle Fortschritte. Low-Responder benötigen bei gleichem Training deutlich mehr Aufwand für ähnliche Leistungssteigerungen.
Wie hilft die Zwillingsforschung der Sportwissenschaft?
Durch den Vergleich von eineiigen und zweieiigen Zwillingen lässt sich bestimmen, wie hoch der Anteil der Erblichkeit bei Merkmalen wie der maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2 max) ist.
Können Umweltfaktoren die Genetik übertreffen?
Umweltfaktoren wie Ernährung, Training und psychologische Betreuung sind essenziell, können aber physiologische Grenzen, die durch die DNA gesetzt sind, im Spitzensport meist nicht vollständig kompensieren.
- Quote paper
- Thomas Spörrer (Author), 2002, Ist die sportliche Leistungsfähigkeit antrainiert oder geerbt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11369