Thema der vorliegenden Bachelorarbeit ist es, die Wirkung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse auf die psychische Gesundheit zu untersuchen und hierbei der Sozialen Arbeit Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Zu diesem Zweck wird die kapitalistische Produktionsweise in ihren Grundkategorien analysiert und ihr Grundwiderspruch anhand der ungleichen Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums konfliktsoziologisch veranschaulicht.
Rekurrierend auf Erich Fromms humanistische Psychoanalyse werden sodann die von ihm benannten menschlichen Grundbedürfnisse erläutert, zu denen sich die momentane Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung jedoch erkennbar konträr verhält und den Menschen eher von sich selbst sowie seinen Produkten entfremden lässt. Überdies wird so verdeutlicht, dass die systemimmanenten Widersprüche und ihre Wirkungskraft auf den Menschen einerseits a priori durch Deduktion nachzuweisen sind, doch anderseits nicht minder mithilfe einer Vielzahl von empirischen Erhebungen, die in der ökonomischen Ungleichheit einen negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit zu erkennen geben.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Theoretische Grundlagen
- 2.1 Erziehungs- und Bildungspraxis als Dialog
- 2.2 Soziale Arbeit als Herrschaftssicherung oder revolutionäre Praxis
- 3. Analyse der kapitalistischen Produktionsweise
- 3.1 Eine ungeheure Warensammlung…....
- 3.2 Geld wird zum Selbstzweck
- 3.3 Über die Enteignung der Arbeitskraft
- 3.4 Der Zweck heiligt die Mittel - Der kapitalistische Produktionsprozess
- 3.5 Anekdote zur Steigerung des Mehrwerts
- 3.6 Die (vermeintlich) unendliche Geschichte des Kapitals
- 4. Klassengesellschaft und Ungleichheit
- 4.1 Systemsprenger Arbeitslose? Fehlanzeige!
- 4.2 Zur Ungleichheit des gesellschaftlichen Reichtums
- 4.2.1 Einkommensverteilung
- 4.2.2 Vermögensverteilung
- 4.3 Neoliberalismus als Ideologie der kapitalistischen Produktionsverhältnisse
- 5. Psychische Gesundheit und kranke Gesellschaft
- 5.1 Menschliche Bedürfnisse
- 5.2 Gesundheit, Krankheit und Behinderung
- 6. Kapitalistische Destruktion der psychischen Gesundheit
- 6.1 Entfremdete Arbeit
- 6.2 Ungleiche Verteilung der psychischen Gesundheit
- 7. Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit setzt sich zum Ziel, die enge Verbindung zwischen den kapitalistischen Produktionsverhältnissen und der psychischen Gesundheit zu untersuchen. Es wird analysiert, wie die kapitalistische Produktionsweise die psychische Gesundheit negativ beeinflusst und welche Auswirkungen diese auf die Gesellschaft hat.
- Analyse der kapitalistischen Produktionsweise und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft
- Die Rolle von Klassengesellschaft und Ungleichheit im Kontext der psychischen Gesundheit
- Die Auswirkungen der kapitalistischen Produktionsweise auf die psychische Gesundheit
- Die Herausforderungen für die Soziale Arbeit im Umgang mit den Folgen der kapitalistischen Produktionsweise
- Die Bedeutung einer kritischen Perspektive auf die herrschenden Verhältnisse
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt den Zusammenhang zwischen der kapitalistischen Produktionsweise und der psychischen Gesundheit dar. Die Kapitel 2 und 3 befassen sich mit den theoretischen Grundlagen und der Analyse der kapitalistischen Produktionsweise. Kapitel 4 beleuchtet die Auswirkungen der kapitalistischen Produktionsweise auf die Klassengesellschaft und die Ungleichheit. In Kapitel 5 wird der Fokus auf die psychische Gesundheit gelegt und deren Bedeutung für die Gesellschaft betrachtet. Kapitel 6 untersucht die Destruktion der psychischen Gesundheit durch die kapitalistische Produktionsweise. Abschließend werden in Kapitel 7 Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit im Kontext der analysierten Themen aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen der kapitalistischen Produktionsweise, Klassengesellschaft, Ungleichheit, psychische Gesundheit, Entfremdung, Soziale Arbeit, Kritik, Dialektik und Handlungsmöglichkeiten.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Zusammenhang untersucht die Arbeit zwischen Kapitalismus und Gesundheit?
Die Arbeit analysiert, wie die kapitalistischen Produktionsverhältnisse und die damit verbundene ungleiche Verteilung von Reichtum die psychische Gesundheit der Menschen negativ beeinflussen.
Welche Rolle spielt Erich Fromm in dieser Untersuchung?
Die Arbeit greift auf Fromms humanistische Psychoanalyse zurück, um menschliche Grundbedürfnisse zu erläutern, denen die aktuelle Gesellschaftsordnung oft entgegensteht.
Was wird unter dem Begriff „entfremdete Arbeit“ verstanden?
Entfremdete Arbeit beschreibt einen Zustand, in dem sich der Mensch im kapitalistischen Produktionsprozess von sich selbst und den von ihm geschaffenen Produkten entfremdet.
Wie wirkt sich ökonomische Ungleichheit auf die Psyche aus?
Rekurrierend auf empirische Erhebungen zeigt die Arbeit, dass eine ungleiche Einkommens- und Vermögensverteilung einen messbar negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit hat.
Welche Perspektiven bietet die Soziale Arbeit in diesem Kontext?
Die Arbeit zeigt Handlungsmöglichkeiten für die Soziale Arbeit auf, um mit den systemimmanenten Widersprüchen und deren Folgen für die Klienten umzugehen.
Was kritisiert die Arbeit am Neoliberalismus?
Der Neoliberalismus wird als Ideologie der kapitalistischen Produktionsverhältnisse betrachtet, die zur Destruktion der psychischen Gesundheit beiträgt.
- Quote paper
- Sascha Wichmann (Author), 2021, Kapitalistische Produktionsverhältnisse und psychische Gesundheit. Perspektiven für die Soziale Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1135082