Im Lexikon der Sozialpädagogik und Sozialarbeit von Professor Doktor Franz Stimmer ist folgende Definition zu finden:
„Institution der gegenseitig verpflichtenden Bindung einer Frau und eines Mannes (Monogamie) oder eines Mannes und mehrerer Frauen (Polygamie) oder einer Frau und mehrerer Männer (Polyandrie)“ (1)
Bernhard Schäfer gibt eine speziellere Definition zum Begriff der Ehe:
„Ehe ist im allgemeinen und juristischen Verständnis eine Lebensgemeinschaft von Mann und Frau, die über die Form des Zusammenlebens hinaus nach traditionaler und universaler Auffassung zwei grundlegende Funktionen hat: den Geschlechtsverkehr zu legalisieren und an seine möglichen Folgen, die Geburt von Kindern, Verpflichtungen zu knüpfen.“ (2)
Im Lexikon der Sozialpädagogik und der Sozialarbeit von Prof. Dr. Franz Stimmer ist folgende Definition zu finden:
„Trotz aller historischen Variabilität familialer Lebensfornen ist die Familie ein – in modernen Gesellschaften sehr dynamisches, konfliktreiches und differenziertes aber dennoch relativ widerstandsfähiges – soziales Gebilde, das bezogen auf die biologische Ausstattung des Menschen und auf seine begrenzten sozialen Kompetenzen doch eine gelungene Anpassungsleistung an die menschliche Umwelt darzustellen scheint.“ (3)
Eine andere, prägnantere Definition von Familie gibt Bernhard Schäfer:
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definitionen:
- Definition der Ehe
- Definition der Familie
- Rechtliche Grundlagen
- Historische Entwicklung der Familie
- Die vorindustrielle Familie
- Die industrielle Familie
- Die bürgerliche Familie
- Die moderne Kernfamilie
- Struktur und Wandel der Familie
- Funktionsverlust der Kernfamilie
- Familie als Primär- und Intimgruppe
- Pluralisierung der Ehe- und Familienformen
- Theoretischer Erklärungsansatz für den sozialen Wandel von Ehe, Familie und Partnerschaft
- Zusammenfassung / Schlusswort
- Quellenverzeichnis der fortlaufenden Zitate
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit dem Wandel von Ehe und Familie im Laufe der Zeit. Sie analysiert verschiedene Familienleitbilder aus unterschiedlichen Epochen, beginnend mit der vorindustriellen Familie bis hin zur modernen Kernfamilie. Der Fokus liegt auf der Suche nach einem Erklärungsansatz für den sozialen Wandel von Ehe, Familie und Partnerschaft, wobei das Stichwort „Individualisierung“ im Mittelpunkt steht. Die Arbeit untersucht, inwiefern die Individualisierung des Einzelnen, insbesondere seit Mitte der 60er Jahre, den Wandel von Ehe und Familie beeinflusst hat.
- Entwicklung verschiedener Familienleitbilder
- Analyse des Funktionsverlustes der Kernfamilie
- Pluralisierung von Ehe- und Familienformen
- Bedeutung der Individualisierung für den Wandel von Ehe und Familie
- Theoretischer Erklärungsansatz für den sozialen Wandel
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein und stellt die Forschungsfrage nach dem Wandel von Ehe und Familie in den Mittelpunkt. Sie skizziert den Aufbau der Arbeit und die zentralen Themen, die behandelt werden.
Der Abschnitt „Definitionen“ erläutert die Begriffe Ehe und Familie anhand von Definitionen aus der Sozialpädagogik und Sozialarbeit. Es werden verschiedene Aspekte der Ehe und Familie beleuchtet, wie die Monogamie und Polygamie sowie die Bedeutung der Familie als Sozialisationsinstanz.
Die „Rechtlichen Grundlagen“ beleuchten die rechtliche Situation von Ehe und Familie in der Bundesrepublik Deutschland. Es wird auf die Bedeutung des Grundgesetzes und die staatliche Förderung von Ehe und Familie hingewiesen.
Der Abschnitt „Historische Entwicklung der Familie“ zeichnet die Entwicklung der Familie von der vorindustriellen Familie über die industrielle Familie bis hin zur bürgerlichen Familie und der modernen Kernfamilie nach. Es werden die jeweiligen Merkmale und Veränderungen der Familienstrukturen in den verschiedenen Epochen beschrieben.
Der Abschnitt „Struktur und Wandel der Familie“ analysiert die Veränderungen in der Familienstruktur und die Ursachen für den Wandel. Es werden Themen wie der Funktionsverlust der Kernfamilie, die Familie als Primär- und Intimgruppe sowie die Pluralisierung von Ehe- und Familienformen behandelt.
Der Abschnitt „Theoretischer Erklärungsansatz für den sozialen Wandel von Ehe, Familie und Partnerschaft“ befasst sich mit der Frage, wie der soziale Wandel von Ehe, Familie und Partnerschaft erklärt werden kann. Es wird der Einfluss der Individualisierung auf die Familienstrukturen untersucht.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Wandel von Ehe und Familie, Familienleitbilder, vorindustrielle Familie, industrielle Familie, bürgerliche Familie, moderne Kernfamilie, Funktionsverlust der Kernfamilie, Individualisierung, Pluralisierung von Ehe- und Familienformen, theoretischer Erklärungsansatz.
Häufig gestellte Fragen
Wie wird "Familie" in der modernen Soziologie definiert?
Familie wird als dynamisches soziales Gebilde betrachtet, das trotz Wandels eine widerstandsfähige Anpassungsleistung an die Umwelt darstellt.
Was bedeutet "Individualisierung" für Ehe und Familie?
Individualisierung führt dazu, dass persönliche Lebensentwürfe wichtiger werden als traditionelle Bindungen, was zu einer Pluralisierung der Lebensformen führt.
Was ist unter dem Funktionsverlust der Kernfamilie zu verstehen?
Es beschreibt den Prozess, bei dem Aufgaben, die früher rein familiär waren (z.B. Erziehung, Pflege, Produktion), zunehmend von staatlichen oder privaten Institutionen übernommen werden.
Wie unterschied sich die vorindustrielle von der bürgerlichen Familie?
Die vorindustrielle Familie war oft eine Arbeitsgemeinschaft ("ganzes Haus"), während die bürgerliche Familie Privatsphäre und Emotionalität ins Zentrum rückte.
Welche rechtlichen Grundlagen schützen die Familie in Deutschland?
Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung, wie es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankert ist.
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- Dipl.Sozialpädagogin/-arbeiterin Buse Karin (Autor), 2000, Der soziale Wandel von Ehe und Familie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/113518